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Di., 25.11.2014

Nach dem Foul beim 2:2 gegen Dortmund: SCP-Spieler im WESTFALEN-BLATT-Interview Bakalorz: Reus hat Entschuldigung angenommen

Der Moment, der für hitzige Diskussionen sorgte: Marvin Bakalorz trifft Marco Reus.

Der Moment, der für hitzige Diskussionen sorgte: Marvin Bakalorz trifft Marco Reus. Foto: Stefan Hörttrich

Paderborn (WB/dpa). Fußball-Nationalspieler Marco Reus von Borussia Dortmund hat die Entschuldigung von Marvin Bakalorz angenommen. Das sagte der Profi des SC Paderborn dem WESTFALEN-BLATT in einem exklusiven Interview, das Redakteur Elmar Neumann führte.

Herr Bakalorz, haben Sie Marco Reus schon erreicht?
Marvin Bakalorz: Ja. Wir haben noch nicht miteinander gesprochen, aber wir haben uns geschrieben. Ich habe ihm mitgeteilt, wie leid mir das Ganze tut und dass es natürlich niemals meine Absicht war. Er hat richtig cool reagiert, sich erstmal gefreut, dass ich mich melde und geantwortet, dass er weiß, dass ich so etwas niemals mit Absicht machen würde. Wenn etwas mehr Zeit verstrichen ist und alle ihre Emotionen weiter runtergefahren haben, werden wir zwei darüber auch noch einmal in Ruhe sprechen.

Lesen Sie das ausführliche Interview am Dienstag im WESTFALEN-BLATT.

Der 25-jährige hatte den Dortmunder beim Bundesliga-Spiel am Samstag (2:2) verletzt. Der Angreifer hatte sich einen Außenbandriss im rechten Sprunggelenk zugezogen. Es war seine dritte schwere Verletzung binnen eines halbes Jahres.

Reus meldet sich bei Facebook

Reus hatte sich am Montag erstmals seit seiner neuen Verletzung zu Wort gemeldet. »Hey Leute, erstmal es geht mir trotz der Umstände ganz gut. Ich komme
wieder!!!«, schrieb er auf seiner Facebook-Seite. Reus bedankte sich für die »tollen und lieb gemeinten Genesungswünsche«. Knapp 54.000 Nutzern gefällt Reus' Posting (Stand Dienstagvormittag).

Bakalorz: »Im Kampf um den Ball«

Bakalorz findet, dass sein Foul »gerade in Zeitlupe natürlich heftig aussieht. In der Wiederholung sieht man aber auch, dass das im Kampf um den Ball passiert ist und dass ich auch wirklich nur den Ball spielen wollte«. Ihm Absicht zu unterstellen, sei »der absolute Wahnsinn. Das sollten die BVB-Verantwortlichen wissen«, sagte er weiter in unserem Interview.

Kommentare

Treter gehören nachträglich gesperrt

Man hätte aber in diesem Fall auch ohne Kamera gesehen, was das Ergebnis dieses brutalen Fouls war. Die Entschuldigung war der wahre Hohn - Herr B. hat seinen "Freund" ja noch förmöich angeschrieen., jedenfalls konnte man dies an dem Gesichtsausdruck erahnen.
Solch ein Spieler gehört gesperrt bis der "umgetretene Spieler" wieder gesund auf dem Platz steht.

Medienandschaft

Bei aller Anteilnahme für den Spieler Reus und den BVB - in den letzten Tagen hat ganz Deutschland hundert Mal in Zeitlupe diesen Zweikampf vorgeführt bekommen. Es geht eben um einen Nationalspieler.

Aber es bleibt dabei: es ist ein hart geführter Zweikampf um den Ball. Und wenn sich alle noch mal die Bilder in voller Geschwindigkeit ansehen, dann wird jeder das auch zugeben müssen.

Vor einigen Jahren als es noch nicht diese technische Hochrüstung im Stadion gab, hätte es diese Nahaufnahmen in Zeitlupe gar nicht gegeben. Und jeder weiß, dass der Fußball früher härter war und dass in anderen Länden sich niemand über solche Zweikämpfe aufregt. Da wird das meistens gar nicht gepfiffen!

Aber die meisten aufgeregten Stimmen kommen ohnehin nur von denen, die die gefühlte Niederlage nicht verkraften.

Der SCP ist und bleibt eine der am wenigsten auf Foul spielenden Mannschaften!

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