>

Sa., 14.05.2016

SC Paderborn vor dem Abstiegsfinale: Müllers Mannschaft bezieht Hotel – Ein Punkt könnte reichen – Saglik ist wieder im Kader Relegation oder nichts

Foto: Besim Mazhiqi

Von Elmar Neumann und Matthias Reichstein

Paderborn(WB). Die letzte Hoffnung des Bundesliga-Absteigers SC Paderborn heißt Relegation. Der Weg dahin ist kein Spaziergang. Das Zweitliga-Schlusslicht muss am Sonntag (15.30 Uhr) im Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg punkten und benötigt zugleich die Hilfe von RB Leipzig und dem TSV 1860 München. Vor diesem Abstiegsfinale hat das WESTFALEN-BLATT die wichtigsten Fakten und Meinungen zusammengefasst.

Es gibt zwei Notausgänge, über die der SCP die Relegationsspiele gegen Würzburg erreichen kann. Variante 1: Paderborn (28 Punkte) schlägt Nürnberg, während Duisburg (29) und Frankfurt (29) nicht gewinnen. Variante 2: Paderborn holt gegen Nürnberg einen Punkt, Frankfurt verliert und Duisburg verliert mit mindestens vier Toren Unterschied. Kurios: Spielt Paderborn beispielsweise 3:3 und Duisburg verliert mit 0:3, liegen diese beiden Teams nach Punkten und Toren exakt gleichauf. Der direkte Vergleich (0:0/0:1) spricht dann allerdings für die Meidericher.

Trainer spricht von schwerem Start

»Die Ausgangslage hatten wir uns so nicht gewünscht, war von uns so auch nicht erwartet worden.« Mit diesem Satz eröffnete René Müller am Freitag die Abschlusspressekonferenz. Der Trainer sprach von einem schweren Start in die vielleicht letzte Trainingswoche der Saison, ist aber optimistisch: »Wir werden uns zerreißen, alles reinknallen und genau so viel investieren wie in den Spielen gegen Freiburg und München.« Die blieben aber punktlos und das lag in erster Linie am harmlosen Offensivspiel. »Wir müssen unsere Effizienz verbessern«, sagt Müller und nennt ein Beispiel: »Wir hatten eine Vielzahl an Eckbällen, diese Chancen muss man auch nutzen.« Dass das diesmal klappt, davon ist der 41-Jährige überzeugt: »Die Mannschaft zeigt mir eine sehr große Entschlossenheit. Jeder wird über sein Limit gehen.« Über den Gegner sagt Müller: »Der 1. FC Nürnberg hat eine Topmannschaft und möchte mit einem guten Gefühl in die Relegation gehen. Sie werden uns alles abverlangen.«

Finke trauert vergebenen Chancen nach

Marvin Bakalorz spricht selbst von einer »schlimmen Saison für die Mannschaft und die Fans«, hofft aber darauf, dass am Sonntag noch einmal alle für 90 Minuten zusammenstehen. »Wir müssen jetzt unsere Hausaufgabe erledigen und siegen. Alles andere hilft nicht mehr. Danach dürfen wir wieder an den Relegationsplatz denken und können mal schauen, was unsere Konkurrenten gemacht haben.« Bakalorz hat natürlich noch den Abstieg 2015 im Kopf: »Auch damals waren wir auf die Hilfe Dritter angewiesen. Aber das haben wir uns auch diesmal selbst zuzuschreiben und deshalb dürfen wir uns darüber nicht beklagen.«

Wilfried Finke trauert den zahlreichen vergebenen Chancen nach, setzt aber auf das Prinzip Hoffnung: »Wir haben alle Einladungen bekommen, um uns vom Abstieg fernzuhalten, wir hätten die Situation an jedem Spieltag dramatisch zu unseren Gunsten verbessern können – aber: Wir sind noch nicht abgestiegen und vielleicht haben wir am Sonntag mal das an Glück, was wir im bisherigen Saisonverlauf an Pech hatten.«

Mehr dazu lesen Sie am Samstag, 14. Mai, im WESTFALEN-BLATT.

 

Kommentare

Pech???

Wie kann sich ein Herr Finke erdreisten, von Pech zu sprechen? Nach 33 Spieltagen lügt die Tabelle nicht und zwei Abstiege in Folge haben sicherlich auch nichts (0,00%) mit Pech zu tun! Herr Finke ist ja im Endeffekt für die Personalpolitik verantwortlich. Daher trägt er die wesentliche Verantwortung und sollte den Weg freimachen für einen Neuanfang. Von dem finanziellen Schaden durch die katastrophale Vertragsgestaltung der Profiverträge (mind. 10 Mio. €) mal ganz abgesehen. Aber das hat für ihn und die anderen "Herren" ja sicherlich auch was gutes: Die Darlehen privater Gläubiger an den Verein werden sicherlich blendend verzinst... Neustart! Jetzt! Meine Meinung!

1 Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4003866?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198358%2F