Do., 20.06.2019

Beim abendlichen Auftritt auf der Showbühne geht das Popduo auf Tuchfühlung mit den Fans Federer macht »Glasperlenspiel« nervös

Auf Tuchfühlung mit den Fans: Sängerin Carolin Niemczyk.

Auf Tuchfühlung mit den Fans: Sängerin Carolin Niemczyk. Foto: Sören Voss

Von Sören Voss

Halle (WB). Als sie im Sportpark Hotel beim Frühstück Roger Federer über den Weg laufen, grüßen Carolin Niemczyk und Daniel Grunenberg vor ihrem eigenen Auftritt nervös wie kleine Fans. Dabei haben auch die beiden Musiker mittlerweile eine millionenstarke Anhängerschaft: Das Elektropop-Duo »Glasperlenspiel« gehört aktuell zu den erfolgreichsten Bands Deutschlands.

Ihr Konzert auf der Showbühne war gut besucht. Nicht immer ist der beste Platz jedoch der direkt vor der Bühne. Erst regnete es reichlich Konfetti, dann waberte ordentlich Bühnennebel durch die ersten Reihen und schließlich kam die Sängerin auch noch vorbei. Das wäre ja egal gewesen, wenn sie nicht das Mikro dabei gehabt und den Fans unter die Nase gehalten hätte. Dabei erwiesen sich die Ostwestfalen als durchaus textsicher. Nur die Ton trafen sie deutlich seltener als Jo-Wilfried Tsonga und Roger Federer zuvor den Ball. Dem Schweizer hatten Niemczyk und Grunenberg, die am Bodensee wohnen, dabei die Daumen gedrückt – auch aus nachbarschaftlicher Verbundenheit.

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Kreativität geht nicht auf Knopfdruck

Daniel Grunenberg

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»Willkommen zurück«, heißt die aktuelle Single der Band – und für das auch privat seit 2006 verbandelte Paar fühlt sich auch die Stippvisite am Donnerstag in Halle wie eine Rückkehr an. Bereits im Jahr 2013 ist »Glasperlenspiel« im Rahmen des Tennisturniers aufgetreten und hat seitdem eine bilderbuchhafte Karriere hingelegt. Mit »Geiles Leben« starteten beide, die am liebsten mit Freunden grillen und über Jan Böhmermann lachen können, zwei Jahre später richtig durch.

»Wir ergänzen uns einfach sehr gut«, sagt Grunenberg. Er, der Keyboarder, steckt hinter der Musik. Auch in Halle hat er jede Minute Laptop und Mikrofon griffbereit, damit er seine Ideen festhalten kann. Grunenberg: »Kreativität geht nicht auf Knopfdruck, und da sind die technischen Möglichkeiten heute schon super.«

Seine Frau, die sich selbst als »eher chaotisch« beschreibt, ist hingegen für die Texte zuständig. »Wenn mir etwas einfällt, halte ich es auf meinem Notizblick fest«, sagt die 28-Jährige, die auch schon neben Dieter Bohlen in der Jury von »DSDS« gesessen hat. Ein neues Datum für das neue fünfte Album gibt es noch nicht, aber enge Freunde durften schon in die neuen Lieder reinhören. Und wenn diese nach der Veröffentlichung auch bei Roger Federer gut ankommen, grüßt vielleicht demnächst der Tennis-Superstar das Musiker-Paar wie ein kleiner Fan.

»Glasperlenspiel« in Aktion: Daniel Grunenberg und Carolin Niemczyk Foto: Sören Voss

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