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Fr., 24.10.2014

Die Paderborner sind froh, dass wieder der Ball rollt Nur Hoffenheim zählt

Die Diskussionen ruhen. Dafür wollen Süleyman Koc und der SC Paderborn am Samstag gegen Hoffenheim sportlich weiter für positive Schlagzeilen sorgen.

Die Diskussionen ruhen. Dafür wollen Süleyman Koc und der SC Paderborn am Samstag gegen Hoffenheim sportlich weiter für positive Schlagzeilen sorgen. Foto: Oliver Schwabe

Von Peter Klute

Paderborn (WB). Erst die Kritik des Trainers an den aktuellen Trainingsbedingungen, dann der Streit mit der Stadt um das neue Trainingszentrum. Aber zum Glück wird beim SC Paderborn auch noch Fußball gespielt. In Liga eins – und viel besser als erwartet. Am Samstag (15.30 Uhr) gastiert der SCP bei 1899 Hoffenheim.

Dritter gegen Siebter: schon wieder ein Topspiel mit Paderborner Beteiligung. Und allein das zählt, wie Pressesprecher Matthias Hack am Donnerstag zu Beginn der obligatorischen Pressekonferenz versicherte: »Wir wollen uns nur aufs Sportliche konzentrieren. Daher wird es zum Trainingszentrum vorerst keine offiziellen Äußerungen mehr geben.« Am Mittwoch hatte der SCP die Pläne vorgestellt, Bürgermeister Michael Dreier kritisierte anschließend, dass dieses Vorgehen weder mit der Stadt noch mit der Politik abgestimmt gewesen sei.

»Die Stimmung ist top«

Jetzt rollt also erstmal wieder der Ball und in Sinsheim bietet sich den Ostwestfalen die Möglichkeit, zum ersten Mal in dieser Saison zwei Siege am Stück einzufahren. Auch wenn die Mannschaft unter der Woche bisweilen im strömenden Regen trainieren musste, tat das der guten Laune keinen Abbruch. Grund dafür war der dritte Saisonsieg am Sonntag gegen Eintracht Frankfurt. »Die Stimmung ist top, das Selbstvertrauen noch einmal gestiegen und der Platz in einem richtig guten Zustand. Wir hatten eine super Trainingswoche«, ist Coach André Breitenreiter sehr zufrieden.

Es winken freie Tage

Normalerweise gibt es für gute Leistungen und Punkte zusätzliche freie Tage. In Paderborn war das diesmal anders, es gab keinen einzigen Tag ohne Arbeit. »Es ist eine kurze Woche, da mussten wir viel regenerieren«, begründete Breitenreiter. Richtig trainiert wurde nur am Mittwoch und Donnerstag. Zudem wurde bei der Ansetzung der Einheiten (jeweils nur eine pro Tag) darauf geachtet, dass häufig eineinhalb Tage dazwischen lagen. Nach Hoffenheim, so kündigte Breitenreiter an, darf sich die Mannschaft auf zwei ganze freie Tage freuen. Denn danach ist mehr Zeit bis zum Spiel am 2. November gegen Hertha BSC: »Egal wie es in Sinsheim läuft, das haben sich die Jungs verdient«, sagte Breitenreiter.

Selbstbewusster Underdog

Der findet das Projekt Hoffenheim gut und hat vor dem Gegner großen Respekt: »Die Mannschaft hat eine tolle Entwicklung genommen, ist defensiv stabiler geworden, ohne an Torgefahr einzubüßen.« Auch Manager Michael Born weiß natürlich um die Stärke des Gegners, sagt aber: »Es ist an der Zeit, dass Hoffenheim mal verliert. Irgendwann sind auch sie fällig.« Das soll keine Kampfansage sein, zeigt aber das neue Selbstbewusstsein des Underdogs. Eine Punktevorgabe bis Weihnachten gebe es nicht, aber Breitenreiter sagt: »Es werden Phasen kommen, in denen wir drei oder vier Spiele verlieren. Deshalb müssen wir jetzt alles mitnehmen, was geht. Und wenn es nur Erfahrungen sind.« Punkte wären ihm aber lieber.

So könnten sie spielen

1899 Hoffenheim: Baumann – Rudy, Süle, Strobl, Beck – Polanski, Schwegler – Volland, Firmino, Elyounoussi – Modeste

SC Paderborn: Kruse – Heinloth, Hünemeier, Strohdiek, Brückner – Ziegler – Koc, Rupp, Vrancic, Stoppelkamp – Kachunga (Kutschke)

Schiedsrichter: Robert Hartmann (Wangen)

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