Sa., 22.06.2019

Belgier Goffin bucht seinen Platz im Finale des Rasenturniers in Halle Wuselig wuppt wuchtig: Goffin in Finale

David Goffin (Foto) bewies im Halbfinale erneut Stärke und Stehvermögen. Zur Belohnung schlägt der Belgier am Sonntag im Finale auf.

David Goffin (Foto) bewies im Halbfinale erneut Stärke und Stehvermögen. Zur Belohnung schlägt der Belgier am Sonntag im Finale auf. Foto: Thomas F. Starke

Von Hans Peter Tipp

Halle (WB). David Goffin hat als erster Tennisprofi seinen Platz im Finale des ATP-Turniers in Halle gebucht. Der 1.80 Meter große Belgier brachte einen Tag nach Alexander Zverev (1.98 Meter) mit dem zum Geheimfavoriten aufgestiegenen Italiener Matteo Berrettini (1.96 Meter) auch den nächsten Großen zu Fall. Im Finale am Sonntag (13 Uhr/ZDF) trifft der frühere Top-Ten-Spieler entweder auf Roger Federer (Schweiz).

Einen Satz lang fanden weder Goffin noch Berrettini beim Noventi-Turnier das richtige Rezept gegen den Aufschlag des Konkurrenten. Der Italiener servierte etwas wuchtiger. Der kleine Belgier bevorzugte das filigranere Besteck. Aber wenn es sein musste, knallte auch er den Ball mit mehr als 200 Stundenkilometern über das Netz. »Ich habe gut aufgeschagen. Das war wichtig, und das hat mir sehr geholfen«, sagte der 28 Jahre alte Belgier, der in der Weltrangliste zurzeit Platz 33 belegt.

Goffin bleibt ruhig und gelassen

Ansonsten setzte der wuselige Goffin auf die Taktik, die ihm schon gegen Zverev den Erfolg gebracht hatte. Er bemühte sich, den Ball flach zu halten, strahlte Ruhe und Gelassenheit aus und war dank seiner flinken Beine immer dann zur Stelle, wenn es ernst wurde. Dabei behielt er die etwas schwächere Rückhandseite des Italieners stets im Blick, blieb aber dennoch variabel. Goffin: »Das Wichtigste war, schnell zu spielen, so dass er sich bewegen musste, um dann auf die Rückhand zurückzukommen.«

So stand er auch im Tiebreak beim Stand von 3:4 zweimal in Folge bei knalligen Aufschlägen seines Gegenübers genau richtig, um sie dem Italiener mit gleicher Münze millimetergenau auf die Grundlinie zurückzubefördern. Diese Währung konnte Berrettini nicht wechseln. Mit einem eigenen Aufschlag zum 7:4 holte sich Goffin den Tiebreak – und damit auch den ersten Satz.

Im zweiten Durchgang blieb es eng und weiterhin ein Match auf Augenhöhe. Das entscheidende und einzige Break der Partie gelang Goffin zur 5:3-Vorentscheidung. Den Rest erledigte er mit dem eigenen Aufschlag und war anschließend ziemlich happy. Schließlich steht er erstmals seit November 2017 wieder in einem Endspiel auf der ATP-Tour.

Für Berrettini ging eine Erfolgsserie zu Ende. Der Italiener hatte zuvor acht Raenmatches in Folge gewonnen und in der Woche zuvor das Turnier in Stuttgart gewonnen.

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