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Di., 26.05.2015

Zukunft von Paderborns Trainer noch offen Breitenreiter verweigert Bekenntnis

Hat André Breitenreiter sich für immer von den SCP-Fans verabschiedet?

Hat André Breitenreiter sich für immer von den SCP-Fans verabschiedet? Foto: Oliver Schwabe

Von Matthias Reichstein

Paderborn (WB). War das der Abschied für eine lange Zeit? Als Trainer André Breitenreiter am Samstag ganz alleine zu den Fans auf der Südtribüne marschierte, sah das so aus.

Direkt darauf angesprochen vermied der 41-Jährige auch am Tag des Abstiegs ein Bekenntnis zum SCP. Er wolle das Erlebte in den kommenden Tagen zunächst sacken lassen, sagte Breitenreiter und äußerte sich auf eine entsprechende Frage so: »Ich habe Vertrag bis 2016. Wir werden schauen, wie die Kaderzusammenstellung aussehen kann und was sich tun kann in Paderborn.«

Das war keine klare Aussage zum Verein, doch genau die fordert Präsident Wilfried Finke im Interview von dem Fußballlehrer ein: »Wir brauchen das Bekenntnis von André Breitenreiter.« Hintergrund ist, dass in dieser Woche mit Hochdruck am Kader für die bereits am 24. Juli beginnende Zweitligasaison gearbeitet werden soll. Nach Informationen dieser Zeitung ist sich Manager Michael Born bereits mit vier Neuzugängen (einer ist der Osnabrücker Torhüter Daniel Heuer Fernandes) einig, will aber erst Breitenreiters Entscheidung abwarten.

Eine Antwort könnte Hannovers Klubchef Martin Kind geben. Die Rettermission von Fünf-Spiele-Coach Michael Frontzeck war zwar erfolgreich, dennoch stehen die Niedersachsen offenbar vor einem Neuanfang. Sportdirektor Dirk Dufner soll gehen und durch den scheidenden DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig ersetzt werden. Wunschkandidat für den Trainerposten soll noch immer Breitenreiter sein: »Soweit ich weiß, hat er einen Vertrag bis 2016«, kommentierte Kind die Situation.

Eine Millionen Ablöse?

Deshalb wäre auf jeden Fall eine Ablösesumme fällig. Red Bull Salzburg hatte den Ostwestfalen 2012 eine Million Euro für Roger Schmidt bezahlt, ähnlich hoch dürften die Forderungen des SCP im Fall Breitenreiter sein. Zumindest bis zum 30. Juni, denn so lange läuft sein Erstligavertrag.

Sollte Breitenreiter tatsächlich gehen, dürfte der frühere Chefcoach Markus Gellhaus einer der Nachfolgekandidaten sein. Der 44-Jährige ist zwar noch ein Jahr an Hertha BSC gebunden, will nach zehn erfolgreichen Jahren an der Seite von Jos Luhukay aber wieder alleinverantwortlich arbeiten. Eine andere Lösung könnte René Müller (41) heißen. Der Leiter des Nachwuchsleistungszentrums sprang bereits nach der Entlassung von Stephan Schmidt im Mai 2013 einmal ein und führte die Mannschaft zum Klassenverbleib.

 Diese und andere Spekulationen kann nur André Breitenreiter beenden. Seinen sehr persönlichen Gang zu den SCP-Anhängern kommentierte er übrigens so: »Das war natürlich der Abschied für die Saison und für heute. Wenn die Fans mich fordern, gehe ich dahin. Auch nach Niederlagen.«

Kommentare

Es müsste doch eigentlich ein Trainer kommen, der in der Lage ist, die Mannschaft abzufangen. Es gibt genügend Beispiele dafür, dass Teams nach dem abstiegt durchgereicht wurden....
Ob die genannten die Erfahrung besitzen?

1 Kommentare

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