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Mo., 11.05.2015

Der SCP ist der Verlierer des Spieltags, macht sich aber Mut »Das war kein Dämpfer«

Enttäuscht verließen die Paderborner Spieler nach dem 1:3 gegen Wolfsburg den Platz.

Enttäuscht verließen die Paderborner Spieler nach dem 1:3 gegen Wolfsburg den Platz. Foto: Oliver Schwabe

Von Matthias Reichstein

Paderborn (WB). Paderborns Berg- und Talfahrt in der Liga geht weiter. Der Sieger des vergangenen Spieltages ist diesmal ein Verlierer: Der SCP blieb als einziges Team im Keller-Kampf punktlos.

Damit rutschte der Liga-Neuling wieder auf Abstiegsrang 17 ab, in tiefe Trauer stürzte die sechste Heimniederlage aber niemanden. »Das war heute kein Dämpfer. Wir haben gegen eine gute Mannschaft auch nicht wie ein Absteiger gespielt «, sagte Marvin Bakalorz.

Sein Trainer sah es ganz ähnlich. »Unsere Lage hat sich nur wenig verändert. Wir haben gegen einen Champions-League-Teilnehmer verloren und werden deshalb jetzt nicht in ein tiefes Loch fallen«, versicherte André Breitenreiter direkt nach den 90 Minuten und fügte hinzu: »Uns hatte doch sowieso niemand auf der Rechnung, Wir haben noch alles selbst in der Hand, können deshalb in diesem Abstiegskampf nur gewinnen, und diese Chance werden wir versuchen zu nutzen.«

Dass das Abenteuer Fußball- Bundesliga für den SCP bereits am kommenden Samstag in Gelsenkirchen endet, kann sich Michael Born nicht vorstellen. »Es werden nicht alle unsere Konkurrenten punkten«, hält der Manager allen Negativ-Hochrechnungen entgegen und setzt dabei besonders auf die Hilfe der Bayern. Der Rekordmeister ist am 33. Spieltag in Freiburg zu Gast, und nach dem Trainer fordert auch Born eine entsprechende Reaktion der Münchner: »Es wäre ein Gebot der Fairness, hier nicht mit Regionalligaspielern aufzulaufen.«

So weit wollte der Kapitän gestern nicht gehen. Es sei nicht die Aufgabe des SC Paderborn, den Bayern Vorschriften zu machen, blieb Uwe Hünemeier da zurückhaltend. Der Abwehrchef will sich auch gar nicht mit der Tabelle und dem Restprogramm der Konkurrenten beschäftigen: »Wir wollen bei den Schalkern punkten. Wenn es geht, dreifach. Alles andere können wir doch sowieso nicht beeinflussen.«

Paderborns Gastgeber muss im letzten Heimspiel dieser Saison um die Europa-League-Teilnahme kämpfen, genau hier sieht Hünemeier die Chancen seiner Elf: »Die Schalker haben selber einen Riesendruck und müssen zuhause liefern. Und dass wir gegen diese Mannschaft nicht chancenlos sind, hat das Hinspiel gezeigt.« Im Dezember verlor der SCP nach 1:0-Führung gegen lange Zeit schlechtere Schalker sehr unglücklich mit 1:2. Ein Ostwestfale in Niedersachsen will dem SCP auch kräftig die Daumen drücken. Das versprach jedenfalls Dieter Hecking. Wie er den Ligaerhalt seines Ex-Klubs einschätzen würde, verriet er auch: »Das wäre die Sensation für mich.«

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