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Fr., 08.05.2015

Paderborn will auch Wolfsburg überraschen – Stoppelkamp bricht Training ab »Das Brennen ist zurück«

Nach zwei Toren in Freiburg hofft Lukas Rupp auf einen Platz in der Paderborner Startelf gegen Wolfsburg.

Nach zwei Toren in Freiburg hofft Lukas Rupp auf einen Platz in der Paderborner Startelf gegen Wolfsburg. Foto: Oliver Schwabe

Von Peter Klute

Paderborn(WB). Keine Strafe dazugekommen, die Sperren von Mario Vrancic und Michael Heinloth abgelaufen, dazu zwei Jokertore von Lukas Rupp sowie starke Auftritte der ebenfalls eingewechselten Jens Wemmer und Mahir Saglik: Paderborns Trainer André Breitenreiter hätte im Heimspiel am Sonntag gegen den VfL Wolfsburg fast freie Auswahl – wenn nicht Moritz Stoppelkamp wäre.

Denn hinter dem Mitwirken des 28-Jährigen gegen den Tabellenzweiten (Anstoß 15.30 Uhr) steht seit Donnerstag ein Fragezeichen. Während der Vormittagseinheit humpelte Stoppelkamp plötzlich vom Rasen und fasste sich ans rechte Knie. »Ich kann mich nicht erinnern, wie das passiert ist. Ich bin wahrscheinlich aufs Knie gefallen, da ist ein Knubbel«, klärte er die nachfragenden Mannschaftskameraden auf. Einer Sofort-Bandage und ersten Diagnose durch Physio Jörg Liebeck (geplatztes Gefäß im unteren Oberschenkelmuskel) folgte eine Ultraschalluntersuchung bei Mannschaftsarzt Dr. Matthias Porsch. »Es ist ein Bluterguss, der wahrscheinlich durch einen Schlag entstanden ist. Der Knubbel ist schon weg, aber wir müssen die nächsten Tage abwarten«, gab Manager Michael Born am Nachmittag ein wenig Entwarnung. »Schmerzen hat Stoppel nicht«, hofft auch Breitenreiter auf den Einsatz seines zuletzt stark verbesserten Flügelspielers.

Doch auch wenn Stoppelkamp ausfallen sollte, die Alternativen sind ungleich größer, als sie es noch beim 2:1 in Freiburg waren. Auch wenn die langzeitverletzten Thomas Bertels (wieder im Lauftraining), Alban Meha und Marvin Ducksch weiter ausfallen und in dieser Saison wohl nicht mehr helfen können. Gegen Wolfsburg wird es dennoch Härtefälle geben, doch das stört Breitenreiter nicht. »Vergangene Woche standen mir nur 16 Feldspieler zur Verfügung. Da nehme ich solche Probleme gerne in Kauf. Das erhöht die Qualität im Training und fördert die Konkurrenz. Einzelschicksale dürfen in unserer Situation keine Rolle spielen.«

Seit dem 0:0 am 21. März gegen Hoffenheim sieht Breitenreiter die Seinen wieder auf dem richtigen Weg. »Das Brennen, das Leuchten in den Augen, all das ist zurück«, sagt er. Und das dürfte durch die Big Points im Schwarzwald noch ausgeprägter geworden sein. Für Breitenreiter ist dies entscheidender als Systeme und Personalien.

Vielleicht ist es auch ein gutes Omen, dass der Trainer in den bisherigen fünf Duellen gegen seine Ex-Vereine (Wolfsburg, Hamburg, Hannover) nur ein Mal (gegen den HSV) verloren hat.

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