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Di., 19.08.2014

SCP-Spielführer analysiert die DFB-Pokalniederlage »Wir haben alles gegeben«

Uwe Hünemeier (rechts) und seine Kollegen ziehen in Leipzig den Kürzeren.

Uwe Hünemeier (rechts) und seine Kollegen ziehen in Leipzig den Kürzeren. Foto: Stefan Hörttrich

Von Matthias Reichstein

Leipzig (WB). Der DFB-Pokal ist für den SC Paderborn schon wieder Geschichte. Kapitän Uwe Hünemeier erklärt im Interview mit Matthias Reichstein, warum Leipzig trotzdem kein Rückschritt war und was der SCP mit in die Bundesligasaison nimmt.

Herr Hünemeier, hinten stand der SCP wieder ganz gut, nach vorne geht aber noch zu wenig. Liegt Paderborns Hauptproblem im Offensivspiel?

Hünemeier: »Wir müssen unsere Gegner bei Ballbesitz viel mehr bestrafen, ganz klar. Aber wir arbeiten als gesamte Mannschaft sehr viel für unsere Defensive und dabei muss gerade unser Mittelfeld einen sehr hohen Aufwand betreiben. Da fehlt uns dann nach der Balleroberung etwas die Ruhe und vielleicht auch die Kraft. Das müssen wir dringend verbessern.«

Zumal es in der 1. Liga in keinem Spiel leichter wird.

Hünemeier: »So ist das. Das war in Leipzig fast wie ein erster Auswärtsspieltag in der 1. Liga. Deshalb können wir mit unserem Aufritt zufrieden sein, auch wenn das Ergebnis nicht stimmt.«
 
Kann dieses Pokal-Aus sogar ein bisschen Rückenwind geben?

Hünemeier: »Wir haben zwei blöde Gegentore kassiert und sind ausgeschieden, das ist bitter. Aber wir werden am Mittwoch trotzdem nicht mit gesenkten Köpfen in die neue Trainingswoche gehen. Wir freuen uns alle riesig auf die Bundesligasaison und deshalb werden wir uns auch nicht lange mit Leipzig befassen.«

Obwohl gerade diese 120 Minuten ein guter Vorgeschmack auf das waren, was den SCP bis Mai erwarten wird.

Hünemeier: »Wir haben einen hohen Aufwand betrieben, sind dafür nicht belohnt worden und genau das werden wir in den kommenden Monaten garantiert noch öfter erleben. Aber davon dürfen wir uns nicht beeindrucken lassen. Wir müssen immer mit breiter Brust und dem Gefühl den Rasen verlassen, dass wir alles reingehauen haben. Wie am Sonntag in Leipzig, auch da haben wir 100 Prozent gegeben.«

Wenn der SCP als Team 100 Prozent gegeben hat, was hat dann trotzdem gefehlt?

Hünemeier: »Das letzte Quäntchen, den Gegner im entscheidenden Moment zu bestrafen. Wir sind viel zu selten hinter Leipzigs Abwehrkette gekommen. Das war unser Problem, das müssen wir gegen Mainz besser machen.«

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