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Fr., 25.09.2015

SCP macht beim 0:3 in Fürth wieder einen Schritt zurück – und jetzt kommt St. Pauli Labiles Gebilde

Paderborns Kapitän mittendrin: Marvin Bakalorz konnte in Fürth bis auf einen Torschuss auch keine Akzente setzen.

Paderborns Kapitän mittendrin: Marvin Bakalorz konnte in Fürth bis auf einen Torschuss auch keine Akzente setzen. Foto: Besim Mazhiqi

Von Matthias Reichstein

Fürth (WB). Auch 24 Stunden später wirkt das 0:3 von Fürth nach. »Ich habe keinen Fortschritt gesehen«, machte Paderborns Manager Michael Born gestern deutlich.

Born, der am Montag 48 Jahre alt wird, dachte nach dem hochverdienten 2:0-Sieg gegen den Karlsruher SC, die Mannschaft sei weiter. Doch das Gesamtgebilde SCP bleibt labil. Das ist bei einem großen Umbruch mit späten Neuverpflichtungen verständlich.

Kader nimmt Kampf nicht an

Auch, dass die mit guten Einzelspielern gespickte Elf von Trainer Markus Gellhaus nicht an ihre eigene Stärke glaubt, kann  nach sechs Niederlagen in acht Spielen nicht überraschend kommen. Was allerdings bedenklich stimmt, ist die Tatsache, dass der fußballerisch zweifellos gute Kader den Kampf in der 2. Liga nicht annimmt.

»Das war ein Rückschritt«, sagte Kapitän Marvin Bakalorz nach der Partie deutlich: »Wir haben vieles vermissen lassen. Ich will keinem im Team den Willen absprechen, aber uns hat die Gier gefehlt. Aber es muss weitergehen, wir haben im Heimspiel gegen den FC St. Pauli die Chance, vieles wieder gut zu machen.«

Samstag kommt St. Pauli

Der SCP braucht jetzt Ergebnisse, das wird am Samstag (Anstoß: 13 Uhr) allerdings nicht einfach. Die Hamburger sind nach dem Fast-Abstieg in der vergangenen Serie mit fünf Siegen sowie 17 Punkten glänzend gestartet und haben sich in der Spitzengruppe der 2. Liga festgesetzt. »Bei St. Pauli hat sich personell nicht viel getan, die Mannschaft ist eingespielt, die Automatismen funktionieren. So spielt man in der 2. Liga oben mit«, beschreibt Born die starken Gäste.

Offen ist, wie Gellhaus personell reagiert. Die Englische Woche ist für sein Team ungewohnt, Gründe genug für personelle Änderungen  lieferten die jüngsten 90 Minuten. Neben dem öffentlich kritisierten Süleyman Koc zeigten auch Florian Hartherz, Christian Bickel oder Kevin Stöger herzlich wenig. Eine Alternative könnte der zuletzt nicht nominierte Moritz  Stoppelkamp sein. »Schauen wir mal, wie er sich im Training präsentiert«,blieb Born hier zurückhaltend.

Kommentare

Da hat der Herr Bakalorz aber eine massive Rechenschwäche, wenn er glaubt, am Samstag könnte irgendetwas wieder gut gemacht werden. Sollten die nächsten drei Spiele mit insgesamt elf Toren Vorsprung gewonnen werden, dann erreicht man gerade so wieder ein Niveau von dem man sagen kann: Jetzt ist zumindest die Abstiegsangst nicht mehr so groß.
Von einer Wiedergutmachung für die 15 weggeworfenen Punkte kann man allenfalls dann sprechen, wenn auch in den übrigen acht Spielen vor der Winterpause endlich jemand neben Lukas Kruse zeigt, daß er für Geld auch zu arbeiten gewillt ist.

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