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Mo., 27.10.2014

André Breitenreiter und Markus Gisdol zollen einander großen Respekt Trainer loben sich gegenseitig

In Anschluss an die Niederlage gegen Hoffenheim zollte SCP-Trainer André Breitenreiter dem Siegerteam Respekt.

In Anschluss an die Niederlage gegen Hoffenheim zollte SCP-Trainer André Breitenreiter dem Siegerteam Respekt. Foto: Oliver Schwabe

Sinsheim (WB/pk). Wenn es einen Sieger und einen Verlierer gibt und Letzterer sich auch noch ungerecht behandelt fühlt, kann es in einer Pressekonferenz schon mal gereizt zugehen. In Sinsheim aber verlief alles sehr harmonisch.

Dabei hatte Hoffenheims Trainer Markus Gisdol den Gegner im Vorfeld in die Welt der Fabel geschickt: »Paderborn hat sehr clever agiert und das Märchen vom krassesten Außenseiter der Liga-Geschichte erzählt. Wie sich herausgestellt hat, ist das wirklich ein Märchen.« Ein selbst initiiertes Märchen? Manager Michael Born, der Gisdol vor zwei Jahren fast zum SCP geholt hätte, konterte: »Markus soll mal zwei Wochen zu uns kommen und sich unsere Trainingsbedingungen ansehen. Dann weiß er, was los ist.«

Markus Gisdol. Foto: dpa

Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht, man mag sich und hat großen Respekt voreinander. »Wir werden eine Top-Leistung und die volle Unterstützung brauchen. Niemand soll glauben, dass das ein Selbstläufer wird«, hatte Gisdol ebenfalls vorher geäußert und sah sich nach dem Abpfiff vollauf bestätigt: »Die Paderborner haben eindrucksvoll gezeigt, warum wir vor ihnen gewarnt haben. Das ist eine richtig gute Mannschaft und wir mussten immer auf der Hut sein. Umgekehrt war es für uns schwierig, sie zu erwischen. Der Sieg geht in Ordnung, aber das war harte Arbeit. Wir sind sehr glücklich.«

Dann war sein Gegenüber dran, den Gegner zu loben, doch bevor André Breitenreiter die Frage, ob 1899 eine Spitzenmannschaft in der Bundesliga sei, beantworten konnte, grätschte Gisdol verbal dazwischen. »Herr Breitenreiter will nicht antworten«, erklärte der 45-Jährige grinsend. Sein vier Jahre jüngerer Kollege sagte dann genau das, was Gisdol nicht hören wollte. Auch wenn es ihm trotzdem gut getan haben dürfte: »Hoffenheim hat eine super Mannschaft mit tollen Einzelspielern, die sich brutal entwickelt hat. Die finanziellen Mittel sind das eine, aber wie der Trainer den Jungs seine Philosophie vermittelt, das andere. Wenn die Konstanz reinkommt, werden sie noch lange oben bleiben. Aber eigentlich haben sie die Konstanz schon, denn sie sind noch ungeschlagen.«

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