Sa., 22.12.2018

Weihnachtsspendenaktion: Pfarrer Dr. Dierk Starnitzke über die Hilfe der WESTFALEN-BLATT-Leser für den Wittekindshof »Einzigartige Menschen«

Dierk Starnitzke bedankt sich für die Spenden der WESTFALEN-BLATT-Leser, hier mit Cassandra (9) aus Paderborn, die als Frühchen zur Welt kam und seit dem ersten Lebensjahr auf dem Wittekindshof in Bad Oeynhausen lebt.

Dierk Starnitzke bedankt sich für die Spenden der WESTFALEN-BLATT-Leser, hier mit Cassandra (9) aus Paderborn, die als Frühchen zur Welt kam und seit dem ersten Lebensjahr auf dem Wittekindshof in Bad Oeynhausen lebt. Foto: Oliver Schwabe

Von Pfarrer Dierk Starnitzke

Jan Olly, Melanie, Jonas, Nele und Lovis – das sind einige der Kinder und Jugendlichen, über die in den letzten Wochen im Rahmen der Weihnachtspendenaktion Berichte im WESTFALEN-BLATT erschienen sind. Dabei wurde deutlich: Jeder und jede von ihnen ist ein einzigartiger Mensch.

In den Artikeln kamen ihre Persönlichkeiten zur Geltung. Mit Gefühl und Sensibilität wurden ihre Lebensgeschichten erzählt. Würdevoll wurden ihre Gesichter abgebildet. Ihr Leid, aber auch ihre Freuden, ihre Einschränkungen, aber auch ihre Möglichkeiten wurden vor Augen geführt. Darum geht es uns im Wittekindshof, dass Menschen mit Behinderungen ihr Leben in Würde gestalten können, dass wir sie dabei unterstützen und dass wir nach Verbündeten suchen, die unser Anliegen teilen. Mit der Weihnachtsaktion haben wir viele solche Verbündete gefunden.

Wünsche erfüllen

Wir haben bewegte und bewegende Rückmeldungen erhalten. Zu allererst die vielen Spenden in einer großen Bandbreite, von fünf Euro bis zu mehreren tausend Euro. Hier haben sich Menschen bewegen lassen, anderen, die es nötig haben, zu helfen.

Am Montag Abend beginnt wieder der Reigen der Weihnachtsgeschenke. Ich schenke Dir etwas, und Du schenkst mir etwas. So sind alle gegenseitig beschenkt und feiern ein fröhliches Weihnachtsfest. Dagegen ist nichts zu sagen. Nur: Schenken im eigentlichen Sinne ist das nicht. Denn Schenken ist umsonst. Es rechnet nicht mit Gegenseitigkeit. Es ist eine Gabe, die einfach so geschieht, ohne Kalkül, ohne Erwartung, irgendetwas dafür zu bekommen.

Wer schenkt, hat etwas zu geben und gibt es jemandem in einem ganz einseitigen Akt. Das haben die vielen Leser getan, die Spenden für unsere Kinder gegeben haben, und das hoffentlich auch in den nächsten Wochen noch tun werden, denn die Aktion der Zeitung endet traditionell erst am 31. Januar. Mit den Spenden werden wir Wünsche erfüllen und zusätzliche Therapien und Förderangebote ermöglichen.

Zeichen der Verbundenheit

Manche Leser haben sich sogar über die Geldspende hinaus individuelle Präsente einfallen lassen. So haben wir ein Weihnachtspaket für Jan Olly bekommen, und andere wollten Jonas ein Weihnachtsgeschenk kaufen. Jede dieser Spenden ist Ausdruck dafür, dass Kinder und Jugendliche in ihren Bedürfnissen wahrgenommen wurden und sich ein Mensch hat anrühren lassen, zu helfen.

Die Weihnachtsspendenaktion hat aber auch Leserinnen und Leser bewegt, den Wittekindshof und seine Arbeit näher kennen zu lernen. So hat mein kaufmännischer Vorstandskollege Marco Mohrmann am Nikolaustag im Regen mehr als 30 Besucher zu einem Rundgang empfangen. Sie haben zum Teil weite Wege in Kauf genommen. Ich freue mich auf die Begegnungen und Gespräche beim zweiten Rundgang mit Kaffeetrinken am Samstag, dem 19. Januar, um 14 Uhr auf dem Gründungsgelände in Bad Oeynhausen-Volmerdingsen.

Jede Spende ist ein Zeichen der Verbundenheit. Spender stehen auf der Seite von Menschen mit Behinderung. Das tut auch den Mitarbeitenden gut. Die Zeitung hat Menschen eine Stimme und ein Gesicht gegeben, bei denen die Gefahr groß ist, dass sie in der Öffentlichkeit übersehen werden und ungehört bleiben. Die Berichte haben einen Einblick in eine oft fremde Lebenswelt geschaffen und Brücken gebaut In unserer Gesellschaft nimmt. Ausgrenzung zu und es droht Spaltung. Die Aktion trägt dazu bei, unsichtbare Mauern abzubauen und den Zusammenhalt und das Miteinander verschiedener Menschen und damit den Frieden zu fördern – weit über Weihnachten hinaus.

Professor Dr. Dierk Starnitzke ist Theologischer Vorstand und Vorstandssprecher der Diakonischen Stiftung Wittekindshof

Spendenkonto

Um zu spenden, nutzen Sie bitte folgendes Konto:

Wittekindshof

DE 96 3506 0190 2108 3790 25

Zweck: Weihnachtsspende

Oder spenden Sie online: www.wittekindshof.de/Spenden

Hier geht es zur Themenseite unserer Weihnachtsspendenaktion.

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