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Mi., 21.09.2016

Marc-André Kruska ist der Stratege im Paderborner Spiel Jetzt kommt Chemnitz

Paderborns Passgeber Marc-André Kruska in Aktion: Der 28-Jährige ist der SCP-Stratege im Mittelfeld.

Paderborns Passgeber Marc-André Kruska in Aktion: Der 28-Jährige ist der SCP-Stratege im Mittelfeld. Foto: Besim Mazhiqi

Von Matthias Reichstein

Paderborn (WB). Manchmal sind es Kleinigkeiten, die eine große Wirkung haben: Paderborns Trainer René Müller veränderte vor Erfurt seine Mittelfeldreihe, hatte sofort Erfolg und hofft jetzt auf konstant gute Leistungen. Nächster Prüfstein ist an diesem Mittwoch (18.30 Uhr, Benteler-Arena) der Chemnitzer FC.

Personell war es nur ein Tausch: Robin Krauße musste auf die Bank, Neuzugang Marcus Piossek rutschte erstmals in die Startelf. Doch auf dem Rasen wurde aus der variablen Dreierkette im Mittelfeld ein Trio mit festen Zuteilungen, die auch heute gelten. Sebastian Schonlau spielt den Staubsauger vor der Abwehr und damit den klaren Sechser. Piossek bildet genau das Gegenstück, pendelt zwischen Sturm und Mittelfeld. Mittendrin agiert der neue SCP-Stratege: Marc-André Kruska.

Lob vom Trainer

Vom Mit-Absteiger FSV Frankfurt im Juni gekommen, stand der 28-Jährige von Beginn an weit oben auf Müllers Wunschliste, entsprechend angetan ist der Fußballlehrer vom Leistungsvermögen des Ex-Dortmunders: »Er spielt seine Rolle herausragend. Das sieht man jeden Tag im Training, im Spiel tut er uns mit seinen Ideen und Pässen unglaublich gut.« Den jüngsten Beleg lieferte Kruska am Samstag in Erfurt: Sein geniales Zuspiel machte den Weg für Christian Bickel frei. Das 1:0 war der Türöffner für den zweiten Paderborner Auswärtssieg.

Kruska selbst sieht sich auch mehr als Organisator und damit als Strippenzieher im Hintergrund, allerdings nicht nur in der Vorwärtsbewegung: »Meine Aufgabe ist es auch, unser Spiel, wenn nötig, zu beruhigen, und nicht die Bälle nur blind nach vorne zu spielen.« Schonlau - Kruska - Piossek: Diese neue Achse ist allerdings nicht mehr so wandelbar, die klare Aufgabenverteilung gibt dem SCP aber eine neue Struktur und damit mehr Stabilität. Müller selbst spricht von einer »größeren Balance« im Spiel.

Gäste haben starke Offensivkräfte

Die wird der SC Paderborn gegen die Gäste aus Sachsen auch dringend brauchen. Der Chemnitzer FC zählt nicht nur für Müller zu den »absoluten Aufstiegsanwärtern«, das Sturmduo Daniel Frahn und Anton Fink gehört zweifellos zum namhaftesten, was die 3. Liga in der Offensive zu bieten hat. »Das ist ein Gegner, der uns alles abverlangen wird«, warnt Müller, lobt gleichzeitig aber auch die vergangenen Trainingstage: »Meine Mannschaft wirkt sehr fokussiert und konzentriert.« Ähnlich wie der SCP, sind auch die Chemnitzer sehr holprig in die Saison gestartet, sie buchten sogar erst zwei Saisonsiege und liegen punktgleich mit den Paderbornern in der unteren Tabellenhälfte.

Personell nimmt Müller im Vergleich zum 3:1-Sieg in Erfurt nur eine Veränderung im Kader vor: Für Torhüter Jonas Brammen (Muskelzerrung im Oberschenkel) wird erstmals Till Brinkmann auf der Bank Platz nehmen. Dino Medjedovic (Adduktoren) ist noch nicht wieder fit, Niko Dobros soll erst nach der Englischen Woche ins Teamtraining einsteigen.

So könnte der SCP spielen

Kruse - Zolinski, Sebastian, Strohdiek, Bertels - Schonlau - Kruska , Piossek - Bickel, Michel - van der Biezen

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