Der Paderborner Thomas Bertels hat eine lange Leidenszeit hinter sich
Endlich gesund

Paderborn (WB). Zwölf Punkte, Tabellenplatz acht: Das sind die Zahlen, die den SC Paderborn nach dem achten Spieltag dieser Drittliga-Saison am meisten interessieren. Bei Thomas Bertels ist das ein bisschen anders.

Samstag, 24.09.2016, 06:00 Uhr aktualisiert: 24.09.2016, 06:02 Uhr
Thomas Bertels kann in dieser Saison wieder Fußball spielen. Foto: Besim Mazhiqi
Thomas Bertels kann in dieser Saison wieder Fußball spielen.

Natürlich freut sich der Linksverteidiger über den jüngsten Aufschwung mit zwei Siegen in Folge. Vor dem 4:2 gegen Chemnitz hatte die Mannschaft auch schon 3:1 in Erfurt gewonnen. »Das hat uns sehr gut getan, das merkt man auch in der Kabine«, erklärt er nach dem Doppel-Erfolg. Noch wichtiger ist für ihn allerdings etwas anderes. Bertels ist endlich gesund und das war für den 29-Jährigen in den vergangenen zwei Jahren alles andere als selbstverständlich.

Alles begann im Winter 2014 mit einem entzündeten Schleimbeutel an der rechten Hacke. Bertels ließ sich spritzen und spielte mit Schmerzen, bekam Rückschläge, musste operiert werden und fiel mehr als ein Jahr aus.

Jetzt ist er zurück, stand bisher in allen Saisonpartien 90 Minuten auf dem Platz und zählt auch an diesem Samstag beim Auswärtsspiel des SCP bei Aufsteiger Jahn Regensburg (14 Uhr) zum Anfangspersonal. »Ich fühle mich sehr gut, bin fit und froh, dass ich der Mannschaft wieder richtig helfen kann«, sagt der Familienvater.

Abheben ist nicht seine Art

Die Hilfe beruht auf Gegenseitigkeit, schließlich war es der SCP, der 2015 den Vertrag des verletzten Bertels um ein Jahr verlängerte. Dafür war der Spieler im vergangenen Sommer einer der wenigen, die dem Verein nach zwei Abstiegen in Folge die Treue hielten. Warum es plötzlich läuft, ist für den Blondschopf gar nicht so schwer zu erklären: »Wir müssen zusammenwachsen, da bringt uns jeder Tag weiter.«

Gegen Chemnitz wandelten die Paderborner zum ersten Mal in dieser Saison einen Rückstand noch in einen Sieg um und machten aus dem 0:1 zur Pause ein 4:2. Für Bertels handelt es sich um ein Spiel mit Signalwirkung: »So etwas haben wir gebraucht.«

Abheben ist zwar sowieso nicht seine Art, dennoch hat auch Thomas Bertels durch die kleine Siegesserie neues Selbstvertrauen getankt. »In dieser Liga ist jedes Spiel schwierig und wir wissen, dass wir auch in Regensburg die Basistugenden zu 100 Prozent abrufen müssen. Aber wenn wir so spielen wie über 70 Minuten in Erfurt und in der zweiten Hälfte gegen Chemnitz, dann werden wir eine sehr gute Rolle spielen.«

Nur noch drei Punkte bis zum Relegationsplatz drei

Wenn es so kommt, dann könnte sich das in der Tabelle bald noch besser niederschlagen. Nur noch drei Punkte sind es derzeit bis zum Relegationsplatz drei. Eine Tatsache, die auch Bertels nicht verborgen geblieben ist: »Wir wissen, wie schnell es gehen kann und wo wir stehen können, wenn wir auch in Regensburg drei Punkte holen.«

Für den SC Paderborn wäre es der dritte Sieg in Folge und der vierte Dreier im fünften Spiel. Thomas Bertels hat seinen größten Kampf aber schon gewonnen. Er ist endlich gesund.

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