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Sa., 02.05.2015

Paderborns Trainer Breitenreiter warnt vor Freiburg: »Wir müssen höllisch aufpassen« Von großer Bedeutung

Glückliches Ende: Im Hinspiel erzielte Elias Kachunga erst kurz vor Schluss den Ausgleich für den SC Paderborn.

Glückliches Ende: Im Hinspiel erzielte Elias Kachunga erst kurz vor Schluss den Ausgleich für den SC Paderborn. Foto: Oliver Schwabe

Von Matthias Reichstein

Paderborn (WB). Entscheiden die Elfmeter den Abstiegskampf in der Bundesliga? »Freiburg hat schon neun Elfer bekommen, wir erst einen«, hat  Paderborns Trainer André Breitenreiter ausgerechnet. Im direkten Kampf um den Klassenerhalt treffen die beiden Teams am Samstag (15.30 Uhr) im Schwarzwaldstadion aufeinander.

Das Duell zwischen dem 14. und 17. ist vier Spieltage vor Schluss von ganz besonderer Bedeutung. Das weiß auch Breitenreiter und deshalb war es ihm wohl wichtig, auf diesen besonderen Umstand explizit hinzuweisen. »Die Freiburger machen das im Strafraum des Gegners sehr geschickt. Sie suchen die Situation und deshalb müssen wir da höllisch aufpassen«, warnte der Fußball-Lehrer seine Spieler. Ein wichtige Rolle haben hier für ihn auch die Freiburger Fans: »Sie verwandeln das Stadion in einen Hexenkessel und versuchen, in brenzligen Situationen den Schiri zu beeinflussen.«

Aussagen, die im Breisgau für zusätzliches Feuer sorgen dürften. Ein Lunte hatte Präsident Wilfried Finke bereits nach dem Hinrundenspiel gelegt. »Freiburg wird immer als technisch versierte Mannschaft mit einem herausragenden Aufbauspiel beschrieben. Diese Eigenschaften haben sie heute alle zuhause gelassen. Das war der schwächste Gegner, den wir bisher im Stadion hatten«, wetterte der SCP-Boss nach dem 1:1 auf eigenem Platz. Mit entsprechenden Reaktionen aus dem Lager des Gegners rechnet Breitenreiter nicht: »Wilfried Finke wird nicht auflaufen, deshalb wird es kein Pfeifkonzert geben.«

Niemand glaubt so recht an den direkten Klassenerhalt

Darüber hinaus war Paderborns Coach bemüht, die Gastgeber besser zu reden, als sie sind. »Das ist eine superstarke Mannschaft mit einem hervorragenden Trainer«, urteilte er. Zum Vergleich: Christian Streich hat bislang nur zwei Punkte mehr geholt. Beeindruckend ist allerdings die Rückrunde der Breisgauer. 15 Punkte aus 13 Spielen (Paderborn sammelte 9) machen sie zur Nummer 10. Das liegt vor allem an der Effizienz. Paderborns Torjäger Elias Kachunga brauchte für sechs Ligatore bislang 1933 Minuten, Freiburgs Wintereinkauf Nils Petersen schoss sechs Treffer in 393 Minuten.

Doch große Alternativen hat Breitenreiter auf fast keiner Position mehr. Nach Freiburg fahren die letzten 16 gesunden und nicht gesperrten Feldspieler sowie zwei Torhüter mit – mehr geht sowieso nicht. Darunter ist mit Jens Wemmer auch einer, der nach seinem doppelten Rippenbruch  erste zarte Versuche machte, sich dem Teamtraining anzunähern. »Das war sehr ordentlich«, urteilte Breitenreiter. Für den gesperrten Michael Heinloth dürfte aber dennoch Marc Vucinovic rechts verteidigen: »Marc ist seit Wochen in hervorragender Form und hat auch nach seiner Einwechslung in Dortmund gut gespielt«, lobte der Coach den 26-Jährigen, den er vor zwei Jahren aus Havelse mitgebracht hatte. Noch offen ist die Frage, wer den ebenfalls gesperrten Mario Vrancic ersetzen wird. »Es kommt auf unsere Ausrichtung an«, wich Breitenreiter aus. Zur Wahl stehen hier Lukas Rupp und Patrick Ziegler.

An den direkten Klassenerhalt scheint beim SCP zumindest in der Geschäftsführung niemand mehr so recht zu glauben. Am Donnerstag wurden die Planungen für eine mögliche Relegation veröffentlicht. Von Montag an können Dauerkarten-Besitzer den Barcode ihrer Plastik-Saisonkarte für das eventuelle Relegations-Heimspiel am 28. Mai freischalten lassen.

So könnten sie spielen
Paderborn: Bürki – Riether, Krmas, Mitrovic, Günter – Schuster, Sorg – Schmid, Klaus – Petersen, Mehmedi

Freiburg: Kruse – Vucinoviv, Rafa Lopez, Hünemeier, Brückner – Koc, Rupp (Ziegler), Bakalorz, Stoppelkamp – Kachunga, Lakic

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