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Mo., 14.09.2015

Noch herrscht keine Panik beim SC Paderborn – aber gegen Karlsruhe fordert Manager Born Punkte »Wir sollten uns nicht zu sicher fühlen«

Trainer Markus Gellhaus, Manager Michael Born und die SCP-Spieler müssen das 0:2 sacken lassen. Gut war die Leistung sicher nicht.

Trainer Markus Gellhaus, Manager Michael Born und die SCP-Spieler müssen das 0:2 sacken lassen. Gut war die Leistung sicher nicht. Foto: Oliver Schwabe

Von Elmar Neumann

Paderborn (WB). Paderborns bester Mann hatte nach der 0:2-Niederlage bei RB Leipzig auch die klarste Sicht auf die aktuelle Lage. »Wir haben nach sechs Spielen drei Punkte. Wenn das nicht bedenklich ist, weiß ich es auch nicht«, sagte SCP-Keeper Lukas Kruse.

8:27 lautete die Torschussbilanz. Dass nicht auch das Endergebnis wesentlich deutlicher ausfiel, war in erster Linie Kruse zu verdanken. Die vierte Niederlage in Serie  gab es trotzdem  und wieder war der ehemalige Erstligist  für einen Zweitliga-Konkurrenten ein gern gesehener Aufbaugegner. Erst waren die Paderborner im OWL-Derby so freundlich, Arminia Bielefeld zum ersten Saisonsieg zu gratulieren. Nun durften sich die zuhause nach den ersten beiden Begegnungen noch dreierlosen Leipziger über die volle Punktzahl freuen.  Danke, SCP. »Wir müssen  aufhören, immer nur die anderen Vereine aufzubauen und stattdessen  jetzt auch   mal etwas für uns selbst tun«, stellte Vizepräsident Martin Hornberger treffend fest.

Was bleibt, ist die nicht ganz unerhebliche Frage nach dem Wie? Die gilt es schnellstmöglich zu beantworten, zumal mit dem ebenfalls schwer angeschlagenen Karlsruher SC am Samstag schon der nächste Gegner wartet, der sich vom SCP nur zu gerne  wieder auf die wackeligen Beine helfen ließe.

Einige sind weniger besorgt

Doch während sich der Torwart als Bedenkenträger outet, gibt es unter seinen Teamkollegen auch einige, die die  Bilanz als  nicht ganz so besorgniserregend einstufen.  Auf die Frage, was ihm die größte Sorge bereite, erwidert Innenverteidiger Niklas Hoheneder mit bemerkenswert viel Zuversicht in der Stimme und den Augen: »Sorge bereitet mir gar nichts. Ich weiß, dass wir eine gute Mannschaft haben und ich weiß, dass uns einfach nur das Quäntchen Glück fehlt. Das aber kann man sich erarbeiten. Auch gegen Leipzig haben wir wieder 90 Minuten lang alles gegeben und wenn wir diese Einstellung beibehalten, bin ich sicher, dass wir dafür bald belohnt werden.«
Eine Belohnung hatte Chefcoach Markus Gellhaus am Samstagmorgen nicht für seine Spieler parat. Stattdessen gab es im Training  unmissverständliche Worte zur kritischen Lage. »Markus hat da sehr, sehr klar angesprochen, wo sich die Mannschaft entscheidend verbessern und dass sie einfach noch mehr investieren muss«, fasst  Manager Michael Born den Monolog zusammen. Born selbst hält es bei seiner Einschätzung viel eher mit Kruse als mit Hohen­eder und präferiert nur beim Lösen der Paderborner Probleme einen Mittelweg: »Wir dürfen  nicht in Panik verfallen, müssen aber auch  die Alarmzeichen erkennen.«

Ein Zeichen sind die drei Punkte, ein anderes ist der 16. Tabellenplatz. Wäre die Saison ein bisschen weiter fortgeschritten, müsste der Erstliga-Absteiger  als Drittliga-Kandidat gehandelt werden. Noch will – wie Gellhaus – auch Born nicht vom Abstiegskampf sprechen, aber er sagt auch: »Wir sollten uns nicht zu sicher fühlen.«

Wie sicher sich der Trainer selbst fühlen darf, hängt sehr vom Ausgang des Heimspiels  gegen den KSC ab. Die Forderung ist eindeutig.  Nach den Niederlagen gegen Bochum, Sandhausen und  Bielefeld soll im vierten Anlauf der erste Heimsieg der Saison her. »Wir können   nicht drumherum reden: Gegen den KSC müssen wir wieder punkten«, sagt Born. Was passiert, wenn die Vorgabe nicht erfüllt wird,    vermag er nicht zu sagen: »Damit beschäftige ich mich, wenn der Fall eingetreten sein sollte.«

Kommentare

Vereinsphilosophie

Klar, man darf jetzt nicht glauben, alleine mit Klasse käme man da unten raus. Ohne Kampf wird es nicht gehen.

Im letzten Jahr ist der BVB bis auf Platz 18 abgerutscht, nachdem man letzte Saison über 60 Mio. investiert hat. Vorher war man mit der eigenen Jugend (Schmelzer, Götze, Großkreutz, Bender, Bakalorz, Hofmann) und unbekannten Talenten (Kagawa, Hummels) zweimal Meister.

Ich finde daher die Verpflichtungen von Heuer-Fernandes, Ruck, Wahl, Bickel, Wydra, Brasnic etc. super. Von "Altstars" halte ich da weniger.

Übrigens hatte der BVB dieses Jahr einen Transferüberschuss!!! Und schon läufts wieder...

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