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Di., 27.01.2015

Der SC Paderborn soll sich mit Kaiserslauterns Kapitän Lakic einig sein Ein Transfer mit Köpfchen

Srdjan Lakic, bisher Kapitän des 1. FC Kaiserslauern, könnte schon bald im SCP-Trikot Tore bejubeln.

Srdjan Lakic, bisher Kapitän des 1. FC Kaiserslauern, könnte schon bald im SCP-Trikot Tore bejubeln. Foto: dpa

Paderborn (WB). Heuert der Kapitän des 1. FC Kaiserslautern beim SC Paderborn an? Die Anzeichen, dass sich der Bundesliga-Aufsteiger bis zum Ablauf der Wechselfrist noch mit FCK-Angreifer Srdjan Lakic verstärkt, verdichten sich.

Das Anforderungsprofil, das die Offensivkraft erfüllen muss, die beim SCP das verletzungsbedingte Fehlen von Marvin Ducksch (Mittelfußbruch) kompensieren soll, beschreibt Manager Michael Born wie folgt: »Weil wir in der Hinrunde aus unseren Flanken zu wenig gemacht haben, suchen wir einen Stürmer, der uns gerade in Sachen Kopfballstärke nach vorne bringt.« Die Paderborner planen einen Transfer mit Köpfchen und da führt an dem sprungstarken Kroaten kaum ein Weg vorbei.

Sechsmal war der 31-Jährige in der laufenden Zweitliga-Saison für Kaiserslautern erfolgreich, auch zweimal vom Elfmeterpunkt, aber vor allem schon viermal per Kopf. Das passt gut. Der »Kicker« will bereits wissen, dass sich der SCP mit Lakic auf einen Vertrag bis 2016 plus Option auf ein weiteres Jahr geeinigt habe und der potenzielle Neuzugang in etwa so viel verdienen solle wie derzeit in der Pfalz. Dort gehöre er zu den Spitzenverdienern. Das ungelöste Problem: Die beiden Vereine lägen in ihren Vorstellungen von einer angemessenen Ablösesumme in erheblichem Maße auseinander.

Marktwert: 800.000 Euro

Der Marktwert des Mittelstürmers lag im Sommer 2011 – nach 16 Saisontoren für den damaligen Erstligisten 1. FC Kaiserslautern und vor dem ablösefreien Wechsel zum VfL Wolfsburg – bei sechs Millionen Euro, aktuell wird er noch mit 800.000 Euro taxiert. Gegen eine allzu fantasievolle Forderung von Seiten des abgebenden Vereins spricht die Tatsache, dass der Vertrag im Sommer ohnehin ausläuft.

Ein Name, viele Zahlen und vermeintliche Fakten, aber noch immer kein Kommentar von Seiten des SCP. Born, der sich am Samstag noch einmal mit Coach André Breitenreiter und Präsident Wilfried Finke abgestimmt hat, bestätigt nur: »Es stimmt, dass Lakic ein kopfballstarker Spieler ist. Zu allem anderen, was geschrieben wird, sage ich nichts.«

Verjüngung des Kaders

Während sich der FCK mit der anvisierten Verpflichtung von Eintracht Frankfurts Vlaclav Kadlec (22) und dem gleichzeitigen Abschied von Srdjan Lakic verjüngen will, wären die Paderborner mit einem solchen Deal um einen Routinier reicher, der immerhin 90 Erstliga-Einsätze und 20 Tore in seiner Vita zu bieten hat.

Und Tore kann der Neuling gebrauchen. Beleg dafür ist weniger die verschneite Generalprobe gegen Zweitliga-Abstiegskandidat FC St. Pauli (0:2) als vielmehr der Blick auf die letzten sieben Liga-Spiele vor der Winterpause. Von denen gewann der SCP keines und nach 16 Treffern in den ersten zehn Begegnungen folgten da nur noch fünf weitere. Darunter auch noch ein Eigentor und ein Elfer.

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