>

Fr., 04.12.2015

Paderborn verharrt auf dem Relegationsplatz – eine Minute vor Schluss erzielt Stöger lediglich den Anschlusstreffer 1:2 in Nürnberg – SCP seit sechs Pflichtspielen sieglos

Enttäuschte Paderborner Spieler, jubelnde Nürnberger Fans.

Enttäuschte Paderborner Spieler, jubelnde Nürnberger Fans. Foto: Oliver Schwabe

Nürnberg (WB). Fußball-Zweitligist SC Paderborn 07 muss weiter auf einen Befreiungsschlag im Abstiegskampf warten. Das Team von Trainer Stefan Effenberg unterlag am Freitag beim 1. FC Nürnberg mit 1:2 (0:1), ist damit schon seit sechs Pflichtspielen sieglos und verharrt auf dem Relegationsplatz.

Um bei den in den eigenen vier Wänden als einziges Team der Liga noch ungeschlagenen »Clubberern« zu bestehen, hatte der SCP-Coach  nach dem 4:4 gegen 1860 München drei Wechsel vorgenommen. Srdjan Lakic und Daniel Brückner nahmen auf der Bank Platz. Der Österreicher Dominik Wydra blieb – wie Routinier Marcel Ndjeng – gleich ganz zuhause. Dafür rückten Florian Hartherz, Nick Proschwitz und Kapitän Marvin Bakalorz (nach seiner Gelbsperre) wieder in die Startelf.

»Wir werden uns in Nürnberg sicherlich nicht verstecken«, hatte »Effe« angekündigt und zumindest für die Anfangsphase hielten die Gäste Wort. Schon nach zwei Minuten verbuchte Moritz Stoppelkamp einen ersten Abschluss. Der erste Aufreger auf der anderen Seite ließ weitere acht Zeigerumdrehungen auf sich warten, als die formstarken Franken nach einem vermeintlichen Foul von Hauke Wahl an Niclas Füllkrug vehement Elfmeter forderten. Schiedsrichter Marco Fritz (Korb) sah das aber anders und ließ weiterspielen.

Im Gegensatz zur 34. Minute: Nach einem gelbwürdigen Vergehen vom Ex-Nürnberger Michael Heinloth an Füllkrug trat der Gefoulte zum Freistoß an und traf zur Führung. Nur wenig später hätte Alessandro Schöpf schon auf 2:0 erhöhen können, zielte aber nicht genau genug (38.).

Der Aufwärtstrend des Aufstiegskandidaten fand nach Wiederbeginn seine Fortsetzung. Hanno Behrens unternahm einen aussichtsreichen Versuch aus der Distanz (46.), Schöpf scheiterte am glänzend reagierenden SCP-Keeper Lukas Kruse (49.).

Die Paderborner versteckten sich nicht, zeigten sich vor des Gegners Gehäuse aber auch bestimmt nicht provozierend oft. So sah sich Effenberg zu einer Änderung genötigt und brachte mit Srdjan Lakic einen zweiten Angreifer ins Spiel. Doch der Kroate hat gerade erst sein Trikot gerichtet, da setzte der FCN zu einem Konter an, den Tim Leibold mit dem 2:0 abschloss (73.). Nachdem Nürnberg weitere Gelegenheiten für einen dritten Treffer vergeben hatte, war es der eingewechselte Kevin Stöger, der auf 1:2 verkürzte (89.).

Mehr aber brachte der Erstliga-Absteiger nicht mehr zustande. Die nächste Möglichkeit, die Sieglos-Serie zu beenden, bietet sich am kommenden Freitag, 11. Dezember, im Gastspiel beim VfL Bochum.

Statistik

Nürnberg: Schäfer - Brecko, Margreiter, Bulthuis, Sepsi - Behrens, Erras - Schöpf, Leibold (86. Blum)- Burgstaller (90. Polak), Füllkrug (59. Möhwald)

Paderborn: Kruse – Heinloth (76. Narey), Hoheneder, Wahl, Hartherz – Kirch (82. Stöger), Bakalorz – Koc, Saglik, Stoppelkamp (71. Lakic) – Proschwitz

Zuschauer: 25000

Tor: 1:0 Füllkrug (34.), 2:0 Leibold (73.), 2:1 Stöger (89.)

Gelbe Karten: Schäfer, Leibold, Sepsi / Heinloth, Saglik, Bakalorz

Kommentare

Da wird ja rotiert wie beim FC Bayern, aber gut, der Trainer hat ja auch das Bayern- Gen nach Paderborn gebracht. Hätte nicht gedacht, daß so schnell wieder business as usual gekickt wird.
Hoffentlich merkt man im Verein, daß die Nummer ganz übel enden kann - oder will irgendwer wieder nach Chemnitz?

P.S.: Habe schon seit gefühlten zwei Wochen nichts mehr von der Trainerfrau gelesen...

Die vom Aufstieg faseln

Herr Effrenberg, wann genau steigen wir noch mal auf? Haben Sie Ihren Vertrag schon dafür verlängert? Immerhin hat sich der Trainerwechsel rein tabellarisch ja auf jeden Fall gelohnt. Vielleicht sollten wir noch 5 mal den Trainer wechseln. Für ein Strohfeuer reicht es ja immer.

Was wurden Gellhaus Aussagen wie "Mit der Leistung bin ich zufrieden" oder "Ich sehe Fortschritte" um die Ohren gehauen!!!

Da nimmt man Urlaub, fährt ewig mit dem Bus und sieht in der 89. Minute dann doch mal einen Torschuss... Das Gute war, dass in diesem Sch...-Stadion aus dem Auswärtsblock (ewig weit weg und viel zu flach) sowieso kaum was zu erkennen war. Da konnte man sich wenigsten gepflegt das "Erlebnis" schön saufen...

Aber immerhin wurde Rücksicht geübt und für Proschwitz keine "negative Stimmung" verbreitet... Ist ja auch alles super! Gut, dass die 60er genau so doof sind wie wir!

2 Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3668302?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198358%2F