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Mo., 22.08.2016

Absteiger Paderborn versucht im Pokal einen Neuanfang Müllers Appell an die Fans

Paderborns Trainer René Müller.

Paderborns Trainer René Müller. Foto: Besim Mazhiqi

Paderborn (WB/MR). Der weiter ungebremste Absturz des SC Paderborn hat Spuren hinterlassen. Die Fans des SCP sind tief enttäuscht, das wurde nach dem peinlichen 1:2 gegen Werder Bremen II besonders deutlich. Oder sie bleiben gleich weg.

Die wenigen Zuschauer (Schnitt: 4700) sind ein deutliches Signal, daran ändert auch die Pokalpartie am Montagabend (18.30 Uhr) gegen den SV Sandhausen mit bislang 2300 verkauften Tickets nichts.

Die Stimmung rund um den Klub ist schlecht, Trainer René Müller nutzte am Freitag die Pressekonferenz für einen eindringlichen Appell. »Es ist nicht förderlich, wenn die aktuelle Situation mit den vergangenen Spielzeiten vermischt wird. Es sind auf allen Ebenen Fehler gemacht worden, aber wir müssen jetzt noch enger zusammenrücken und den eingeschlagenen Weg gemeinsam weitergehen«, forderte Müller.

Verständnis für den Frust

Für die Reaktionen der frustrierten Anhänger, besonders nach der Niederlage gegen Werder, habe er Verständnis, er sei aber vom neuen Kurs überzeugt: »Wir haben eine junge und dynamische Mannschaft mit unverbrauchten Spielern, mit Talenten und gestandenen Profis. Sie arbeitet täglich hart für den Erfolg.« Der 42-Jährige legte sich deshalb schon fest: »Wir werden in naher Zukunft positive Ergebnisse liefern, nicht erst in drei Monaten.«

Sehr unzufrieden sei auch er mit der Ausbeute von nur drei Punkten aus den ersten vier Pflichtspielen. Der Ex-Profi weiß im »Zeitalter des Ergebnissports Fußball«, was diese Bilanz langfristig für Folgen haben kann. Vielleicht gerade deshalb wünscht er sich bei »allen, die mit dem Verein zu tun haben«, ein schnelles Umdenken: »Wir sollten uns frei machen von den vergangenen Jahren. Wir dürfen nicht ewig zurückschauen, wir müssen in positives Fahrwasser zurückkehren.«

Sandhausen noch sieglos

Ein Neuanfang könnte das Pokalspiel sein. Müller sieht den klassenhöheren Gast in der Favoritenrolle. Der SV Sandhausen ist allerdings noch sieglos und wurde zuletzt von Paderborns Jahrhunderttrainer Pavel Dotchev mit Aufsteiger Aue geschlagen. »Wir wittern unsere Chance, aber wir müssen endlich unsere Effektivität erhöhen«, forderte Müller.

Weiter fraglich ist der Einsatz von Thomas Bertels. Erste Alternative wäre Neuzugang Felix Herzenbruch, der bislang noch gar nicht zum Einsatz kam.

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