Breitenreiter lässt Vrancic für das Gladbach-Spiel Kraft tanken
Ziegler macht den Libero

München (WB/en). Ob Daniel Brückners Debüt gegen Mainz oder Michael Heinloths Premiere gegen Hannover 96 – SCP-Trainer André Breitenreiter ist stets für Überraschungen gut. Auch die Anfangsformation in München beinhaltete Unerwartetes.

Mittwoch, 24.09.2014, 16:27 Uhr aktualisiert: 25.09.2014, 17:10 Uhr
Breitenreiter lässt Vrancic für das Gladbach-Spiel Kraft tanken : Ziegler macht den Libero
Patrick Ziegler (rechts) muss auch als Libero ran. Foto: Hörttrich

Während die Bayern Bestmögliches aufboten, saß bei den Paderbornern einer der bislang Besten nur auf der Bank: Mittelfeld-Regisseur Mario Vrancic. Das lag dann auch weniger an einer vermeintlichen Formschwäche als vielmehr an der realistischen Einschätzung der eigenen Chancen. »Gegen Hannover hat sich angedeutet, dass Mario etwas müde ist. Und in einer Englischen Woche ist es dann nur völlig richtig und wichtig, wenn wir einen Leistungsträger wie ihn dann auch mal schonen. Zumal wir am Samstag gegen Gladbach sicherlich bessere Aussichten auf etwas Zählbares haben als gegen diese starken Bayern«, sagte Manager Michael Born.

Vrancic selbst nahm die Zwangspause höchst professionell hin und hatte schon wieder ein Lächeln auf den Lippen, als Teamkollege Idir Ouali zu seinem ersten Einsatz in der Paderborner Startformation in die Arena einlaufen durfte. Dem Neuzugang aus Dresden gelang es allerdings nicht, nachhaltigen Eindruck zu hinterlassen, im Kopf bleibt nur die Szene aus Minute 24, in der er frei vor Manuel Neuer auf 2:1 hätte verkürzen können. »Verkürzen müssen«, wie Born feststellte, »wir haben auf seine Schnelligkeit gesetzt und dann muss so ein Ball auch mal drin sein.«

Hinter sich greifen musste nur Lukas Kruse, Neuers Pendant auf Paderborner Seite – so schnell, dass Trainer Breitenreiter sich genötigt sah, seinen Sechser Patrick Ziegler bis zum Seitenwechsel nach hinten zu beordern. Aus der Vierer- bastelte er damit eine Fünferkette, in der der gebürtige Münchener, Spitzname »Franz«, phasenweise in bester Beckenbauer-Manier den Libero mimte. »Mit dieser Umstellung haben wir etwas stabiler gestanden, aber letztlich haben die Bayern natürlich genug Klasse, um sich auch gegen fünf Verteidiger ihre Chancen zu erarbeiten.«

Der guten Laune beim Aufsteiger konnten aber auch die zwei weiteren Gegentreffer wenig anhaben. Auf den immer noch starken Start wird heute auf der Wiesn angestoßen, ehe es am Nachmittag mit dem Bus nach Hause geht.

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