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Mo., 01.12.2014

Unglückliche Rückkehr von Patrick Ziegler in die Startelf »Abhaken und weiter«

Weg damit: Patrick Ziegler klärt vor Bremens Kapitän Sebastian Prödl und Torschütze Davie Selke (von links).

Weg damit: Patrick Ziegler klärt vor Bremens Kapitän Sebastian Prödl und Torschütze Davie Selke (von links). Foto: Oliver Schwabe

Von Peter Klute

 Bremen (WB). Seine Kopfballstärke und eine leichte Blessur am Fuß von Lukas Rupp haben Patrick Ziegler in Bremen (0:4) als einen von drei Neuen in die Paderborner Startelf zurückkehren lassen. Doch es war ein unglückliches Comeback von kurzer Dauer.

 In der zehnten Minute brachte ihn ausgerechnet der eigene Torwart in Bedrängnis. Lukas Kruses Abschlag konnte von Ziegler nicht kontrolliert werden, es kam zu einem Zweikampf mit Zlatko Junuzovic, den Schiedsrichter Knut Kircher mit einem Freistoß ahndete, der vom Gefoulten zum 1:0 versenkt wurde. Für SCP-Trainer André Breitenreiter war der Pfiff »fragwürdig«, Manager Michael Born wurde deutlicher: »Ich habe da kein Foul gesehen.« Auch für Ziegler war es »kein Freistoß. Ich sehe den Gegenspieler gar nicht, und er fällt nur ganz leicht«.

 In der Folge fehlte dem Abräumer häufig die Orientierung, wie er es selbst empfand: »Ich hatte oft drei Grün-Weiße um mich herum und wusste gar nicht, wo ich hinlaufen sollte.« Nach einer guten halben Stunde sah er nach einem Foul an Fin Bartels Gelb, vier Minuten vor der Pause brachte Ziegler Levent Aycicek zu Fall und stand kurz vor der Ampelkarte. »Da musste mich der Trainer rausnehmen«, zeigte er Verständnis. Ebenso dafür, dass er eine Woche zuvor durch Lukas Rupp ersetzt worden war. »Der Trainer muss jedem seine Chance geben und Ruppi hatte das verdient«, sagte Ziegler ohne Missgunst.

Breitenreiter hat kein glückliches Händchen

Breitenreiter wurde gegen den BVB belohnt, denn Rupp leitete mit dem 1:2 die Wende ein. In Bremen hatte er ein nicht so glückliches Händchen. Seine Maßnahme, mit Stefan Kutschke für Ziegler voll auf Offensive zu setzen, ging nach hinten los. Kutschke war der Schwächste in einer schwachen Mannschaft und leitete mit einer verunglückten Abwehraktion an den eigenen Pfosten das 2:0 durch Davie Selke ein. »Mit zwei Stürmern haben wir schon manches Spiel gedreht«, verteidigte Born die Einwechslung. Breitenreiter hatte in Anspielung auf die »erste ernsthafte Kritik« während des Dortmund-Spiels, als er bei der Besetzung der rechten Seite mit Rafa López und Idir Ouali daneben gelegen hatte, schon vorher gesagt: »Wir sollten klar bleiben. Es ist doch logisch, dass man nicht immer ein goldenes Händchen haben kann.«

Patrick Ziegler als Libero vor die Abwehr zu stellen, war allerdings schon im Aufstiegskampf eines der Erfolgsrezepte und setzte sich auch eine Liga höher fort. »Ich bin zufrieden«, so Ziegler. In den ersten elf Spielen vor Dortmund hatte der gebürtige Münchener keine einzige Minute gefehlt. Und er geht davon aus, dass Bremen nur ein Ausrutscher war. »Wir dürfen jetzt nicht alles schlechtmachen. Wir müssen das abhaken und weiter geht's. Gegen Freiburg haben wir ein Heimspiel, und da sind wir derzeit stärker als auswärts«, stellte er fest.

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