Federer spielt sich in Runde eins nur warm – und wird frenetisch gefeiert
Herzlich willkommen, Roger Federer

Halle (WB). Mit Ovationen wurde Roger Federer auf dem nahezu ausverkauften Centre Court empfangen, mit Ovationen wurde er verabschiedet. Dazwischen machte es sich der Schweizer in seinem kleinen Wohnzimmer in Halle schon mal ein wenig gemütlich. Der Slowene Aljaz Bedene störte ihn dabei nicht.

Mittwoch, 20.06.2018, 07:46 Uhr aktualisiert: 20.06.2018, 07:50 Uhr
Im grünen Bereich: Roger Federer spazierte ins Achtelfinale. Foto: Thomas F. Starke
Im grünen Bereich: Roger Federer spazierte ins Achtelfinale. Foto: Thomas F. Starke

Gerry Weber Open - Die Spiele am Dienstag

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Bei seinem 16. Turnierstart – Federer ist nun auch alleiniger Rekordteilnehmer – begrüßten mehr als 10.000 Zuschauer den Weltranglistenerste aus der Schweiz wie einen alter Bekannten. Das war in Halle zwar immer so, kam beim Umjubelten aber erneut richtig gut an.

»Es ist jedes Mal, als wäre ich zum ersten Mal hier. Es ist schon sehr cool, so etwas zu spüren zwischen den Fans und mir. Es ist ein wunderbares Gefühl als Spieler, diesen Support zu haben. Ich fühle mich schon fast wie ein Lokaler hier willkommen. Insofern ist das ein Topgefühl«, sagte der 36-Jährige nach seinem locker-leichten 6:3, 6:4-Auftakterfolg bei den 26. Gerry Weber Open: »Dass das Stadion schon in der ersten Runde praktisch voll ist, ist natürlich eine Ehre. Das ist nicht normal.«

Superstar wenig gefordert

Gefordert wurde der Tennis-Superstar weniger von seinem Gegner, der im zweiten Durchgang immerhin sachlich-solide mitspielte, aber dennoch nie für eine Überraschung in Frage kam, sondern mehr von den Fans, die sich im Nieselregen an den Barrieren vor dem Spielerbereich drängelten, um von ihrem Idol und eine kleine Erinnerung mit nach Hause zu bringen.

Auch mit diesem Popularitätsstress geht der Tennis-Sovereign souverän um. In der Pressekonferenz erläuterte er seine Herangehensweise: »Jetzt steht unten eine vierfache Reihe von Fans, die Foto- und Autogrammwünsche haben. Die wissen im Normalfall wahrscheinlich auch, dass ich nicht alle erfüllen kann. Aber ich probiere, so vielen wie möglich gerecht zu werden. Dafür haben die Leute Verständnis, und ich habe das für ihre Wünsche auch. Und wenn es so ist, ist es auch gut.«

Herzlicher Umgang

Anschließend ging Federer auch am Dienstag wieder mit einem Lächeln in den wüsten Trubel, der ihn nicht nur in Halle nach jedem Match erwartet. Neben seinen perfekten Umgangsformen und der unglaublichen Tenniskunst ist es wohl auch dieser herzliche Umgang mit seinen Bewunderern, der die mutmaßlich noch immer größer werdende Beliebtheit des Schweizers in der Öffentlichkeit ausmacht.

Sportlich diente dem Schweizer das Erstrundenmatch gegen den tapferen Bedene vor allem dazu, sich für den weiteren Turnierverlauf warmzuspielen und sich vom Rasen in Stuttgart auf den in Halle umzustellen. Federer gestattete dem Weltranglisten-72. aus Slowenien keinen Breakball und war im zweiten Satz überwiegend damit beschäftigt, die richtige Gelegenheit zu finden, den Aufschlag seines Gegenübers entscheidend zu attackieren.

Beim Stand von 4:4 machte Federer ernst, holte sich die Führung und beendete nach 71 Minuten mit dem eigenen Service das Match. Der Schweizer ordnete seine Vorstellung so ein: »Ich glaube, dass ich habe das Match mit meinem Aufschlag dominiert. Ich bin total happy für eine erste Runde in Halle mit wenig Training. Aber ich bin froh, dass ich am Mittwoch eine kleine Pause bekomme.«

Blick auf Wimbledon

Die hat sich der Champion verdient. Schließlich hatte er durch seinen Turniererfolg in Stuttgart nun schon fünf Rasenbegegnungen hinter sich. Und die wichtigen kommen erst noch – zunächst von Mittwoch an in Halle und dann in Wimbledon (ab 2. Juli). Beide Turniere hatte Federer 2017 gewonnen. Das bedeutet aber auch: Jede Niederlage auf Rasen in den nächsten Wochen können ihn die Spitzenposition in der Weltrangliste, die er erst am Montag von Rafael Nadal übernommen hatte, wieder kosten.

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