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Mo., 22.08.2016

Paderborn: Bertels steht im Pokal gegen Sandhausen wieder im Kader Müller bittet um Geduld

Thomas Bertels kehrt in das SCP-Aufgebot zurück. Nach seiner Verletzung trägt er eine Spezialpolsterung im Schuh.

Thomas Bertels kehrt in das SCP-Aufgebot zurück. Nach seiner Verletzung trägt er eine Spezialpolsterung im Schuh. Foto: Besim Mazhiqi

Von Matthias Reichstein

Paderborn (WB). Die Saison 2016/2017 ist noch gar nicht so richtig ins Rollen gekommen, da steht René Müller schon mächtig unter Druck. Paderborns Trainer muss Ergebnisse liefern. Eine neue Chance gibt es Montagabend (18.30 Uhr, Benteler-Arena) im Pokalspiel gegen Sandhausen.

Nach drei Niederlagen in den ersten vier Punktspielen nutzte Müller die vergangene Trainingswoche, um seine Mannschaft wieder aufzurichten. Der 42-Jährige führte viele Einzelgespräche und hat es geschafft, dass die Heimpleite gegen Werder II zumindest innerhalb des Teams aufgearbeitet ist. »Wir sind sehr schleppend in die Woche gestartet, diese Niederlage hat schon sehr an uns genagt. Aber jetzt ist Werder raus aus den Köpfen«, ist Müller überzeugt.

Sehr viel Unruhe herrscht dagegen weiter im Umfeld. Auch das spürt der Fußballlehrer: »Ich bin für die meisten Paderborns Abstiegstrainer, nicht Markus Gellhaus oder Stefan Effenberg. Da interessiert es auch keinen, dass ich den besten Punkteschnitt hatte.« Über die angespannte Situation rund um den Klub will sich Müller damit aber nicht beschweren, bittet aber um mehr Geduld: » Wir stecken in einem Umbruch. Meine Mannschaft hat die Qualität, eine gute Rolle in der 3. Liga zu spielen. Sie muss sich aber erst noch finden.«

Fündig geworden

Auf der Suche nach Verstärkungen ist der Fußballlehrer schon fündig geworden. Mit zwei Spielern laufen konkrete Gespräche, die in dieser Woche zu einem Abschluss geführt werden sollen. Ob dann zwei Spieler kommen, oder am Ende gar keiner? Das lässt Müller offen. »Wir haben eine neue Teamstruktur aufgebaut, die möchte ich nicht gefährden. Deshalb werden wir nicht die Fehler wiederholen, die hier in den vergangenen Jahren gemacht wurden«, sagt Müller.

Er meint damit besonders den Zweitligakader der Spielzeit 2015/2016. Das war letztlich nur ein Sammelsurium von guten Einzelspielern, aber nie eine Mannschaft.

Bertels steht im Kader

Das wurde übrigens schon am dritten Spieltag deutlich: Der Gegner hieß im August 2015 auch Sandhausen, und der SCP ging mit 0:6 unter – der spektakuläre Startschuss für eine turbulente Saison. Da war Müller noch nicht im Amt, der Respekt vor den Gästen ist dennoch groß: »Sandhausen ist für mich ein etablierter Zweitligist. Wir brauchen eine Topleistung, wenn wir weiterkommen wollen.«

Für Sandhauses Trainer Kenan Kocak ist der SCP ein »gefühlter Zweitligist«, er sagt aber auch: »Die stehen schon mächtig unter Druck, diese Verunsicherung möchte wir aussnutzen.«

Personell hat Müller seit Samstag ein Problem weniger: Thomas Bertels konnte mit einer Spezialpolsterung im Schuh mittrainieren und steht im Kader. Die Gäste müssen dagegen ihre Abwehr umbauen: Neuzugang Daniel Gordon ist gesperrt. Linksverteidiger Damian Roßbach droht wegen einer Rippenprellung auszufallen.

So könnte der SCP spielen

Kruse – Zolinski, Sebastian, Strohdiek, Bertels – Krauße, Kruska, Schonlau – Vucinovic, van der Biezen, Michel

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