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Di., 13.09.2016

SCP-Trainer bemängelt fehlende Handlungsschnelligkeit Müller: »Geistige Lethargie«

René Müller sieht Druck auf Paderborn.

René Müller sieht Druck auf Paderborn. Foto: Oliver Schwabe

Paderborn (WB/MR). Die Nacht von Paderborns Trainer war nur kurz, die Aufarbeitung der 1:3-Niederlage gegen Holstein Kiel glich am Montag mehr einem Monolog als einem Dialog.

Hauptgrund für die zweite Heimpleite im dritten Spiel vor eigenem Publikum war für René Müller auch am Tag danach die mangelhafte Zweikampfstärke. »Wir haben uns offensiv nicht durchsetzen und defensiv nicht behaupten können«, sagte der 42-Jährige, der zudem die fehlende Handlungsschnelligkeit seiner Elf bemängelte. Er sprach in diesem Zusammenhang von einer »geistigen Lethargie« und sagte wörtlich: »Wir haben zu spät die Situationen erkannt, auch das Balltempo war nicht da.«

Hinzu kam ein taktisch schlechtes Verhalten. »Damit haben wir die in Wehen hart erarbeitete kleines bisschen Aufbruchstimmung selbst zunichte gemacht und uns neuen Druck aufgebürdet«, meinte Müller. Und das alles vor der Englischen Woche mit den Spielen gegen Erfurt, Chemnitz und Regensburg.

Defensive anfällig, Offensive Mittelmaß

Paderborns Probleme ziehen sich wie ein roter Faden durch die Saison. Die Defensive ist bekantermaßen äußerst anfällig, selbst gegen einen Landesligisten gelang es nicht, hinten die Null zu halten. Die Offensive ist mit nun sieben Trefffern höchstens Mittelmaß. Müller ist aber von seinem Kader überzeugt, Zweifel kommen ihm nicht: »Die Mannschaft kann das. Das hat sie phasenweise immer mal wieder bewiesen. Was uns fehlt, ist die Konstanz.«

Richtig handfest ging es am Sonntag erst nach Schlusspfiff zu. Christian Strohdiek und Steven Lewerenz gerieten auf dem Weg in die Kabine heftig aneinander. Der Innenverteidiger hätte den verbalen Disput am liebsten noch vor Ort fauststark geregelt, doch auch da waren die Kieler cleverer: Der Torschütze verschwand ganz schnell grinsend in der Kabine.

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