Durchgereicht in 601 Tagen: Paderborns tiefer Fall ist beispiellos
Elf Gründe für den Abstieg

Paderborn (WB). In 601 Tagen von Platz eins in Liga eins auf Platz 18 in Liga zwei: Dieser Absturz ist in der Kürze der Zeit beispiellos. Der SC Paderborn ist auch der erste Verein, der seit Gründung der 3. Liga durchgereicht worden ist. Die Gründe sind vielschichtig, die wichtigsten nennt das WESTFALEN-BLATT.

Mittwoch, 18.05.2016, 09:28 Uhr aktualisiert: 18.05.2016, 18:06 Uhr
Dieses Duo ist Paderborner Fußball-Geschichte: Trainer Stefan Effenberg und Manager Michael Born. Foto: Oliver Schwabe
Dieses Duo ist Paderborner Fußball-Geschichte: Trainer Stefan Effenberg und Manager Michael Born. Foto: Oliver Schwabe

Der Kader

Durch die 18 Abgänge nach dem Erstliga-Abstieg wurde das Mannschaftsgefüge nachhaltig zerstört. Es fehlte auch der Leader im Team. Marvin Bakalorz war mit dem Kapitänsamt komplett überfordert. Ebenso fehlte der Teamgeist. Einige Spieler wollten weg, andere fühlten sich unterbezahlt – auch, weil teure Nachverpflichtungen wie Jakub Sylvestr oder Nicklas Helenius das Gehaltsgefüge durcheinanderwirbelten.

Die Suspendierungen

Der Rausschmiss von Daniel Brückner, Mahir Saglik und Srdjan Lakic nach der 0:4-Klatsche in Bochum war ein Alleingang des Präsidiums. Die Mannschaft empfand den Schritt als Willkür und hat bis heute nicht verstanden, warum es dieses Trio traf. Trainer Stefan Effenberg und Manager Michael Born wurden am 12. Dezember 2015 vor vollendete Tatsachen gestellt. Beide wehrten sich allerdings auch nicht.

Stefan Effenberg

Mit dieser Verpflichtung war der SC Paderborn völlig überfordert. Kein Führerschein, keine Trainerlizenz und letztlich auch kein Erfolg: Der SCP wurde innerhalb weniger Wochen zum SC Effenberg, weil sich medial alles nur noch um den Traineranfänger aus München drehte. Hollywood in Ostwestfalen – diese Mischung passte gar nicht. Die Konsequenzen zog Finke erst im März und damit drei Monate zu spät.

Mehr lesen Sie am Mittwoch, 18. Mai, im WESTFALEN-BLATT.

Kommentare

Leo-Armine  schrieb: 19.05.2016 18:02
Und noch mehr...
Tja, Fehler macht man im Erfolg am meisten. - Ich kann mich noch gut erinnern an einen buchhalterhaften Menschen hinterm Schreibtisch im alten Lönsstadion... Inzwischen durfte er Bundeligamanager spielen, ist es ihm bekommen? Wohl kaum...
Dazu ein Breitenreiter, der seine One Man- Show abziehen konnte bis zum Ende in der ersten Liga. Und über allem thronte der Präsi, dem ja so gar niocht klar war, daß man mit Effe eben auch dessen Frau verpflichtet und den Boulevard. Dem das Bussi- Bussi in den ersten Spielen aber auch nicht unangenehm gewesen ist. Und die Bilanz von René Müller ist auch nicht besser als die seiner beiden Vorgänger...
1 Kommentare
Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4012494?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198358%2F
Der alte „Snoopy“ genießt die Gesellschaft zweier Damen
Die beiden jungen Damen sind gut fürs Lebensgefühl des alten Nashornbullen im Safariland Stukenbrock. Wenn die Somali-Schwarzkopfschafe „Claudia“ und „Michaela“ mit dem Popo wackeln, trottet ihnen „Snoopy“ hinterher. Foto: Monika Schönfeld
Nachrichten-Ticker