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Mo., 23.02.2015

SC Paderborn will seine Verbindlichkeiten bis zum 30. Juni komplett abbauen 3,7 Millionen Euro Schulden getilgt

Vier Garanten des SCP-Aufstiegs (von links): Präsident Wilfried Finke, Manager Michael Born, Trainer André Breitenreiter und der Aufsichtsratsvorsitzende Elmar Volkmann.

Vier Garanten des SCP-Aufstiegs (von links): Präsident Wilfried Finke, Manager Michael Born, Trainer André Breitenreiter und der Aufsichtsratsvorsitzende Elmar Volkmann. Foto: Jörn Hannemann

Paderborn (WB). Drei Ziele hat sich der SC Paderborn für 2015 gesteckt, einem ist der Verein ganz nah: Mit Ablauf des Geschäftsjahres am 30. Juni ist der Erstligist mit hoher Wahrscheinlichkeit schuldenfrei. Damit hätte der SCP innerhalb von vier Jahren knapp 6,7 Millionen Euro Verbindlichkeiten abgebaut.

Diese Zahlen präsentierte der Aufsichtsratsvorsitzende Elmar Volkmann am Sonntagmittag den 500 Vereinstreuen im Rahmen der Mitgliederversammlung in der Maspernhalle. Entscheidend war dabei der Aufstieg der Profis in die Bundesliga. Allein im Zeitraum vom 1. Juli bis 31. Dezember 2014 erzielte der SCP einen Gewinn von knapp 2,6 Millionen Euro. Seit dem 30. Juni tilgten die Ostwestfalen knapp 3,7 Millionen Euro. »So eine Entwicklung hat es in der Geschichte des Vereins noch nicht gegeben«, sagte Volkmann stolz. So lag der Stand der Darlehensverbindlichkeiten zum 31. Dezember 2014 nur noch bei 693.800 Euro. Schulden, die der SCP nur noch bei der dem Verein sehr nahestehenden Stadiongesellschaft hat.

Selbst die Aufstiegssaison 2013/2014 schloss der Liga-Neuling mit einem Plus in Höhe von 108.000 Euro ab. Und das, obwohl die Personalkosten um 2,5 Millionen Euro höher waren als in der Spielzeit zuvor. Das lag weniger an den höheren Gehältern, als mehr an den Bonuszahlungen. Denn die Spieler kassierten bei 62 Zählern am Saisonende nicht nur satte Punktprämien, sondern auch eine ordentliche Sonderzahlung zum Aufstieg. So paradox das klingt: Einen schuldenfreien SC Paderborn wird es deshalb am 30. Juni 2015 auch nur geben, wenn der Verein absteigt. Denn sollte der SCP den Ligaerhalt schaffen, würden erneut hohe Prämien fällig. »Das würden wir aber gerne zahlen«, sagte der Geschäftsführende Vizepräsident Martin Hornberger. Auch im Wissen, dass mit Beginn der neuen Saison mindestens weitere 20 Millionen Euro TV-Geld fällig wären. Damit wäre ein entscheidender Anteil am neuen Trainingszentrum (Kosten für den SCP: etwa vier Millionen Euro) bezahlt.

Nutzung des SCP-Gebäudes

Die neue Trainingsstätte ist das zweite Ziel und soll noch 2015 fertig werden – sofern es zu einer Einigung zwischen Klub und Stadt kommt. Präsident Wilfried Finke kündigte an, einen fast fertigen Vertrag mit der Stadt nicht unterschreiben zu wollen. »Ich verspüre hier zu wenig Anerkennung für die Leistung des SCP«, sagte der 63-Jährige. Der Hintergrund: Der Verein soll nicht nur das Funktionsgebäude bauen und auch Dritten zur Verfügung stellen, sondern auch die beiden Profiplätze von der Stadt mieten und dadurch abbezahlen. Bürgermeister Michael Dreier stellte klar, dass die Stadt Profisport gar nicht unterstützen darf, bleibt aber gesprächsbereit: »Ich will eine Lösung im Sinne des Fußballs.« Er kann sich vorstellen, dass die Stadt für die Nutzung des SCP-Gebäudes einen Ausgleich zahlt.

Der Verein will dagegen seinen Profi-Etat aufstocken, um nach dem Klassenerhalt (Ziel Nummer drei) den Abstand zur Konkurrenz zu verkleinern. Wie nötig das wäre, zeigt dieser Liga-Vergleich: Die 18 Bundesligisten geben im Schnitt 50 Millionen Euro für ihre Lizenzspieler aus. Der Etat beim SCP beläuft sich auf 15 Millionen Euro. »Unsere Entwicklung ist einmalig im Profifußball. Wir sind nicht mit den finanziellen Mitteln gewachsen, sondern genau anders herum«, machte Manager Michael Born deutlich.

Kommentare

Komisch, dass sich hier die Bitterfelder darüber aufregen, dass hier erfolgreich nicht die Fehler von ihnen nachgemacht werden sollen... Kümmer dich um deinen Pleite-Verein in deiner Pleite-Stadt! Vielleicht geht's dann bei euch aufwärts und ihr bracht nicht mehr neidisch nach Süden blicken und euch mehr mit uns als mit euch beschäftigen...

Das die Stadt PB dadurch Gewinn macht ist ja wohl völliger Quatsch. Die sind bereit 4 Mio Euro für ein Trainingszentrum bezahlen, dass sie selbst nicht benötigen. Wem gehören denn die bisherigen Plätze in der Paderkampfbahn? Das sind doch wohl auch städtische Einrichtungen, oder? Wird dafür bisher Miete vom Proficlub SCP genommen, oder darf der Verein die Plätze kostenlos nutzen? Wenn mir etwas selber gar nicht gehört und ich dort nur "geduldet" bin, dann gebe ich nichts auf. Dann habe ich einfach nur Glück, wenn mit Steuergeldern die Situation verbessert wird. Daher sollte der gute Herr Finke auch mal von dem hohen Ross heruntersteigen. Nicht jeder Paderborner ist auch Mitglied in seinem Verein.

Herr Finke, Sie haben Recht!!!

Der SCP soll auf die exklusive Nutzung der Paderkampbahn mit Kabinen und Duschen verzichten, und bekommt dafür zwei Trainingsplätze für zwei Million. => Nullsummenspiel!!!
Dafür soll der SCP die beiden Plätze noch anderen Vereinen zur Verfügung stellen!!!

Der SCP bekommt zwei weitere Plätze für zwei Million, die er selber über Pacht bezahlt! Die Stadt macht damit also Gewinn!!!!!!!

Und den Rest zahlt der SCP selber.

Wer also glaubt, die Stadt gäbe 4 Million, der hat nicht aufgepasst! Wie gesagt: die Stadt tauscht PKB gegen zwei Plätze und kassiert für zwei weitere Plätze quasi mit Verzinsung!

Wo ist da der Beitrag der Stadt?!

3 Kommentare

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