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Sa., 24.09.2016

SC Paderborn verliert 0:3 in Regensburg Herber Rückschlag

SCP-Spieler Zlatko Dedic kämpft um den Ball.

SCP-Spieler Zlatko Dedic kämpft um den Ball. Foto: Andreas Nickl

Regensburg (WB/pk). Dritter in Sieg in Folge und weiter nach oben in der Tabelle? Von wegen. Zum Abschluss der Englischen Woche hat Drittligist SC Paderborn einen herben Rückschlag erlitten. Der Absteiger verlor nach einer ganz schwachen Leistung beim Aufsteiger SSV Jahn Regensburg mit 0:3 (0:3). Für Regensburg war es der erste Dreier nach fünf sieglosen Partien.

Während Paderborns Trainer René Müller seiner Elf vom 4:2 am Mittwoch gegen Chemnitz komplett das Vertrauen schenkte und in Person von Koen van der Biezen und Zlatko Dedic erneut eine Doppelspitze aufbot, reagierte sein Regensburger Kollege Heiko Herrlich auf die 0:4-Schlappe am Dienstag im Aufsteigerduell beim FSV Zwickau und nahm in der Startelf drei Veränderungen vor. Verzichten musste er nach wie vor auf einen Ex-Paderborner: Jahn-Kapitän Markus Palionis ist verletzt.

In den ersten zehn Minuten hatten die Gäste Kontrolle und mehr Ballbesitz, doch dann gaben sie das Spiel aus der Hand. Paderborn kam nicht in die Zweikämpfe, die Abstände zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen waren viel zu groß, so dass die Regensburger machen konnten, was sie wollten. Und das taten sie dann auch. Nachdem Erik Thommy (zwölfte Minute) sowie zweimal Jann George (13. und Pfostenschuss 14.) großzügige Paderborner Einladungen noch ausgeschlagen hatten, war es in der 23. Minute Marco Grüttner, der zum längst überfälligen 1:0 einköpfte.

Die Paderborner Fehlerkette war ungeheuerlich und es wurde noch schlimmer. Kolja Pusch traf den Pfosten (26.), dann rettete die Latte (43.), doch zweimal musste der bedauernswerte Lukas Kruse vor der Pause noch hinter sich greifen. Torschütze in der 34. und 45. Minute war jeweils George, der nun schon fünfmal getroffen hat. Bezeichnend für das Paderborner Dilemma war neben den Patzern in der Defensive, wie der SCP vorne zwei Riesenchancen vergab. Sven Michel (26.) und Zlatko Dedic (38.) scheiterten ebenso freistehend wie kläglich. Das Ergebnis nach dem ersten Durchgang war auch in der Höhe absolut verdient. Es hätte aus Sicht des SCP sogar noch deftiger sein können.

Nach dem Wechsel hatte Christian Bickel den Anschluss auf dem Fuß (59.), doch Regensburgs Torwart Philipp Pentke parierte. In Gefahr geriet der Sieg der Oberpfälzer aber nicht mehr., dem 4:0 von George stand einmal mehr Aluminium im Weg (63.).

 

SSV Jahn Regensburg: Pentke – Hein, Kopp, Urban (80. Paulus), Hofrath – Geipl, Lais (70. Saller) – George (78. Hesse), Pusch, Thommy - Grüttner

SC Paderborn: Kruse – Zolinski (46.Itter), Sebastian, Strohdiek, Bertels – Bickel (72. Krauße), Kruska, Schonlau, Michel – van der Biezen, Dedic (46. Piossek)

Tore: 1:0 Grüttner (23.), 2:0, 3:0 George (34./45.)

Zuschauer: 4582

Schiedsrichter: Marco Fritz (Korb)

Gelbe Karten: Saller / Bertels, Bickel

Kommentare

Ziele einordnen

Das falsche Signal kam für mich auf der Pressekonferenz vor dem Spiel. Da fragte ein Journalist nach dem Blick nach vorne, denn man sei ja in Schlagdistanz zur Relegation bei einem Sieg in Regensburg.

Statt sich auf das Spiel zu konzentrieren, machen solche Gedanken aber den gleichen Fehler wie vor einem Jahr, als man auch ständig vom Anstand nach vorne sprach, statt die Liga anzunehmen...

Das Thema Aufstieg muss mindestens bis Weihnachten in der Schublade bleiben. Ist man Weihnachten in Schlagdistanz, kann man ÖFFENTLICH andere Ziele formulieren!

1 Kommentare

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