Österreicher macht gegen Youzhny keine Kompromisse
Thiem nimmt Maß

Halle (WB). Der erste Schritt ist getan. Neun Tage nach seiner Finalniederlage bei den French Open gegen Rafael Nadal hat der Österreicher Dominic Thiem am Montag seine Rasenpremiere in diesem Jahr gewonnen.

Dienstag, 19.06.2018, 05:00 Uhr
Der Dominator in Aktion: French-Open-Finalist Dominic Thiem zeigte gestern, dass er es auch auf Rasen kann. Foto: Thomas F. Starke
Der Dominator in Aktion: French-Open-Finalist Dominic Thiem zeigte gestern, dass er es auch auf Rasen kann. Foto: Thomas F. Starke

Der Weltranglistensiebte besiegte zum Auftakt in Halle den Russen Mikhail Youzhny 7:6 (7:5), 6:2. »Mein Ziel ist es, gut zu spielen und in diesem Turnier weit zu kommen«, hatte Thiem zuvor gesagt. Das gelang mit Ausnahme einer kleinen Schwächephase Ende des ersten Satzes schon ganz gut.

Obwohl erst 24, war sich der Österreicher der möglichen Tücken bei der Umstellung von der roten Asche im Stade Roland Garros auf den grünen Rasen im Gerry-Weber-Stadion sehr wohl bewusst: »Alles, was auf Sand gut funktioniert, ist auf Rasen ziemlich wertlos, sagte Thiem in Halle und bezeichnete die unterschiedliche Beinarbeit als »größte Umstellung, weil das Rutschen komplett wegfällt«.

Vier Asse im ersten Aufschlagspiel

Gegen Youzhny zeigte Thiem sofort, dass er zu keinerlei Kompromissen bereit war. Von Anfang an ging er auf Nummer sicher und spielte – wie von ihm gewohnt – alles oder nichts. Vier Asse mit bis zu 226 Stundenkilometern (und einen Doppelfehler) feuerte er in seinem ersten Aufschlagspiel dem elf Jahre älteren Russen bei dessen 13. Turnierteilnahme in Halle um die Ohren. Prompt stand es 1:1. Youzhny war so durcheinander, dass er anschließend 0:40 in Rückstand geriet und ein frühes Break zum 1:2 kassierte.

Gerry Weber Open - Die Spiele am Montag

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Es dauerte ein bisschen, bis der Russe mitspielte. Mit seiner unterschnittenen Rückhand brachte er Thiem zwischenzeitlich sogar aus dem Rhythmus. Deshalb war das Ende des ersten Durchgangs auch umkämpft. Bei 6:5-Führung hatte Youzhny zwei Satzbälle. Im Tiebreak aber war der Österreicher wieder da, und Youzhny machte am Netz den entscheidenden Fehler. Sein Ärger über die vergebenen Möglichkeiten war bis unter das geschlossene Dach zu spüren.

In früheren Jahren hätte der inzwischen 35 Jahre alte Youzhny im zweiten Satz sicher mehr Gegenwehr geleistet. Gestern aber war der Akku leer. Thiem, der sich in der Satzpause oberhalb des linken Knies behandeln und bandagieren ließ, zog auf 3:0 davon und brachte die Führung sicher ins Ziel. Anschließend beruhigte er seine Fans: »Das liegt an der Umstellung auf Rasen. Es ist nichts Ernstes.«

»Da müssen schon die ganz großen Titel her«

Der Sieg auf Rasen war für Thiem eine erste Bestätigung, dass er auf seinem Weg nach Wimbledon die richtige Richtung eingeschlagen hat. Völlig zufrieden war er mit der von vielen Zuschauern umjubelten Vorstellung aber nicht. Schließlich hat er noch viel vor in seiner Karriere. »Achtel- und Viertelfinale bei einem Grand-Slam-Turnier stellen mich nicht mehr zufrieden. Da müssen schon die ganz großen Titel her.«

Wo er eine möglichen Erfolg in Halle einordnen würden, ließ der Österreicher bislang offen. Aber bis es soweit ist, muss der Halle-Halbfinalist von 2016 bei seiner vierten Turnierteilnahme ja auch noch ein paar Runden überstehen.

Zunächst trifft die Nummer drei der Setzliste im Achtelfinale auf den Japaner Yuichi Sugita. Der 29-Jährige aus Sendai schaltete gestern die deutsche Hoffnung Maximilian Marterer 6:4, 5:7, 6:3 aus und zog damit zum zweiten Mal bei den Gerry Weber Open in die zweite Runde ein.

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