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Sa., 28.02.2015

Bürgermeister Dreier und SCP-Präsident Finke sitzen wieder am Verhandlungstisch Sie reden miteinander

Trainingszentrum im Blickpunkt: Bürgermeister Dreier und SCP-Präsident Finke sitzen wieder am Verhandlungstisch.

Trainingszentrum im Blickpunkt: Bürgermeister Dreier und SCP-Präsident Finke sitzen wieder am Verhandlungstisch. Foto: Jörn Hannemann

Von Matthias Reichstein

Paderborn (WB). Im Disput um die Finanzierung des neuen Trainings- und Nachwuchsleistungszentrums reden Bürgermeister Michael Dreier und Wilfried Finke, Präsident des SC Paderborn, wieder miteinander. Am Freitag trafen sich die beiden streitlustigen Seiten in der Stadtverwaltung.

»Es war ein Gespräch in einer sehr freundlichen Atmosphäre. Damit haben wir zur gewohnten Sachlichkeit zurückgefunden«, sagte der Boss des Bundesligisten. Wobei in der Sache weiter hart verhandelt wurde. Details nannte Finke gestern nicht, sagte aber: »Wir haben alle unklaren Punkte einer kritischen Betrachtung unterzogen und damit alles besprochen, was bislang unklar war.« An dem kurzfristig verabredeten Treffen nahmen seitens der Stadt neben Dreier noch Kämmerer Bernhard Hartmann, Sportdezernent Wolfgang Walter und Projektleiter Dirk Happe teil. Der SCP, angeführt von Finke, wurde noch durch die Vizepräsidenten Josef Ellebracht und Martin Hornberger sowie den Aufsichtsratsvorsitzenden Elmar Volkmann vertreten.

Ein Weg, mit dem Stadt und Verein leben können

Grundlage des Gesprächs war ein Papier, das der Verein intern erstellt hatte. »Wir haben hier neue Vorschläge gemacht, die jetzt einen parteipolitischen Meinungsbildungsprozess durchlaufen müssen«, sagte Finke. Inhalte wollte er nicht verraten. »Wir haben nach einem Weg gesucht, mit dem Stadt und Verein leben können«, antwortete Finke auf Nachfragen.

Worum es in der Hauptsache aber geht, ist ohnehin klar: die Finanzierung. Beide Seiten sind sich nicht einig, wer welche Kosten bei dem 8-Millionen-Euro-Projekt im Almepark Nord übernehmen muss. Nach Vereinsangaben soll der SCP die beiden Profiplätze von der Stadt für 50 Jahre pachten und damit zu 100 Prozent refinanzieren. Außerdem soll der Erstligist nicht nur das Funktionsgebäude bauen, sondern auch noch Dritten zugänglich machen. Die Mehrkosten (zusätzliche Parkplätze und sanitäre Einrichtungen) beziffert Finke auf 800 000 Euro.

Gutachterausschuss eingesetzt

Konkrete Zahlen ermittelt zurzeit noch ein unabhängiger Gutachterausschuss. Der trat am Mittwoch zum ersten Mal zusammen und soll nun berechnen, wieviel Pacht der SCP für die beiden Profiplätze und für das Grundstück des Funktionsgebäudes an die Stadt zahlen muss. Das Ergebnis kennt Finke noch nicht, der 63-Jährige machte aber am Freitag deutlich: »Diese Zahlen sind die Voraussetzungen für einen Vertrag. Wir werden dem Vorschlag aber Folge leisten, weil es dazu keine Alternativen gibt und wir diesem absolut neutral arbeitenden Organ voll vertrauen.«

Wenn alles passt, könnte der vorgegebene Zeitplan doch noch eingehalten werden. Der sieht so aus: Am 17. März ist das Trainingszentrum Thema der öffentlichen Sitzung im Hauptausschuss, am 26. März soll der Rat mit einem entsprechenden Beschluss den Startschuss geben. Die Stadt veröffentlichte am Freitag eine mit dem SCP abgestimmte Erklärung. Darin heißt es: »Beide Seiten räumten Differenzen aus und verständigten sich darauf, den bisher eingeschlagenen Weg fortzusetzen.«

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