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Fr., 08.08.2014

SC Paderborn freut sich auf die Generalprobe gegen den FC Everton Der finale Test

Der teure Star des FC Everton: Romelu Lukaku ist mit seinem Klub am Samstag zu Gast bei Erstliga-Aufsteiger Paderborn.

Der teure Star des FC Everton: Romelu Lukaku ist mit seinem Klub am Samstag zu Gast bei Erstliga-Aufsteiger Paderborn. Foto: dpa/Guillaume Horcajuelo

Von Matthias Reichstein

Paderborn (WB). Einfach kann jeder. Was der SC Paderborn gegen einen Klub aus der europäischen Spitze kann, wird sich am Samstag (16 Uhr, Benteler-Arena) zeigen. Zum Abschluss der Vorbereitung kommt der FC Everton.

Die Gäste schlossen die vergangene Saison als Fünfter der Premier League ab, waren oft Meister, holten mehrfach den FA-Cup und standen 1985 als Europapokalsieger sogar ganz oben. Das ist Geschichte, aktuell hat der Klub aber auch eine Menge zu bieten.

Romelu Lukaku kündigt auf seiner Facebook-Seite die Reise nach Paderborn an. Foto: Screenshot (Facebook)

Im Kader steht zum Beispiel Romelu Lukaku. Der belgische Nationalspieler schoss sein Land bei der Fußball-WM in Brasilien ins Viertelfinale, aber nicht nur deshalb gerät Paderborns Trainer André Breitenreiter ins Schwärmen, wenn er den Namen des Stürmers nennt: »Für mich das zurzeit größte Fußball-Talent der Welt.« Auch Lukaku scheint sich auf seinen Auftritt nach Paderborn zu freuen, wie ein Beitrag auf seiner Facebook-Seite verrät (siehe kleines Foto).

Der aktuelle Marktwert des 21-Jährigen lässt kaum einen anderen Schluss zu: Everton zahlte Chelsea 35 Millionen Euro Ablöse – nie zuvor gab der Klub in seiner immerhin 136-jährigen Geschichte für einen Spieler mehr Geld aus.

Geschätzter Marktwert des FC Everton: 150 Millionen Euro

Insgesamt wird der Marktwert der Toffees auf rund 150 Millionen Euro geschätzt. Zum Vergleich: Liga-Neuling SC Paderborn taxieren die Experten auf 20 Millionen Euro. »Auch deshalb ist Everton genau der richtige Test«, sagt Breitenreiter und fügt hinzu: »In der Bundesliga wird gegen die Spitzenklubs der Liga der Unterschied kaum kleiner sein.«

Deshalb gilt für die finalen 90 Testminuten am Samstag genau das, was den SCP in der gesamten Saison begleiten wird: Der Aufsteiger ist krasser Außenseiter.
Das betont auch Breitenreiter immer wieder, dennoch will er jetzt mehr von seiner Mannschaft sehen, als in den wenig erfolgreichen Tests zuvor.

SCP feilt an der Feinabstimmung

Das Trainingspensum wurde in dieser Woche merklich zurückgefahren, stattdessen an der Feinabstimmung gefeilt. So standen Schnelligkeit und Spritzigkeit im Fokus. »Ich denke, dass wir jetzt bei 80 bis 90 Prozent unserer Leistungsfähigkeit angelangt sind«, sagt Breitenreiter. Die restlichen Prozentpunkte sollen nächste Woche dazukommen – rechtzeitig vor dem ersten Pflichtspiel in Leipzig.

Das Pokalduell am 17. August beim Zweitliganeuling, der mit einem Erstliga-Etat in die neue Serie gestartet ist, hat höchste Priorität. Paderborn will eine Runde weiterkommen – auch, um sich ein finanzielles Polster für weitere Transfers zu schaffen.

Interesse an Marcel Sobottka?

Oder für ein interessantes Ausleihgeschäft? Der Internetseite »derwesten.de« zufolge soll der SCP am Schalker Nachwuchsspieler Marcel Sobottka interessiert sein. Der 20-Jährige wäre in der Defensive variabel einsetzbar und könnte im Mittelfeld, als Innenverteidiger oder auch auf der Außenposition eingesetzt werden. Schalke bestätigte das Interesse mehrerer Profivereine, will das Talent aber bestenfalls ausleihen, nicht verkaufen. SCP-Manager Michael Born dementierte ein konkretes Interesse. Der Spieler sei bislang »kein Thema« gewesen, sagte Born gestern.

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