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Mo., 09.02.2015

Paderborns Punktgewinn in Köln soll ein besonderer werden Ein erster Schritt

Da ist sie hin, die große Chance: Elias Kachunga scheiterte nach der besten SCP-Aktion am Kölner Torwart Timo Horn.

Da ist sie hin, die große Chance: Elias Kachunga scheiterte nach der besten SCP-Aktion am Kölner Torwart Timo Horn. Foto: Stefan Hörttrich

Von Elmar Neumann

Köln (WB). Kein Tor hier, kein Tor da. Ein Punkt hier, ein Punkt da. Statistisch bewertet, hat das Duell des 1. FC Köln mit dem SC Paderborn keinen Sieger hervorgebracht. Einen Verein, der sich wie ein Sieger fühlte, gab es aber trotzdem. Das war der SCP. Für den soll dieser Punkt ein ganz besonderer sein: der Wendepunkt

0:5 gegen den FSV Mainz, 0:3 gegen den Hamburger SV: Wer so in eine Rückrunde startet, für den ist ein 0:0 nicht einfach ein 0:0. Erst recht nicht, wenn es sich dabei um den aufgestiegenen Außenseiter aus Paderborn handelt. Ob Trainer André Breitenreiter, Kapitän Uwe Hünemeier, Torwart Lukas Kruse oder Manager Michael Born – sie alle sprachen von einem ersten Schritt, den der SCP beim FC gemacht habe und hoffen auf mehr. Mindestens auf ein gutes Omen, aber am liebsten auf noch Bedeutenderes. »In der vergangenen Saison hat für uns hier in Köln mit einem Sieg eine überragende Rückrunde begonnen. Vielleicht ist das jetzt erneut der Standort, an den wir uns im Sommer erinnern und von dem wir sagen: Da ging es wieder los. Da ist uns die Wende gelungen«, sagte Breitenreiter.

»Zwei Hundertprozentige« für den Gastgeber

Im Februar 2014 feierte der spätere Aufsteiger an selber Stätte das eine entscheidende Freistoßtor von Alban Meha, im Februar 2015 bot sich lediglich Elias Kachunga eine echte Chance (53.), die Torwart Timo Horn jedoch mit einer glanzvollen Tat vereitelte. Nach den acht Rückschlägen in den ersten beiden Partien dieses Jahres lag der Fokus aber ohnehin weniger auf ausufernden Offensivbemühungen als vielmehr auf der defensiven Darbietung und die durfte – bis auf wenige Ausnahmen – als gelungen bezeichnet werden. Zweimal brachte sich der Gast nach Standardsituationen vor des Gegners Tor selbst in Bedrängnis. Einmal blieb Kruse im Eins-gegen-eins mit Bard Finne cool (44.). Beim zweiten Mal hatte der starke SCP-Keeper das Glück, dass Kevin Vogts Lupfer (68.) nur am Außennetz landete. »Das waren zwei Hundertprozentige. Da sind wir jeweils im defensiven Umschalten erwischt worden und hätten durchaus in Rückstand geraten können«, gab der Trainer zu. Da sich Kruse aber auch noch bei einem finalen Versuch des Japaners Kazuki Nagasawa (89.) bestens auf Ballhöhe zeigte, blieb dem SCP die Null, die er unbedingt statistisch vermerkt wissen wollte. »Nach den beiden Negativerlebnissen war es extrem wichtig, kompakt zu stehen. Das hat super funktioniert und darauf können wir aufbauen«, sagte Hünemeier.

»Für uns ist jeder einzelne Punkt wichtig«

Die Null hinten sorgt für Zuversicht, die Null vorne nehmen die Paderborner (noch) gelassen zur Kenntnis. Unabhängig davon, dass sie mittlerweile seit 419 Minuten und dem Eigentor des Schalkers Kaan Ayhan auf einen Treffer warten, der ihnen gutgeschrieben wird. Eine weitere Konsequenz aus dieser Flaute – der ehemalige Sensations-Spitzenreiter ist jetzt seit zehn Spielen sieglos – ringt Torwart Kruse sogar nur ein müdes Lächeln ab: »Das interessiert mich überhaupt nicht. Worüber sprechen wir denn hier? Wenn wir fünf Punkte hätten, dann wäre das normal. Wenn wir jetzt noch zwei weitere Spiele nicht gewinnen, dann ist das eben so. Für uns ist jeder einzelne Punkt wichtig.« Und davon hat der SC Paderborn nach der Nullnummer in Köln, nach dem 20. Spieltag, wieder einen mehr. Es war der 20. – der Wendepunkt?

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