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Di., 23.09.2014

Überraschungs-Spitzenreiter unterliegt in München mit 0:4 Chancenlose Paderborner

Elias Kachunga (links) und Moritz Stoppelkamp sind bedient, während die Bayern feiern.

Elias Kachunga (links) und Moritz Stoppelkamp sind bedient, während die Bayern feiern. Foto: Stefan Hörttrich

München (dpa). Angeführt von Weltmeister Mario Götze hat Bayern München mit einer Angriffs-Gala die Kräfteverhältnisse im deutschen Fußball wieder zurechtgerückt. Der deutsche Meister fügte dem SC Paderborn am Dienstagabend beim 4:0 (2:0) nicht nur die erste Niederlage in der Bundesliga zu, sondern löste den Aufsteiger auch als Tabellenführer ab.

Die Treffer von Götze (8./78. Minute), Robert Lewandowski (14.) und Thomas Müller (85.) waren vor 71.000 Zuschauern Ausdruck der Münchner Überlegenheit und auch der großen individuellen Klasse der Bayern-Stars.

Das überraschende Spitzenspiel am 5. Spieltag entwickelte sich schnell zu einer einseitigen Angelegenheit, auch wenn Paderborns Torjäger Elias Kachunga mit einem Seitfallzieher für eine erstes Raunen in der Allianz Arena sorgte (4.). Bayern-Trainer Pep Guardiola hatte alle verfügbaren Offensivstars aufgeboten, besonders die Rückkehr des wiedergenesenen Arjen Robben gab dem Spiel des Rekordmeisters Schwung und Zielstrebigkeit. Der Holländer war auch Ausgangspunkt des 1:0. Sein Zuspiel in die Tiefe leitete Thomas Müller mit der Hacke weiter auf Weltmeister-Kollege Götze, der überlegt und unhaltbar abschloss. Eine klasse Kombination.

Paderborner laufen staunend hinterher

Die Paderborner konnten weiter nur staunend hinterherlaufen. Lewandowski erhöhte mit einem strammen Volleyschuss aus 17 Metern, der aber trotz seiner Schärfe für SC-Torwart Lukas Kruse nicht unhaltbar war. Das agile Offensiv-Trio Robben, Götze und Lewandowski sowie der stürmende Linksverteidiger David Alaba hätten noch weitere Treffer nachlegen können. Die Gäste konnten froh sein, dass sie zur Pause nicht höher zurücklagen. Allerdings hätte Idir Ouali nach einem öffnenden Pass von Moritz Stoppelkamp sogar das 1:2 machen können, aber den Schuss des Angreifers hielt Manuel Neuer mühelos (24.). 

Nach dem Seitenwechsel konnten sich die rund 4000 mitgereisten Paderborner Fans an mehr Offensivaktionen ihrer tapfer kämpfenden Mannschaft erfreuen, allerdings fehlte es an der Durchschlagskraft. Der eingewechselte Süleyman Koc zwang Nationaltorhüter mit einem strammen Rechtsschuss zu einer Parade (70.). 

Der Bayern-Schwung der ersten Spielphase war dagegen weg. Im Gefühl des sicheren Sieges und angesichts der weiteren anstehenden Englischen Wochen schalteten die Bayern tempomäßig zurück, Passgenauigkeit und Zielstrebigkeit ließen stark nach. Im Paderborner Strafraum agierten die Münchner häufig zu verspielt und lange nicht mehr mit Konsequenz. Erst nach einem Solo von Robben zappelte der Ball wieder im Netz: Der starke Götze staubte nach einem Schuss von Müller, den Kruse parieren konnte, erfolgreich ab. Einen weiteren Angriffszug über Robben vollendete Müller zum 4:0.

Kommentare

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Wenn ich am 22.2.14 einem Paderborner nach dem 2:2 gegen uns gesagt hätte "das hergeschenkte 2:0 macht nix, denn beim nächsten Auftritt in der AllianzArena ist Oktoberfest und Ihr kommt als Tabellenführer zu den Bayern," hätte der mich wohl für meine Phantasie gelobt. Oder mir einen Therapeuten empfohlen. Bayern war einfach zu stark und hat das Spiel ausweislich der Aufstellung und des beeindruckenden Auftretens in den ersten 15 Minuten ernst genommen. Die Paderborner konnte ich auf der Gegentribüne gut hören, aber es war ja auch kein 60er-Publikum ):- Wünsche weiterhin Bodenhaftung, 20 % der magischen 40 Punkte sind bereits in der Scheune. Und dem Vernehmen nach gibt es am Paderborner Stadion richtige Fahrradparkplätze, was man von der 71.000er-Arena nicht gerade sagen kann. Aber deshalb radle ich jetzt nicht gleich nach Paderborn. Gruß aus Bayern, Schmid

"seit"

Das heißt natürlich "seit"...

Dass die Bayern uns ernst genommen haben, zeigte deren Aufstellung und die Reaktion des Stadions nach unserem "Sturz" vom ersten Platz!

Dagegen war es richtig von Herrn Breitenreiter, manche Jungs angesichts der Chance auf einen Sieg für wichtigere Spiele zu schonen, da die Saison mit unserem vergleichsweise schmalen Kader noch sehr lang wird für die Stammspieler. Da ist es besser, Verletzungen und Ermüdungserscheinungen vorzubeugen. Dafür hat man schließlich jede Position doppelt besetzt. Und was wäre, wenn Mitte der Saison ein Spieler ohne Spielpraxis längerfristig einspringen müsste...

Das macht der Trainer schon sehr richtig!

Kein Sieg seit vier Tagen? Große Krise?

Jetzt wissen wir: selbst bei uns ist die Tabellenführung endlich! Welch ein Desaster...

Nein, im Ernst: Ich bin ganz froh, dass die mediale Berichterstattung nun wieder etwas zurückgeht. Ich erinnere mich an einen Aufsteiger, der Herbstmeister wurde, und dann selbst über die Handtaschen der Spielerfrauen berichtet wurde. Das war der Beginn einer schlimmen Rückrunde... Seid bestimmte Medien sogar das Staatsoberhaupt bei uns bestimmen, weiß man, wie schnell die Berichterstattung und damit die öffentliche (Des-)Information umschlagen kann...

Jetzt sollten wir uns wieder auf Fußball konzentrieren! Der Stolz auf die Truppe bleibt ohnehin bestehen! Was auch immer diese Saison kommen mag, es wird daran nichts ändern!

Chancenlose Paderborner?

SCP chancenlos? Sehe ich ein wenig anders. München ist in 1A Besetzung aufgelaufen! Und wir waren bis dato der Spitzenreiter im Oberhaus und das mit einer Mannschaft die "nur" aus der 2ten Liga kommt! Was wäre, wenn wir mehr Bundesligaerfahrung hätten?
Jedoch werden wir unsere Linie als Mannschaft/Einheit mit Charakter nicht ändern und weiter den offensivne Fußball spielen! Im Pott sagt man "Glück auf"!
Weiterhin viel Erfolg und Glück! Wir drücken ganz fest due Daumen!

4 Kommentare

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