Marterer verliert bei seinem Halle-Debüt in drei Sätzen
Aller Anfang ist schwer

Halle (WB). Bei den Grand-Slam-Turnieren des Jahres schlug Maximilian Marterer zu. In Melbourne erreichte er die dritte Runde und in Paris sogar das Achtelfinale. Bei den Gerry Weber Open in Halle rutschte der Linkshänder aus Nürnberg aber auf Rasen in Runde eins aus.

Dienstag, 19.06.2018, 09:00 Uhr
Aus in Runde eins: Maximilian Marterer ärgert sich auf dem Centre Court. Foto: Sören Voss
Aus in Runde eins: Maximilian Marterer ärgert sich auf dem Centre Court. Foto: Sören Voss

Der deutsche Aufsteiger des Jahres – Marterer verbesserte sich in der Weltrangliste seit Januar von Platz 90 auf 49 – verlor Montag sein Auftaktmatch gegen den im Ranking drei Positionen hinter ihm geführten Japaner Yuichi Sugita mit 4:6, 7:5, 3:6. »Ich kann auf jeden Fall vieles besser machen. Es war sicher nicht eines meiner besten Spiele in der letzten Zeit«, sagte der erst seit vier Tagen 23 Jahre alte Deutsche nach seiner Debütvorstellung bei den Gerry Weber Open.

Das Halle-Aus wird das Tennistalent, das schon als künftige Nummer zwei im Davis-Cup-Team hinter Alexander Zverev gehandelt wird, aber nicht umwerfen. Schließlich hat Marterer schon ganz andere Serien weggesteckt. 14 Matches in Folge verlor der Linkshänder auf ATP-Ebene, nachdem er sich vor gut drei Jahren zum Profi erklärt hatte. Dann aber kamen die Australian Open 2018, und plötzlich zeigte Marterer, der bis dahin fleißig auf der zweitklassigen Challenger-Tour gepunktet hatte, auch auf höchster Ebene, was er so drauf hat. Nach den Siegen gegen Cedric-Marcel Stebe und den spanischen Veteran Fernando Verdasco tat die Niederlage gegen den US-Amerikaner Tennys Sandgren gar nicht so weh, denn Marterer wusste nun, wie gewinnen geht.

Bei den French Open stand Marterer urplötzlich im Rampenlicht. Als er Rafael Nadal im Achtelfinale gegenüberstand, war er neben Alexander Zverev der einzige Deutsche, der noch im Rennen war in Paris. Eine Chance gegen den übermächtigen Spanier hatte der junge Deutsche natürlich nicht. Bei der Verabschiedung am Netz ließ Nadal ihn aber folgendes wissen, dass es schön sei, »mal ein neues Gesicht kennengelernt und mir gegenübergestanden zu haben«, verriet Marterer. Fünf Jahre zuvor hatte er dem Spanier an gleicher Stelle noch als Trainingspartner gedient.

Montag musste in Halle im zweiten Satz beim Stand von 6:5 für den Nürnberger erstmals in dieser Turnierwoche das Dach über dem Centre Court geschlossen werden. »Wenn es Sommer wär«, klang passend dazu aus den Lautsprecherboxen. Weil die Offiziellen bei leichtem Nieselregen etwas zu lange gewartet hatten, waren allerdings ein wenig Rasenpflege und eine rund 20-minütige Unterbrechung unvermeidlich.

Die Pause war aber nicht ausschlaggebend dafür, dass Marterer der Satzausgleich gelang. Der Deutsche hatte sich zuvor bereits besser auf Sugita eingestellt und vor allem viel konstanter gespielt als im ersten Durchgang. Beim entscheidenden Break zum 4:3 im finalen Satz erwischte der Japaner Marterer buchstäblich auf dem falschen Fuß. Der Deutsche hatte sich verschätzt und blickte konsterniert nach unten, als der Filzball neben seinen Schuhen ins Feld tropfte.

Auf dem Weg nach Wimbledon legt Marterer eine kleine Verschnaufpause ein. »Ich denke, ich muss mich jetzt erst mal etwas erholen. Mit Paris war das alles sehr viel, was in den letzten Wochen passiert ist. Jetzt geht es darum, gut zu trainieren und gut vorbereitet nach Wimbledon zu fahren.«

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