0:0 gegen Hoffenheim
Paderborn verpasst Befreiungsschlag

Paderborn (dpa). Der SC Paderborn hat im Kampf um den Klassenverbleib den erhofften Befreiungsschlag verpasst. Nach zuvor nur einem Sieg aus den vergangenen 15 Spielen musste sich der Aufsteiger in die Fußball-Bundesliga gegen die TSG 1899 Hoffenheim mit einem 0:0 begnügen.

Samstag, 21.03.2015, 17:25 Uhr aktualisiert: 22.03.2015, 13:27 Uhr
0:0 gegen Hoffenheim : Paderborn verpasst Befreiungsschlag
Paderborns Rafa Lopez (links), Hoffenheims Sven Schipplock und Paderborns Patrick Ziegler kämpfen um den Ball. Foto: Oliver Krato/dpa

Damit rangiert das Team von Trainer André Breitenreiter erstmals auf einem direkten Abstiegsplatz. 14.401 Zuschauer in der Bentelar-Arena bekamen eine über weite Strecken schwache Partie mit nur wenig Torraumszenen zu sehen. So blieben auch bei den Gästen, die nach der Gelb-Roten Karte für Ermin Bicakcic (65. Minute) in Unterzahl spielen mussten, blieben viele Wünsche offen.

Mannschaft neu zusammengestellt

Auf die Talfahrt der vergangenen Wochen hatte der Paderborner Trainer André Breitenreiter mit einer umfassenden Rotation reagiert. Im Vergleich zur enttäuschenden Vorstellung in Frankfurt (0:4) standen gleich sechs neue Profis in der Startelf. Dagegen setzte sein Gegenüber Markus Gisdol bis auf eine Ausnahme auf die Mannschaft, die den HSV mit 3:0 besiegt hatte. Für den gesperrten Pirmin Schwegler lief Tarik Elyounoussi auf.

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SCP-Trainer Andre Breitenreiter. Foto: Stefan Hörttrich

Die Maßnahme von Breitenreiter verhalf seiner Mannschaft immerhin zu mehr Kampfkraft und Stabilität, nicht aber zu mehr Durchschlagskraft in der zuletzt harmlosen Offensive. Nur bei einem Schuss und einem Kopfball von Srjdan Lakic (27./32.) war Torgefahr erkennbar.

Wenig unterhaltsame Partie

Weil es auch den Gästen im Spiel nach vorn an Ideen mangelte, hielt sich der Unterhaltungswert der Partie in Grenzen. So musste SC-Schlussmann Lukas Kruse nur bei einem harmlosen Distanzschuss von Hoffenheims Regisseur Roberto Firmino (26.) eingreifen. Für eine Mannschaft mit Europacup-Ambitionen blieben die Gäste bis zur Pause bedenklich harmlos.

Erst nach Wiederanpfiff gab es für die Zuschauer mehr zu sehen. So war Paderborn der Führung nahe, als Daniel Brückner nach einem sehenswerten Solo in der 53. Minute auf Lukas Rupp passte, dessen Schuss aus kurzer Distanz aber abgeblockt wurde. Der Platzverweis für Bicakcic nach wiederholtem Foulspiel gab den Ostwestfalen weiteren Auftrieb. Der Druck auf das Tor nahm deutlich zu, blieb aber folgenlos. In dieser Phase erwies sich Hoffenheims Keeper Oliver Baumann als großer Rückhalt. So vereitelte er bei einem Schuss von Lakic (80.) den Rückstand für seine Mannschaft.

Statistik

SC Paderborn: Kruse - Heinloth, Rafa, Hünemeier, Brückner - Ziegler - Wemmer (70. Koc), Rupp (77. Saglik - 90.+2 Kachunga), Vrancic, Meha - Lakic

1899 Hoffenheim: Baumann - Beck, Strobl, Bicakcic, Kim - Polanski, Rudy - Volland, Roberto Firmino (90. Modeste), Elyounoussi (67. Abraham) - Schipplock (59. Szalai)

Schiedsrichter: Schmidt (Stuttgart)

Zuschauer: 14.401

Gelbe Karten: - / Modeste (2), Rudy (6)

Gelb-Rote Karten: - / Bicakcic (65./wiederholtes Foulspiel)

Kommentare

chefplaner  schrieb: 22.03.2015 08:04
Wieder einmal eine gute Leistung. Und man sieht erneut, was auch Braunschweig und Fürth passierte, und warum man im Sommer besonders auf die Verstärkung der Offensive gesetzt hat: Torgefahr ist das Problem in Liga Eins. Mit unseren Mittel haben wir sicher die denkbar beste Offensive aufgeboten, aber die trifft momentan leider nicht.

Das kann sich aber auch wieder ändern. Und das wird sich auch ändern.

Jedenfalls hilft jetzt nur Zusammenhalt zwischen Mannschaft und Anhängern. Selbst in Dortmund, wo man vor der Saison von Meisterschaf sprach, standen die Zuschauer auch als Tabellenletzter hinter der Truppe! Das müssen wir auch weiter wie bisher tun.

Nach wie vor ist jedes Spiel in der ersten Liga ein Geschenk. Und wir sind nach wie vor in der Lage, weitere 34 Spiele hinzuzufügen. Hertha, Freiburg und Stuttgart werden die entscheidenden Spiele. Genau wie die Heimspiele gegen Augsburg und Bremen. Und die werden wir mit der Listung von gestern schlagen!
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