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Do., 02.10.2014

Paderborn führt die Wertung der 1. Liga an – nur Bayern hält mit Im Fair Play ganz vorn

In der Bundesliga-Tabelle liegen die Bayern vor Paderborn. In der Fair-Play-Wertung sind die Teams von Arjen Robben (links) und Daniel Brückner hingegegn gleichauf.

In der Bundesliga-Tabelle liegen die Bayern vor Paderborn. In der Fair-Play-Wertung sind die Teams von Arjen Robben (links) und Daniel Brückner hingegegn gleichauf. Foto: Stefan Hörttrich

Von Elmar Neumann

Paderborn (WB). In der Tabelle, in der es um die bedeutendsten Punkte geht, musste der SC Paderborn Rang eins mit der 0:4-Niederlage in München an den FC Bayern abtreten. In einem anderen Ranking allerdings führt der Aufsteiger die 18 Erstligisten im Gleichschritt mit dem Rekordmeister an

Denn mit  jeweils erst vier Gelben Karten sind der SCP und der FCB in der Fair-Play-Wertung nach den bisherigen sechs Ligaspielen Erster. Die Paderborner und die Bayern werden somit  mit vier Zählern gelistet. Wie es anders geht, zeigen die Leverkusener, an diesem Samstag (15.30 Uhr) der nächste Gastgeber des Neulings. Das Team von Trainer Roger Schmidt hat bereits 14 Gelbe (14 Punkte), eine Rote (5) und eine Gelb-Rote Karte (3) kassiert und sich mit dieser beachtlichen Ausbeute Rang 18 verdient.

Hünemeier: »Das spricht schon für uns und unseren Ansatz«

Allzuviele Schlüsse möchte SCP-Kapitän Uwe Hünemeier aus dieser Zwischenbilanz nicht ziehen, als kleinen Beleg für die respektablen Fähigkeiten seiner Mannschaft lässt er die Zahlen aber gerne gelten: »Das spricht schon für uns und unseren Ansatz. Wir wollen viel Fußball spielen und trotzdem gut gegen den Ball arbeiten, und bislang machen wir das offensichtlich sehr, sehr gut.«

Zwar gab es auch schon Szenen, in denen ein taktisches Foul samt gelber Bestrafung erträglicher gewesen wäre, als den Gegner laufen zu lassen, wie jüngst beim Gladbacher Führungstor, doch auch Trainer André Breitenreiter sieht die Seinen grundsätzlich gut eingestellt: »Wir verhalten uns in den Zweikämpfen wohl sehr geschickt. Besonders wichtig ist aber, dass wir uns noch keine Karten für Disziplinlosigkeiten eingefangen haben, denn das können wir uns nicht erlauben.«

Es muss nicht gleich Europa sein

Gelb für kein Foul erhielt bislang nur Moritz Stoppelkamp, der seinen 82,3-Meter-Treffer gegen Hannover mit provozierenden Gesten vor den Gäste-Fans feierte. »Dafür musste er etwas in die Mannschaftskasse einzahlen. Aber es hat auch jeder verstanden, wieviel Genugtuung ihm das bereitet hat, und dann passiert das eben mal«, sagt sein Trainer.

Nähmen sich die Ligarivalen den SCP zum Vorbild und schaffte es der DFB so am Ende der Saison auf einen der ersten drei Plätze der Fair-Play-Rangliste der Uefa, könnte der Novize sogar mit einem Ticket für die Europa League belohnt werden. Aber bis dahin ist es ein weiter Weg. Erst zweimal war Deutschland eine solche Extra-Fahrkarte vergönnt. 2005 dem FSV Mainz und 2008 der Berliner Hertha. Doch dem SC Paderborn reichte es sicherlich, wenn er mit fairer und erfolgreicher Spielweise den Klassenerhalt perfekt machte. Es muss nicht gleich Europa sein.

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