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Mi., 17.06.2015

Acht Abgänge stehen fest – weitere sechs Spieler haben Angebote SCP droht Ausverkauf

Moritz Stoppelkamp könnte den SC Paderborn verlassen.

Moritz Stoppelkamp könnte den SC Paderborn verlassen. Foto: Oliver Schwabe

Von Peter Klute

Paderborn (WB). Nur noch fünf Tage sind es bis zum Trainingsauftakt des Zweitligisten SC Paderborn. Nicht mehr viel Zeit für Manager Michael Born und den neuen Trainer Markus Gellhaus, um den ausgedünnten  Kader zu verstärken. Erst drei Neuzugänge stehen fest, acht Spieler sind weg.  Bei Anfragen für weitere sechs Kicker droht dem Absteiger der Ausverkauf.

Vor allem in der Offensive gibt es noch viele Baustellen und Fragezeichen, die spätestens bis zum Beginn des Trainingslagers am 6. Juli   behoben sein  sollten.

Hinten ist der SCP durch die Verpflichtungen von Torwart Daniel  Heuer Fernandez sowie  der beiden Innenverteidiger  Florian Ruck und Niklas Hoheneder dicht. Da sind die Abgänge kompensiert.  Auch für  die Außenbahnen in der Viererkette gibt es mit Michael Heinloth und Marc Vucinovic (rechts) sowie Florian Hartherz, Daniel Brückner und Thomas Bertels (links) genug Alternativen.

Doch davor beginnen die Probleme: Patrick Ziegler  im defensiven Mittelfeld sowie die Sturm-Oldies Srdjan Lakic und Mahir Saglik sind die Einzigen, mit denen der SCP sicher planen kann. Dazu kehren die beiden Leihgaben Rick ten Voorde und  Sebastian Schonlau zurück.

Die übrigen Personalien wackeln.

Dabei könnten die Paderborner aktuell am ehesten auf die Dienste von Innenverteidiger Rafa López verzichten. Alle anderen Abgänge, die jetzt noch folgen würden, täten dagegen wohl noch mehr weh als  die feststehenden Abschiede von Jens Wemmer, Alban Meha und Lukas Rupp.  Die Rede ist von Marvin Bakalorz, Mario Vrancic, Moritz Stoppelkamp, Elias Kachunga und Süleyman Koc. »Die Ausstiegsklauseln sind unsere  Krux, weil wir die Spieler nicht so entlohnen können. Aber sollten uns noch Jungs verlassen, für die wir eine Ablöse kassieren, werden wir unsere Strategie ändern und auch Spieler aus Verträgen herauskaufen«, sagte  Born. Momentan sieht  es aber noch so aus, als erschiene  das abwanderungswillige Sextett am Montag zum Aufgalopp in der Arena.

An Bord bleibt Co-Trainer Asif Saric. Bezüglich Athletik-Coach Tobias Stock und Torwarttrainer Simon Henzler, die  André Breitenreiter und Volkan Bulut nach Schalke folgen sollen, feilscht Born mit   Kollege  Horst Heldt um die Ablöse

Kommentare

Durchhalteparolen

Durchhalteparolen sind nichts anderes als eine bewusste Verleugnung der Realität.

Das Koc und Kachunga beim SCP verbleiben, ist reines Wunschdenken.
Außerdem gibt es im Fußball keine Automatismen; das, was in der Vergangenheit funktioniert hat, ist keine Garantie für alle Zeiten.

Einfach 'mal ein paar hunderttausend Euro in die Hand nehmen und schon steht eine schlagkräftige Truppe.
Eine solche Auffassung erscheint reichlich naiv und zeigt wenig Sachverstand.

Noch entscheidender ist allerdings der Wechsel des Trainers. Ob der Neue nun schon einmal in PB gewesen ist und unter ehemaligen SCP - Trainern gearbeitet hat, ist eher eine Hypothek als die Garantie für anhaltende Erfolge.

Alles erscheint möglich, aber die Sicht durch die rosarote Brille bringt überhaupt nichts. Im Gegenteil. Falls
die kommende Saison in die Hose gehen sollte, wäre die Enttäuschung um so größer.

Nun scheinen sich die unsäglich dummen und unqualifizierten Kommentare über den Nachbarn aus BI ins
Gegenteil zu kehren. Dort herrscht inzwischen Vernunft, Bescheidenheit und Weitsicht, was von Finke kaum behauptet werden kann.

Am langen Ende wird es so sein wie immer: Fußball - Deutschland schaut auf die Arminia, während man den
SCP längst vergessen hat.

"Ein Abgang zuviel"

Ein Abgang zuviel titelte das WB nach den Abgängen von Roger Schmidt, Gonther Mohr, Alushi, Brandy, Kara und Proschwitz. Zwei Jahre später stiegen wir auf!

Dass unsere Jungs begehrt sind, ist doch das größte Lob. Ohne Ausstiegsklauseln ist es aber eben schwer zu einem Vertrag mit guten Leuten zu kommen. Dann kommen sie erst gar nicht.

Das ist bedauernswert, hat uns aber noch nie umgeworfen.

Wir haben noch jeden ersetzt. Und da fallen mir noch Namen wie Owomoyela, Porcello, Ndjeng, Brouwers, Kumbela, Kempe, Demme, Loboue, Starke, Masuch, ... ein! Im Endeffekt sind wir meistens sogar noch besser geworden, während viele Leute wie Mohr, Gonther, Brandy, Alushi etc. sich doch heute in den A... beißen, dass sie uns verlassen haben!

Das hatte ich befürchtet - Das wird nichts!

Es werden noch weitere Spieler folgen.
Selbst mir als Arminen-Fan tut es für die Paderborner mehr als leid! Dieser Ausverkauf tut weh für die Paderborner. So kann schnell er Fall in die 3. Liga kommen. Das haben schon viele Vereine - besonders unsere Arminen erlebt!

3 Kommentare

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