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Fr., 24.07.2015

Drei Transfers sind geplatzt – Manager Born spielt jetzt auf Zeit Paderborn orientiert sich um

Die Rückkehr von Enis Alushi (rechts) vom FC St. Pauli nach Paderborn war angedacht. Doch der 29-Jährige ist angeblich zu teuer.

Die Rückkehr von Enis Alushi (rechts) vom FC St. Pauli nach Paderborn war angedacht. Doch der 29-Jährige ist angeblich zu teuer. Foto: dpa

Von Peter Klute

Paderborn (WB). Acht neue Spieler hat Zweitligist SC Paderborn bisher verpflichtet. Nummer neun soll endlich ein Zehner sein, doch der lässt weiter auf sich warten.

»Wir haben in dieser Woche bereits einen Neuzugang präsentiert. Abwarten, noch haben wir Zeit«, gibt sich Manager Michael Born gelassen. Der Frust bei den SCP-Verantwortlichen sitzt dennoch tief, der Klub muss sich umorientieren und quasi bei Null anfangen. Mit vier Kandidaten fürs defensive und offensive Mittelfeld hatten die Paderborner Einigung erzielt, zustande gekommen ist lediglich der von Born angesprochene Transfer des Österreichers Dominik Wydra.

Die drei übrigen Wechsel sind geplatzt, darunter auch der eines alten Bekannten. Mit Nick Prosch­witz und Marcel Ndjeng hat der SCP zwei Spieler zurückgeholt, Enis Alushi von St. Pauli wäre der Dritte gewesen. Laut »Bild« verlangen die Hamburger 800.000 Euro. Zu viel für Paderborn. Born spricht von »Mondpreisen« und betont: »Das werden wir nicht machen.« Präsident Wilfried Finke trotzig: »Dann holen wir Enis nächstes Jahr ablösefrei.«

Dieser Transfer ist vom Tisch, ebenso der von Robert Tesche. Der Ex-Bielefelder spielt beim englischen Zweitligisten Nottingham Forest. Der Klub darf keine Transfers tätigen, daraufhin verhängte Coach Dougie Freedman ein Verkaufsverbot für Tesche. Sehr zum Bedauern von SCP-Trainer Markus Gellhaus: »Robert hätte ich gerne gehabt, er hätte uns richtig helfen können.« Da auch der Wechsel eines ausländischen Spielers nicht klappte, will Born am Wochenende einen neuen Spielmacher unter die Lupe nehmen. Der Nächste, bitte.

Kommentare

Aufgewärmte Liebe

So ist das mit Transfers. Es müssen sich eben drei Seiten einig sein.

Ob ausgerechnet Alushi der Richtige wäre, weiß ich nicht. Schon damals als Spielverzögerer und "Auf-den-Ball-Treter" bezeichnet, war er erst im Abgang der "Unersetzliche". Was ich von aufgewärmter Liebe halte, habe ich bereits betont.

Natürlich hat der SCP ganz gute Erfahrungen mit der Rückholung von Ehemaligen (Mahir, Lukas, Rupp, Schachten etc.). Aber ich bin kein Freund von Leuten, die noch vor wenigen Jahren unbedingt weg wollten, weil das Geld rief (Alushi, Brandy, Gonther, Mohr).

Jedenfalls ist Alushi zumindest noch in einem Alter, wo er noch zwei große Verträge abschließen kann. Und das bedeutet, er wird sich hier nicht ausruhen wollen, um sein Karriereende zu vergolden.


Ich hoffe derweil, dass Koc sich bewusst ist, dass er insbesondere Herrn Finke viel zu verdanken hat. Er hat beim HSV eben zu hoch gepokert. Wenn es dem HSV um 500 000,- ginge, dann hätte man das über eine geringe Gehaltseinbuße gegenfinanzieren können. Trotzdem hätte er da immer noch das Vielfache verdient...

1 Kommentare

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