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So., 08.05.2016

SCP-Trainer René Müller versucht, die positiven Aspekte des Spiels in München zu betonen Um Vorfreude bemüht

SCP-Trainer René Müller will von Stress nichts wissen. Er wertet das Spiel bei 1860 als große Herausforderung.

SCP-Trainer René Müller will von Stress nichts wissen. Er wertet das Spiel bei 1860 als große Herausforderung. Foto: Oliver Schwabe

Von Elmar Neumann

Paderborn  (WB). Vielleicht nur noch 180 Spielminuten vom Abstieg in die 3. Liga entfernt, dürfen sich die Profis des SC Paderborn noch einmal fast wie Erstliga-Akteure fühlen. Am Samstagmorgen geht es höchst stilvoll mit dem Flugzeug in die bayerische Landeshauptstadt, wo am Sonntagnachmittag (15.30 Uhr) zum SCP-Gastspiel beim TSV 1860 München mehr als 50.000 Zuschauer erwartet werden.

Der Unter- und Mittelrang in der Arena sind bereits ausverkauft. Der Durchschnittswert (21.438) für die Auftritte der Löwen, die mit einem Sieg so gut wie gerettet wären, wird um mehr als das Doppelte übertroffen. Dieser für Liga zwei exklusive Rahmen kommt Paderborns Trainer René Müller sehr gelegen, denn so fällt es ihm noch leichter, den Seinen die vielleicht vorentscheidende Partie im dramatischen Kampf um den Klassenerhalt als ein Ereignis mit jeder Menge positiver Aspekte zu verkaufen. Statt Abstiegsangst soll Vorfreude entstehen. So schwierig diese Sichtweise auch zu vermitteln sein dürfte. »Wir führen diese Sportart mit dem Fuß aus, aber gespielt wird sie mit dem Kopf. Daher ist es wichtig, zu betonen, dass ein Spiel in einer tollen Atmosphäre wartet, auf das wir uns freuen können. Natürlich ist es am Ende eine Drucksituation, aber wir werten das Ganze als große Herausforderung und nicht als Stressfaktor.«

500 SCP-Fans in München

Die SCP-Anhänger, von denen sich etwa 500 in Richtung München aufmachen werden, haben dem Team am Freitagmorgen noch einmal deutlich vor Augen geführt, dass es für das Schlusslicht am vorletzten Spieltag nicht nur um einen Auftritt in erstligareifem Ambiente, sondern um viel mehr geht. »Alles für den Klassenerhalt« war auf einem Banner zu lesen, das sie am Trainingszentrum aufgehängt hatten. René Müller sprach von einem »coolen Erlebnis«, morgens um halb neun auf diese Weise an seinem Arbeitsplatz empfangen zu werden und versprach den Fans, dass die Aufforderung ihre Wirkung nicht verfehlen werde: »Ich bedanke mich für die starke Geste. Das ist genau die Message, mit der wir in die letzten beiden Spiele gehen. Wir werden alles tun, was in unserer Macht steht, um den Klassenerhalt noch zu realisieren.«

Der Tatsache, dass der SCP auf dem letzten Platz steht, ist geschuldet, dass sich diese Macht in Grenzen hält. Der Erstliga-Absteiger ist beim verzweifelten Versuch, das Durchgereichtwerden in die 3. Liga zu verhindern, auf die (unfreiwillige) Hilfe der Gegnerschaft angewiesen. Der SCP kann am Sonntag noch nicht faktisch absteigen, hat die Fäden im Fünfkampf mit dem TSV 1860, Fortuna Düsseldorf, dem FSV Frankfurt und dem MSV Duisburg aber nicht mehr in den Händen. Daher fokussiert sich Müller vor und in München konsequent nur auf das, was mit dem eigenen Tun beeinflusst werden kann. »Ich beschäftige mich nicht mit Szenarien oder Konstellationen. Wir werden auch kein Handy auf der Bank haben. Für uns geht es darum, eine gute Performance abzuliefern und am Ende drei Punkte mehr auf dem Konto zu haben.« Im Idealfall wäre der SCP dann vielleicht nur noch 90 Minuten vom Klassenerhalt entfernt..

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