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Sa., 23.05.2015

Der SC Paderborn möchte weiter auf der großen Bundesliga-Bühne stehen »Die Jungs hätten es verdient«

Fast der  Sieg im  torlosen Hinspiel: Moritz Stoppelkamp vergibt   knapp gegen Sven Ulrich. Samstag muss nun der Erfolg her.

Fast der Sieg im torlosen Hinspiel: Moritz Stoppelkamp vergibt knapp gegen Sven Ulrich. Samstag muss nun der Erfolg her. Foto: Hörttrich

Von Peter Klute

Paderborn (WB). Ganz Fußball-Deutschland blickt zum Abstiegsendspiel nach Paderborn. Es könnte aber das vorerst letzte Mal sein, dass die Ostwestfalen auf der großen Bundesliga-Bühne stehen.

Nichtmal ein Sieg gegen Stuttgart reicht für die Relegation, da bedarf es noch Hilfe aus Gelsenkirchen in Hamburg. »Es ist egal, welche Leistung die Schalker bringen, Hauptsache, sie punkten«, sagt  SCP-Trainer André Breitenreiter. Denn beides braucht’s für weitere zwei Spiele gegen den Dritten der 2. Liga, andernfalls heißt es: bye bye Bayern, Bayer, Dortmund und Schalke, willkommen Heidenheim und  Sandhausen. Nichts gegen die Letztgenannten, aber es ist dennoch verständlich, wenn Paderborns Manager Michael Born das Abstiegsfinale gegen den VfB mit dem Aufstiegsendspiel vor einem Jahr gegen Aalen vergleicht. »Die Anspannung ist ähnlich groß. Selbst wenn uns diese Saison  keiner mehr nehmen kann, aber wir können die Bundesliga wieder verlieren.« Bei allem Understatement und Außenseiterdasein sieht das auch  Breitenreiter so, daher würden  die Paderborner beim Wiederabstieg nicht weniger traurig sein als ihr oder ihre Begleiter.

Noch ist alles drin

Aber noch ist alles drin. Vor der Saison sah Borns Wunschschlagzeile am 23. Mai 2015 so aus: »Der SCP bleibt drin und baut ein Trainingszentrum.« Letzteres ist gewiss, das erste kann sich frühestens am 1. Juni erfüllen. Eines steht für Breitenreiter aber jetzt schon fest: »Die Jungs hätten es einfach verdient.« Die Jungs, das sind  die des SCP, an seine ebenfalls gefährdeten Ex-Klubs aus Hannover und Hamburg verschwendet der Coach »keinen Gedanken«. Wohl aber an den Gegner: »Die Stuttgarter hatten viele Probleme, aber sie sind zusammengerückt und haben ihre  70-bis-80-Millionen-Qualität  zuletzt abgerufen.« Sein Team trainierte vor allem den Torabschluss, der Blick aufs Personal richtet sich aber vornehmlich nach hinten. Im Abwehrzentrum könnte Rafa López nach seiner Rückenblockade und Pause »auf« Schalke ein Blitzcomeback feiern. Gesetzt ist Florian Hartherz links in der Viererkette als Ersatz für den gesperrten Daniel Brückner. Es ist Hartherz’ erster Einsatz nach dem Tod seines Vaters Ende April. »Wir haben Flo genug Zeit gegeben, er ist wieder soweit«, sagt Born.

So könnten sie spielen

Paderborn: Kruse - Heinloth, Lopez (Strohdiek), Hünemeier, Hartherz - Koc, Bakalorz, Vrancic, Stoppelkamp -  Rupp - Lakic

Stuttgart: Ulreich - Schwaab, Baumgartl, Rüdiger, Klein - Serey Dié, Gentner - Harnik, Didavi, Kostic - Ginczek

Schiedsrichter:   Aytekin (Oberasbach)

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