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Di., 01.03.2016

SCP ist nach dem Remis in Karlsruhe seit zwölf Spielen sieglos Es reicht nur zum 0:0

Marvin Bakalorz setzt sich gegen zwei Karlsruher durch. Am Ende reicht's aber nur zu einem 0:0.

Marvin Bakalorz setzt sich gegen zwei Karlsruher durch. Am Ende reicht's aber nur zu einem 0:0. Foto: Besim Mazhiqi

Paderborn/Karlsruhe (WB/en). Jetzt ist das Dutzend voll. Der SC Paderborn vermied am Dienstagabend beim Karlsruher SC eine weitere Niederlage, kam aber nicht über ein 0:0 hinaus und ist damit schon seit zwölf Zweitliga-Spielen in Serie sieglos.

Die direkte Konkurrenz des Tabellenvorletzten gibt sich mit der Eichhörnchentaktik nicht zufrieden. Zwar verkürzte der SCP den Rückstand auf den Viertletzten Fortuna Düsseldorf (1:3 gegen Bochum) auf fünf Zähler, aber der bislang punktgleiche TSV 1860 München erspielte mit dem 1:0 in Kaiserslautern den zweiten Dreier in Folge und sorgte dafür, dass selbst der Relegationsplatz für den Erstliga-Absteiger nun zwei Punkte entfernt liegt.

Im Vergleich zu den vorangegangenen beiden Auftritten gegen Leipzig (0:1) und in Bielefeld (1:1) hatte Effenberg nur eine Änderung in seiner Startelf vorgenommen. Statt des Derby-Torschützen Nicklas Helenius bekam der bislang (und wieder) enttäuschende Jakub Sylvestr im Paderborner Angriff eine neue Bewährungschance. Für erste Gefahr sorgte aber nicht Sylvestr, sondern Teamkollege Michael Heinloth und das auch noch vor dem eigenen Tor. Zunächst kassierte er für ein ein Foul seine fünfte Gelbe Karte, die ihn am Samstag im Heimspiel gegen Greuther Fürth zum Zuschauer macht. Dann beförderte er den folgenden Freistoß von Enrico Valentini selbst per Kopf so scharf auf das SCP-Geviert, dass sich Torwart Daniel Heuer Fernandes schon sehr strecken musste, um den Ball noch über die Latte zu lenken (12.).

Effenberg reagiert in der Pause

Die erste und zugleich die letzte Möglichkeit in einer ersten Halbzeit, in der keine der beiden Mannschaften, sondern allein die Langeweile regierte. In der Halbzeitpause reagierte Stefan Effenberg und stellte mit der Einwechslung von Nicklas Helenius (für Mirnes Pepic) auf ein System mit zwei Stürmern um. Stürmischer wurde es aber nur nominell und so gab's nach einer Stunde den nächsten Wechsel. Sylvestr, der mit der Auswechslung seine auffäligste Szene hatte, machte für Marc Brasnic Platz und sah von der Bank aus, wie Kapitän Marvin Bakalorz mit einem Fernschuss den einzigen nennenswerten Annäherungsversuch unternahm (63.). 

Die Gastgeber verließen sich bei ihren Offensivbemühungen derweil weiter auf das falsche Kopfballspiel der SCP-Verteidigung. Nach Michael Heinloth stellte auch Tim Sebastian den eigenen Torwart vor eine Herausforderung, die Daniel Heuer Fernandes erneut in beachtlicher Manier meisterte (72.).  Neun Minuten vor dem Abpfiff wäre aber auch der beste Paderborner chancenlos gewesen, doch zum Glück für den Deutsch-Portugiesen und vor allem den SCP traf Boubacar Barry nach Zuspiel von Dimitris Diamantakos aus vier Metern lediglich den Pfosten.

Statistik

Karlsruhe: Vollath - Valentini, Thoelke, Gulde, Kempe - Torres (31. Barry), Prömel, Meffert, Yamada - Hoffer (46. Gouaida/87. Manzon), Diamantakos

Paderborn: Heuer Fernandes - Heinloth, Sebastian, Wahl, Hartherz - Krauße (82. Stöger) -  Koc, Bakalorz, Pepic (46. Helenius), Bertels - Sylvestr (60. Brasnic)

Schiedsrichter: Ittrich (Hamburg)

Zuschauer: 11.500

Gelbe Karten: - / Heinloth (5), Krauße, Bertels (3)

»Es reicht«: Der Kommentar zur Lage beim SC Paderborn.

Kommentare

Es ist ja nicht nur das Problem der Einkäufe des letzten Winters - seit dem Aufstieg jagte eine Dummheit die andere und die wenigen sinnvollen Transfers gingen unter in den sportlich und/oder charakterlich ungeeigneten Spielern.
Zwei Spiele mal zumindest mit akzeptabler Leistung und Einstellung überrascht, nur um dann zum selben Dreck der letzten eineinhalb Jahre zurückzukehren - soviele Eigentore können München und Duisburg gar nicht schießen, daß wir noch eine Chance auf den Relegationsplatz haben sollen. Und selbst wenn: Gegen wen würde man sich in dem Falle nicht blamieren? In der gesamten dritten Liga ist doch niemand, der sich dort nicht mit mindestens 6:0 Toren durchsetzen würde...

Kein Knaller

Sylvestr ist wahrlich kein Knaller, schade, daß sich der SCP solche Leute hat "andrehen" lassen. Da sollten auch mal die Leute in der sportlichen Führung unter die Lupe genommen werden. Wieviele der Winterkäufe spielen denn überhaupt?
Sehe schon der Relegation gegen Osnabrück entgegen....

2 Kommentare

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