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Sa., 22.11.2014

Paderborn spielt 2:2 gegen Dortmund Joker Saglik trifft zum Ausgleich

Der Paderborner Süleyman Koc (Mitte) scheitert an BVB-Torwart Roman Weidenfeller. Neven Subotic (rechts) schaut zu.

Der Paderborner Süleyman Koc (Mitte) scheitert an BVB-Torwart Roman Weidenfeller. Neven Subotic (rechts) schaut zu. Foto: Stefan Hörttrich

Paderborn (dpa). Stillstand statt Fortschritt: bei Borussia Dortmund entpuppen sich alle Hoffnungen auf einen Aufwärtstrend als Wunschdenken. In der Bundesliga-Partie beim SC Paderborn verspielte der BVB einen Zwei-Tore-Vorsprung und musste sich mit einem 2:2 (0:2) begnügen.

Zwei Wochen nach dem ermutigenden 1:0 über Mönchengladbach blieb das Team erneut den Nachweis seiner Klasse schuldig.

Vor 15.000 Zuschauern in der ausverkauften Benteler-Arena rissen der Paderborner Torschützen Lukas Rupp (59. Minute) und Mahir Saglik (81.) die Gäste aus allen Träumen vom zweiten Sieg in Serie. Selbst die Führung durch Pierre-Emerick Aubameyang (12.) und Marco Reus (45.) konnte der Borussia nicht die Verunsicherung nehmen. Der deutsche Nationalspieler wurde zudem in der zweiten Halbzeit verletzt ausgewechselt.

Ähnlich wie im Spiel gegen Gladbach setzte BVB-Coach Jürgen Klopp auf personelle Kontinuität. Mit Ausnahme von Ilkay Gündogan, der den verletzten Sven Bender vertrat, blieb das Team unverändert. Dagegen überraschte SC-Coach André Breitenreiter mit einigen Umstellungen. So kam der Ende August verpflichtete Rafa zu seinem ersten Bundesliga-Einsatz.

Erwartungsgemäß übernahm der BVB von Beginn an die Regie. So klärte Paderborns Keeper Lukas Kruse in der dritten Minute in höchster Not gegen Reus. Dennoch wurden die Gäste schon früh für ihr größeres Engagement belohnt: Nach Flanke von Weltmeister Erik Durm war Aubameyang aus kurzer Distanz zur Stelle und sorgte mit seinem vierten Saisontreffer für die Führung.

 Der Rückstand hinterließ beim Aufsteiger jedoch nur bedingt Wirkung. Langsam aber sicher fand er besser in die Partie. Nach einem Fehler von Reus im Spielaufbau bot sich SC-Angreifer Süleyman Koc in der 19. Minute die große Chance zum Ausgleich. Nur dank einer Glanztat von BVB-Schlussmann Roman Weidenfeller wahrte die Borussia die Führung.

 Diese Aktion gab den bis dahin ängstlichen Paderbornern Auftrieb. Zunehmend legten sie den Respekt ab und waren bei einem Freistoß von Koc (41.) knapp neben das Tor dem Ausgleich nahe. Das 2:0 für den BVB fiel deshalb etwas überraschend. Nach Zuspiel des starken Aubameyang schloss Reus wenige Sekunden vor dem Pausenpfiff aus rund zehn Metern eiskalt ab.

Auch in der zweiten Halbzeit bereitete der Gastgeber der Borussia Probleme – und wurde für seinen Elan belohnt. Ein Schuss von Rupp von der Strafraumgrenze vorbei an Weidenfeller zum Anschlusstreffer brachte Paderborn zurück ins Spiel. Fortan entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Dem wachsenden Druck des forschen Aufsteigers war die BVB-Deckung nicht gewachsen. Saglik sorgte per Kopf für den verdienten Ausgleich.

SC Paderborn: Kruse - Rafa, Strohdiek, Hünemeier (35. Heinloth), Hartherz (81. Saglik) - Rupp - Ouali (46. Kachunga), Bakalorz, Vrancic, Stoppelkamp - Koc

Borussia Dortmund: Weidenfeller - Piszczek, Subotic, Ginter, Durm - Gündogan, Kehl - Mchitarjan (85. Ramos), Kagawa (58. Großkreutz), Reus (67. Jojic) - Aubameyang 

Schiedsrichter: Stark (Ergolding)

Zuschauer: 15.000 (ausverkauft)

Tore: 0:1 Aubameyang (12.), 0:2 Reus (45.+1), 1:2 Rupp (60.), 2:2 Saglik (81.)

Gelbe Karten: Bakalorz (2), Hartherz (1), Saglik (1) / Aubameyang (1)

Kommentare

Super Leistung

Eine klasse Energieleistung, wie man gegen eine Mannschaft, die die CL-Vorrunde so dominiert, die den 15fachen Marktwert hat, hohe Erfahrung, Nationalspieler und Weltmeister hat und die 2:0 geführt hat, den Rückstand aufgeholt hat.

Natürlich hat man in einer Situation von einer Fehlentscheidung profitiert, aber diese eine Fehlentscheidung hat uns einen Punkt gebracht. Wie viele Punkte haben wir schon wegen Schiri-Entscheidungen verloren (nicht gegebene Elfmeter kann man ja kaum noch zählen). Und jeder weiß, wie Gräfe unseren Aufstieg verhindern wollte!

Wenn man dann über Reus spricht, der sich unglücklicherweise verletzt hat, was alle - vorneweg Baka - bedauern, dann muss man aber auch sehen, dass wir früh auf Hüne verzichten mussten.

Verletzungen passieren eben. Aber auch wir haben mit einer Not-Abwehr gespielt, die so noch nie aufgelaufen ist. Die Ausfälle von Meha oder Wemmer muss man auch erst mal ausgleichen.

Insgesamt ein tolles Spiel. Und gute Besserung an Reus!

1 Kommentare

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