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Do., 07.05.2015

Paderborns Trainer Breitenreiter sieht im Abstiegskampf die Chancengleichheit gefährdet Die besondere Rolle der Bayern

André Breitenreiter findet, dass die Bayern »in so einer entscheidenden Phase  dafür sorgen sollten, dass die Chancen gleich bleiben«.

André Breitenreiter findet, dass die Bayern »in so einer entscheidenden Phase dafür sorgen sollten, dass die Chancen gleich bleiben«. Foto: Oliver Schwabe

Von Matthias Reichstein

Paderborn(WB). »Sensationell.« Das Urteil von Paderborns Trainer André Breitenreiter über den bisherigen Saisonverlauf ist deutlich. Eine wichtige Einschränkung macht der 41-Jährige aber  selbst: »Wir müssen die Serie  jetzt nur auch zum Abschluss bringen.«

Auf dem Weg dorthin  liegen noch 270 Meisterschaftsminuten. Mit Blick auf das Restprogramm der fünf höchstgefährdeten Klubs bringt Breitenreiter hier  die Bayern ins Spiel. Der Rekordmeister, der den  Fokus nach dem gewonnenen  Titel und der verpassten Pokalverteidigung deutlich auf die Champions League richtet, steht nach Meinung der Paderborner  besonders in der Pflicht.

Bayern gegen Freiburg

Die Münchner sind am vorletzten Spieltag beim Drittletzten SC  Freiburg zu Gast. Eine Partie, in der es im Normalfall für die Breisgauer nichts zu holen gibt. Sollten sich die Münchner  aber im Halbfinale  gegen den FC Barcelona durchsetzen und im Endspiel der Champions League stehen, könnten sie aber mit Blick auf den späten Finaltag  6. Juni doch zunächst einen Gang zurückschalten.   »Ich würde den Bayern nie etwas vorschreiben wollen, aber in so einer entscheidenden Phase  sollten sie   dafür sorgen, dass alle Chancen gleich bleiben.«  Breitenreiter zielt damit auf die Partie des Meisters am vergangenen Samstag bei Bayer Leverkusen ab. München verlor 0:2. Trainer Pep Guardiola schonte mehrere Spitzenkräfte,  und so durften Regionalligakicker wie Rico Strieder oder Lukas Görtler ihr Debüt als Bayern-Profis feiern. »Ich verstehe die Situation der Bayern, aber man muss auch meine verstehen. Es geht um Existenzen und die Frage, wie fair gehe ich damit um. Das alles ist ein ganz schmaler Grat.«

Ein Punkt Vorsprung

Ob diese 90 Minuten im Schwarzwald am Ende  überhaupt von ganz besonderer Bedeutung sind und Einfluss auf den Abstiegskampf haben, liegt  nicht nur an den Bayern. Seit Samstag haben  die Ostwestfalen einen Punkt  Vorsprung vor Freiburg und damit  alles in der Hand. »Wir müssen unseren Weg weitergehen«, fordert Breitenreiter und spricht damit den so kaum noch erwarteten Schlussspurt seiner Elf in den vergangenen Wochen an.   Los ging’s mit dem 2:1-Heimsieg gegen den  FC Augsburg am 11. April. Das war am 28. Spieltag,   darauf folgten  gegen   Dortmund (0:3),   Bremen (2:2) und   Freiburg (2:1) drei Partien mit  vier weiteren Punkten. Das macht sieben Zähler aus vier Spielen. Zum Vergleich: In der  mit 19 Punkten eigentlich überragenden  Hinrunde schwächelte der SCP   in der Schlussphase und sammelte in  den letzten sieben Begegnungen  nur noch vergleichsweise bescheidene vier Punkte. »Wir haben  noch drei Spiele vor uns. So gesehen liegen wir hier schon   deutlich im Plus«,  rechnet  Breitenreiter hoch.

Wolfsburg, Schalke, Stuttgart

Die Aufgaben werden allerdings nicht leichter. Am Sonntag kommt DFB-Pokalfinalist VfL Wolfsburg, dann geht’s zu den um die   Europa-League-Teilnahme kämpfenden Schalker, und am Ende könnte es daheim zum Abstiegs-Gipfel gegen den VfB Stuttgart kommen. Das Finale am finalen Spieltag?  »Es gibt nicht das eine wichtige Spiel für uns«, sagt Breitenreiter. Paderborns Trainer  rechnet sich vielmehr auch gegen Wolfsburg und Schalke etwas aus. »Wenn die nur ein bisschen zögern, dann sind wir da«, verspricht er. Auch das wäre sensationell.

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