Sa., 22.06.2019

Tennis in Halle: Künftige Namensgebung bleibt offen - Weber kämpft um Zverev Auch im kommenden Jahr Noventi Open?

Turnierdirektor Ralf Weber (links) und Noventi-Vorstand Dr. Sven Jansen bei einer Pressekonferenz am Samstag.

Turnierdirektor Ralf Weber (links) und Noventi-Vorstand Dr. Sven Jansen bei einer Pressekonferenz am Samstag. Foto: Thomas F. Starke

Von Dirk Schuster

Halle (WB). Ob der Apotheken-Dienstleiter Noventi dem Rasentennisturnier in Halle auch im nächsten Jahr seinen Namen geben wird, ist weiterhin offen. Sicher ist dagegen, dass Ralf Weber weiterhin versuchen wird, Alexander Zverev (22) als Nachfolger für sein namhaftes Turnier-Zugpferd Roger Federer (37) zu etablieren. Das betonte der Turnierdirektor am Samstag bei einer Pressekonferenz.

»Alexander Zverev ist definitiv noch bis zum nächsten Jahr vertraglich an uns gebunden. Aber wir möchten jetzt schon die Weichen stellen für die nächsten Jahre«, erklärte Weber. Er wertet es als »starkes Zeichen, dass Alexander gesagt hat, er sei interessiert, lebenslang in Halle zu spielen. Das hat mich sehr gefreut.« Die Gespräche über eine langfristige Zusammenarbeit mit dem aktuell besten deutschen Tennisspieler, der in diesem Jahr im Viertelfinale ausschied, »werden nach Wimbledon aufgenommen«. Derzeit, so Weber, sei »Alexander ja bekanntlich noch dabei, sich ein neues Management zu suchen«.

Zverev und Federer (Lifetime-Contract) sind nicht die einzigen Stars, die 2020 erneut sicher dabei sein werden. Kei Nishikori, der kurz vor dem Turnier verletzungsbedingt absagte, ist bis 2022 gebunden. »Zudem stehen wir mit Karen Khachanov kurz vor dem Abschluss eines Dreijahresvertrags«, erklärte Weber.

Apropos Khachanov: Der Russe nutzt nach seinem Viertelfinal-Aus die Haller Halme noch bis einschließlich Sonntag, um sich bestmöglich auf das Turnier in Wimbledon (1. bis 14. Juli) vorzubereiten. Zudem betonte Weber, sich auch mit dem Österreicher Dominic Thiem im Hinblick auf 2020 bereits in Gesprächen zu befinden.

Denkbar sei im Hinblick auf das kommende Jahr eine Ausdehnung des Showkampfes am Eröffnungswochenende, der sogenannten »Champions Trophy«. Weber: »Aufgrund der großen Resonanz überlegen wir, das wieder über zwei Tage zu veranstalten statt nur an einem.«

Viele Weichen seien für die Zukunft bereits gestellt worden. Ob das Turnier 2020 wieder Noventi Open heißen wird, ist dagegen weiter unklar. Weber hatte unlängst bereits betont, nach einem großen nationalen oder internationalen Namensgeber Ausschau zu halten. Noventi-Vorstand Dr. Sven Jansen sagte am Samstag: »Wir werden uns zwei bis vier Wochen nach dem Turnier zusammensetzen. Bis Ende Juli/Anfang August sollten wir wissen, wie es weitergeht.« Über den finanziellen Umfang des Sponsorings machten beide Seiten keine Angaben.

Weil der Modehersteller Gerry Weber Ende Januar einen Insolvenzantrag gestellt hatte, war kurzfristig ein Sponsoringvertrag mit Noventi abgeschlossen worden.

Gesucht wird weiterhin auch der künftige Namensgeber für den Centre Court. Noch prangt an der Außenwand der Schriftzug »Gerry-Weber-Stadion«. Doch das ist bald Geschichte. Weber: »Wir sind weiter in sehr positiven Gesprächen mit großen Partnern aus der Region. Ich gehe davon aus, dass wir spätestens in diesem Sommer Vollzug melden und das Stadion umbenennen werden. Die Suche ist fast abgeschlossen.«

Die Lizenz für sein ATP-500er-Turnier, auch das betonte Weber am Samstag noch einmal ausdrücklich, werde er nicht veräußern. »Ich bin von vielen angesprochen worden und habe gemerkt, dass es weltweit ein Interesse gibt, so eine Lizenz zu erwerben. Es gibt etliche Länder, Städte, Unternehmen, Oligarchen, die an solchen Lizenzen Interesse haben. Aber das macht für uns einfach keinen Sinn, und es ist darum überhaupt keine Option, uns mit diesem Thema zu beschäftigen.« Stattdessen bekräftigte der Turnierdirektor, man arbeite »an der Zukunft, um auch die nächsten 20, 30 Jahre oder wie lange auch immer in Halle Turniergeschichte weiterzuschreiben«.

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