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Fr., 29.04.2016

Unglückliche 1:2-Heimniederlage gegen den SC Freiburg, der aufgestiegen ist Paderborn rutscht auf den letzten Tabellenplatz

Zweikampf in der Benteler-Arena: Paderborns Kevin Stöger und Freiburgs Nicolas Höfler.

Zweikampf in der Benteler-Arena: Paderborns Kevin Stöger und Freiburgs Nicolas Höfler. Foto: Oliver Schwabe

Von Elmar Neumann

Paderborn (WB). Die einen zittern, die anderen feiern. Der SC Paderborn hat am Freitagabend das Heimspiel gegen den SC Freiburg äußerst unglücklich mit 1:2 (0:0) verloren, musste den Gästen zum Erstliga-Aufstieg gratulieren und ist aufgrund dieser Niederlage sogar auf den letzten Tabellenplatz abgerutscht. 

Am 32. Spieltag war es ein dreiminütiger Blackout direkt nach der Pause, mit dem sich der SCP um den Lohn für eine der stärksten Leistungen in dieser Saison brachte.

Trainer René Müller vertraute in dieser Partie jener Formation, die zuvor in Heidenheim (1:1) gepunktet und in Frankfurt (2:0) gewonnen hatte. Die Vorzeichen schienen klar. Allein in den vorangegangenen zehn Partien waren den Breisgauern so viele Punkte (28) zugeschrieben worden wie den Ostwestfalen in der gesamten bisherigen Spielzeit. Eingedenk dieser eindeutigen Ausgangslage bemühte Müller einen kleinen psychologischen Kniff und ließ die Seinen nach den beiden respektablen Auftritten in der Fremde auch im eigenen Stadion im rot-gelben Auswärtstrikot auflaufen.

Stoppelkamp an die Latte

Welchen Einfluss diese farbige Spielerei tatsächlich auf den SCP-Auftritt hatte, ist schwerlich zu sagen, in jedem Fall aber waren es die Paderborner, die in der Anfangsphase das Mehr an Spielanteilen und auch die ersten großen Chancen hatten: Eine abgefälschte Hereingabe von Süleyman Koc landete bei Kevin Stöger, dessen Drehschuss aus kurzer Distanz aber weit über das Gehäuse ging (15.). Nur drei Minuten später schloss Moritz Stoppelkamp einen Konter mit einem Lattentreffer ab.

Dann wurden die Freiburger ebenfalls erstmals gefährlich, aber auch Toptorjäger Nils Petersen zielte bei seinem Flachschuss nicht exakt genug (24.). Eingreifen musste Paderborns Torwart Daniel Heuer Fernandes vor dem Seitenwechsel nur ein Mal, als es eine Direktabnahme von Maximilian Philipp mit den Fäusten abzuwehren galt (43.).

Für die gute Darbietung in Hälfte eins gab es von den etwa 9000 SCP-Fans unter den 10414 Zuschauern eine Portion Applaus, in den ersten drei Minuten nach Wiederbeginn indes machte sich unter den Anhängern Fassungslosigkeit breit.

Dramatische Endphase samt fünfminütiger Nachspielzeit

Fast hätte »Stoppel« in Minute 62 den Ausgleich nachgelegt, doch zum zweiten Mal in diesem Spiel flog sein feiner Versuch aus 20 Metern lediglich an die Latte. Und es wurde noch bitterer. Niklas Hoheneder, der Vorbereitung des 0:2 für schuldig befunden, verbuchte per Kopf den dritten Aluminiumtreffer (67.), wurde dabei von Schwolow unabsichtlich per Fauststoß niedergestreckt, doch auch der Elfmeterpfiff von Deniz Aytekin blieb aus. Für den benommenen »Hohe« war der missglückte Abend damit vorzeitig vorbei. Die dramatische Endphase samt der fünfminütigen Nachspielzeit bestritt der SCP nach einer Gelb-Roten Karte für Pascal Stenzel (86.) sogar in Überzahl, doch der verdiente Ausgleich fiel nicht mehr.

»Ich glaube, heute hatte die Latte ein Freiburger Trikot an«, sagte der frustrierte Stoppelkamp.

Weiter geht's für den Erstliga-Absteiger am kommenden Sonntag (15.30 Uhr) mit dem Kellerduell beim TSV 1860 München (2:0-Sieger beim FC St. Pauli). Selbst mit einer weiteren Niederlage wäre der Absturz in Liga drei noch nicht besiegelt, aber er würde immer wahrscheinlicher.

Statistik

SC Paderborn: Heuer Fernandes - Narey, Hoheneder (70. Sebastian), Wahl, Hartherz - Wydra (85. Bertels), Bakalorz, Schonlau (63. Helenius) - Koc, Stöger, Stoppelkamp

SC Freiburg: Schwolow - Stenzel, Torrejon, Kempf, Günter - Frantz, Höfler, Abrashi, Grifo (90. Guéde) - Petersen, Philipp (87. Mujdza)

Zuschauer: 10.414

Tore: 0:1 Franz (46.), 0:2 Petersen (48.), 1:2 Stoppelkamp (57.)

Gelbe Karten: Stöger / -

Gelb-Rote Karte: Stenzel (86.)

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