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Mo., 14.12.2015

Paderborns Präsident Finke fordert, endlich die Kurve zu bekommen, und nimmt Trainer Effenberg von Kritik nicht aus Finke: »Ich will zu den Aufstiegskandidaten gehören«

Paderborns Präsident Wilfried Finke.

Paderborns Präsident Wilfried Finke. Foto: Oliver Schwabe (Archiv)

Paderborn (WB). Der Präsident des Fußball-Zweitligisten SC Paderborn, Wilfried Finke, redet nach der sportlichen Misere und der  Suspendierung von drei Spielern Klartext. Im Interview mit unserer Zeitung vergleicht Finke das 0:4 in Bochum mit der 0:6-Heimpleite gegen Sandhausen: »Unser Spiel gegen Bochum war noch schlimmer, weil wir noch weniger Zweikämpfe gewonnen haben. Mehr konnten wir allerdings auch gar nicht gewinnen, weil wir ja gar nicht in die Zweikämpfe gegangen sind.«

Auch seinen Trainer Stefan Effenberg nimmt Finke von seiner Kritik nicht aus: » Seine Wechsel nach unserer 3:1-Führung gegen 1860 München waren nicht glücklich. Das wird er eingesehen haben. Der Wille, nahezu unmögliche Dinge noch möglich zu machen, ist bei ihm stark. Aber das kann im Moment nicht gelingen, weil die Typen fehlen.«
 

Zum Thema Aufstieg sagt der 64-jährige Finke: »Ich will, egal in welcher Liga, mit meinem Verein immer zu den Aufstiegskandidaten gehören. Aber ich muss sagen, dass wir die Gesamtsituation bislang nicht ernst genug genommen haben. Deshalb müssen wir die fernere Zukunft im Moment völlig ausblenden und ausschließlich daran denken, die Kurve zu bekommen, um am Ende nicht tatsächlich etwas mit dem Abstieg zu tun zu bekommen.«
 
Doch auch mit dem möglichen Marsch in die 3. Liga setzt sich der Vereinschef auseinander: »Wir würden sportlich wieder bei Null anfangen müssen. Einigen Vereinen ist das in der Vergangenheit gut gelungen, einige andere sind aber auch gnadenlos gescheitert und in der Versenkung verschwunden. Ich halte unseren SC Paderborn aber für so stabil, dass er, selbst wenn der Super-Gau eintreten würde, auch den überleben würde. Aber soweit ist es ja noch nicht.«

Das vollständige Interview lesen Sie in der Montagsausgabe des WESTFALEN-BLATTES.

Kommentare

Schuldenfrei in Liga Drei

Einfach köstlich. Der Verein steigt nach einem Jahr Erste Liga ab, verliert fast alle wichtigen Spieler und spart an allen Ecken (weil ja schuldenfrei auch durch Horrorticketpreise) und holt als Trainer die Billiglösung und als das nicht klappt einen berühmten Grünling (war Holger Fach nicht mal Trainer und wurde auch gefeuert) und glaubt das funktioniert und man will schnell wieder an die Tür zur Ersten Liga anklopfen. Ja ne, is klar!!!
Erst totsparen und immer noch die Nr. 1 bei den Ticketpreisen, vor allem auch bei den Behinderten. Das ist der (größenwahnsinnige) 1. FC "Finke" TuS Paderborn-Schloß Neuhaus !!!

Alphatiere

Wir werden es kaum erfahren, aber vielleicht sind es ja die erfahrenen Spieler, die manches aus den letzten Wochen in Frage gestellt haben?
Jedenfalls darf man gespannt sein, wie es sich auswirkt, wenn zwei Alphatiere wie Finke und Effenberg nun offenbar nicht mehr ganz auf einer Wellenlänge schwimmen...

Mit den erfahrenen Spielern Brückner und Saglik hat man nun auch noch das bisschen an Konstanz aus der Mannschaft geholt. Man beachte nurmal wer von dem Team im Mai jetzt noch im Kader ist, eine handvoll Spieler, mehr nicht. Es fehlt der Teamgeist und leider wird der nach dieser Entscheidung noch schwieriger zustande kommen. Ich hoffe nur, dass eventuelle Neuverpflichtungen mit ins Trainingslager gehen können.

3 Kommentare

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