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So., 11.09.2016

Ein Sieg und zwei Neue sorgen für Zuversicht – 6000 Besucher werden gegen Kiel erwartet Aufbruchstimmung in Paderborn

Applaus von Trainer René Müller: Paderborns Chef auf der Bank ist vom Weg seines neuen Kaders überzeugt.

Applaus von Trainer René Müller: Paderborns Chef auf der Bank ist vom Weg seines neuen Kaders überzeugt. Foto: Besim Mazhiqi

Von Matthias Reichstein

Paderborn (WB). Locker, gelöst und voller Zuversicht: So präsentierte sich am Freitag Paderborns Cheftrainer René Müller. Die zuletzt aufgeheizte Situation beim SC Paderborn hat sich vor dem Heimspiel am Sonntag (14 Uhr, Benteler-Arena) gegen Holstein Kiel deutlich entspannt.

Die Gründe sind einfach zu erklären: Der 2:1-Auswärtssieg beim SV Wehen Wiesbaden wirkt noch nach, die beiden Neuverpflichtungen geben Müller viel mehr Handlungsspielraum. »Wenn ich auf die Kaderliste schaue, muss ich schon sagen, dass ich jetzt eine komfortable Situation habe«, strahlt Müller. Die er auch ausnutzt: Zlatko Dedic (zuletzt FSV Frankfurt) und Marcus Piossek (1. FC Kaiserslautern) stehen nach einer gemeinsamen Trainingswoche im Kader, Piossek dürfte sogar sofort den Sprung in die Anfangself schaffen. Sein Debüt beim Pokalsieg in Steinhagen (8:1) war vielversprechend, auch wenn der Gegner nur eine Halbzeit lang mithalten konnte. Dedic hat zwar beste Fitnesswerte, ihm fehlt nach acht vertragslosen Wochen die Spielpraxis. »Wir haben jetzt im Offensivbereich die Möglichkeit auf die verschiedensten Konstellationen zu reagieren. Damit sind wir für den Gegner noch schwerer auszurechnen«, ist Müller zufrieden. Kapitän Tim Sebastian ergänzt: »Das sind beides guten Typen, die auch noch eine Menge Qualität mitbringen.«

»Wir sind dabei, uns immer weiter zu stabilisieren«

Das klingt nach Aufbruchstimmung, Abwehrchef Sebastian beobachtet die Aufwärtsentwicklung aber schon seit ein paar Wochen. Auch, wenn da die Ergebnisse überhaupt nicht passten: »Wir sind dabei, uns immer weiter zu stabilisieren. Auch gegen Bremen oder Sandhausen haben wir phasenweise gezeigt, wie wir Fußball spielen wollen. Nur haben uns da noch Kleinigkeiten gefehlt.«

Piossek rein, der damit die Rolle von Sebastian Schonlau übernehmen dürfte: Diese Personalie wird bis zum Anpfiff wohl die einzige Veränderung bleiben. »Die Mannschaft hat in Wehen sehr gut funktioniert«, lobt Müller, lässt sich hier aber alle Optionen offen. »Wir können während des Spiels immer nachlegen und werden dadurch immer unberechenbarer. Das ist unsere neue Stärke«, ist Sebastian überzeugt. Eine Alternative könnte noch Christian Bickel sein. Der ist nicht zu 100 Prozent fit, aber Müller schwärmt: »Er macht einen sehr guten Eindruck. Dass der Ball sein Freund ist, sieht man bei jeder Aktion.«

Die Zuversicht beim SCP ist zurück, das schlägt sich aber noch nicht auf die Besucherzahlen nieder. Bis Freitag waren erst knapp 3000 Tickets verkauft. »Wir gehen aber von 6000 Zuschauern aus«, sagt Pressesprecher Matthias Hack. Ein ambitioniertes Ziel. Auch das passt zur Stimmung.

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