>

Mo., 06.10.2014

SCP-Spieler sieht Rot Bakalorz hofft auf milde Strafe

Gegen Leverkusen sieht SCP-Mittelfelderspieler Marvin Bakalorz die Rote Karte.

Gegen Leverkusen sieht SCP-Mittelfelderspieler Marvin Bakalorz die Rote Karte. Foto: Stefan Hörttrich

Paderborn (WB/MR). Drei Gelbe und eine Rote Karte: Den Spitzenplatz in der Fair-Play-Wertung ist der SC Paderborn seit Samstag los. Was das Strafmaß für Rotsünder Marvin Bakalorz angeht, machten die TV-Bilder eines deutlich: Der Platzverweis für den Mittelfeldspieler in der 72. Minute war nicht unberechtigt.

Der 25-Jährige grätscht seinen Gegenspieler Wendell von hinten um und bekommt damit als erster Paderborner Rotsünder nach dem Aufstieg einen Eintrag in diese ganz spezielle Bundesliga-Rubrik.

Die Wahrnehmung der Paderborner war zunächst eine andere. »Da muss man nicht gleich Rot ziehen«, sagte Kapitän Uwe Hünemeier. Manager Michael Born hätte sich eine andere Farbe (»Gelb hätte es auch getan«) gewünscht und Torschütze Moritz Stoppelkamp meinte: »Marvin wollte den Ball spielen, kam aber leider einen Schritt zu spät. Mit etwas Fingerspitzengefühl hatte der Schiri auch Gelb ziehen können.«

Und der Sünder selbst? Bakalorz hielt sich direkt nach der Partie bedeckt, wollte zunächst noch einmal die bewegten Bilder sehen und meinte nur: »Ich hätte vielleicht etwas anders grätschen sollen.« Oder besser gar nicht. Der Tatort lag nämlich in der Hälfte der Leverkusener und deshalb war schon die Attacke völlig unnötig.

Bakalorz, der zum ersten Mal als Profi die Rote Karte sah, hofft als Ersttäter nun auf eine milde Strafe. Doch ob nun ein, zwei oder gar drei Spiele Sperre – auf jeden Fall ist Paderborns defensiver Mittelfeldspieler am kommenden Spieltag gesperrt. Zu Gast ist am 19. Oktober mit Eintracht Frankfurt sein Ex-Klub: »Das ist natürlich richtig schade. Gerade gegen die Eintracht wäre ich nur zu gerne dabei gewesen.«

Das klappt garantiert nicht, dass aber nur ein Paderborner vorzeitig gehen musste, beklagte Bakalorz hinterher zumindest indirekt: »Der Bender tritt Patrick Ziegler fast das Schienbein durch und sieht nur Gelb«, monierte er und bezog sich auf eine Szene direkt vor der Pause. Spielführer Hünemeier gefiel sogar die gesamte Gangart der Gastgeber nicht: »Es war ein sehr ruppiges Spiel, gerade von Leverkusener Seite. Die haben schön ausgeteilt.«

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/2791609?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198358%2F