>

Mo., 02.03.2015

Paderborns Kapitän fordert kämpferischen SCP Hünemeier: »Wir sind noch nicht tot«

Uwe Hünemeier, hier im Duell mit Bayerns Thomas Müller, fordert von seinen Teamkollegen mehr Kampfgeist.

Uwe Hünemeier, hier im Duell mit Bayerns Thomas Müller, fordert von seinen Teamkollegen mehr Kampfgeist. Foto: dpa

Mönchengladbach (WB/MR). Genervt, sauer, aber auch kämpferisch: Die Paderborner verließen gestern sehr nachdenklich den Borussia-Park. Kapitän Uwe Hünemeier sendete diese Botschaft: »Wir sind noch lange nicht tot.«

»Mich nervt dieses 0:2 heute«, sagte Paderborns Schlussmann Lukas Kruse und lieferte seine Begründung gleicht mit: »Die Gladbacher haben vor dem Spiel ordentlich durchgewechselt und hatten auch noch das Europacupspiel von Donnerstag in den Knochen. Hier war definitiv was für uns drin.«

Borussias Trainer Lucien Favre hatte nach dem 2:3 gegen Sevilla mit Patrick Herrmann, Max Kruse, Christoph Kramer und Thorgan Hazard zunächst vier seiner Besten geschont, doch nur in der ersten Viertelstunde nutzte der SCP die Situation, um gut mitzuspielen. »Das sah ja fußballerisch alles ganz schön aus, aber wir haben es heute verpasst, auch kämpferisch richtig dagegen zu halten. Wir müssen besser in die Zweikämpfe gehen und unser Tor sauber halten. Dann nehmen wir schon mal einen Punkt mit. Wenn vorne auch noch einer reinrutscht, könnten es auch drei werden«, lautete Patrick Zieglers Fazit. Der fälschte den Ball beim 0:1 (18.) noch selbst ab, wollte die unglückliche Entstehung der beiden Gegentore aber nicht gelten lassen: »Die haben wir uns sicher blöd eingefangen, aber da müssen wir auch vorher schon viel entschlossener hingehen.«

Auch SCP-Kapitän Uwe Hünemeier machte die beiden unglücklichen Gegentore nicht zum Thema: »Wir müssen wieder anfangen, das Glück für uns zu erzwingen. Das heißt 90 Minuten hart arbeiten und alles investieren. Wenn wir da nachlassen, werden wir bestraft. Das hat auch dieses Spiel gezeigt.«

Jetzt steht der SCP auf Platz 16 und damit erstmals nicht auf einem Rang, der zum Ligaverbleib reicht. »Mir ist das scheißegal, wir spielen doch schon das ganze Jahr gegen den Abstieg«, meinte Ziegler. Kruse wollte die neue Tabellensituation gar nicht kommentieren (»Ich schaue da gar nicht drauf«) und meinte nur: »Am Ende wird abgerechnet, nicht nach 23 Spieltagen.«

Uwe Hünemeier wehrte sich auch dagegen, den Relegations-Rang direkt nach den 90 Minuten zu bewerten: »Fakt ist, dass die Spiele weniger werden. Aber wir lassen uns jetzt nichts einreden. Sondern wir werden mit allem, was wir haben, weiterkämpfen.« Die nächste Gelegenheit heißt Bayer Leverkusen. Dort holte der SCP in Hinrunde einen Punkt. Aber da lief auch noch vieles anders und besser.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3109037?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198358%2F