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Sa., 22.10.2016

Paderborner Mittelfeldspieler steht gegen Halle wieder in der Startelf Krauße kriegt die Kurve

Robin Krauße hat ein Ziel: mit dem SC Paderborn schnell zurück in die 2. Liga.

Robin Krauße hat ein Ziel: mit dem SC Paderborn schnell zurück in die 2. Liga. Foto: Besim Mazhiqi

Von Matthias Reichstein

Paderborn (WB). Was haben Robin Krauße und der SC Paderborn gemeinsam? Sportlich befinden sich Profi und Club auf einer Achterbahnfahrt. Wobei der 22-Jährige hofft, die Kurve auf dem Weg nach oben schon genommen zu haben: »Ich möchte ganz schnell wieder für den SCP in der 2. Liga spielen.«

Kraußes Vertrag läuft noch bis 2019, Zeit genug bleibt also. Allerdings ist die Strecke zurück in den Blickpunkt Bundesliga für Verein und Spieler extrem holprig. Im Heimspiel am Samstag (14 Uhr) gegen den Halleschen FC muss der Drittligist die erneut schwache Heimbilanz mit drei Niederlagen in fünf Spielen zwingend aufbessern. Krauße kämpft parallel um die Rückkehr in die Startelf. Zu Saisonbeginn noch Stammkraft, musste er in den vergangenen Wochen die Rolle des Ergänzungsspielers annehmen. Doch die Chancen auf eine Rückkehr stehen gut: Wegen der Sperre für Sebastian Schonlau wird ein Platz frei, der Kommentar von Trainer René Müller lässt auch kaum Zweifel an einem Comeback: »Robin ist sehr fleißig, sehr entwicklungsfähig und einer, der immer mit Herz und Leidenschaft dabei ist. Er ist die erste Option.«

Profistart als gerade 19-Jähriger beim Drittligisten Hansa Rostock, Rückkehr zum Heimatverein Carl Zeiss Jena (Regionalliga), danach neun Zweitligaeinsätze und schließlich der Abstieg mit dem SC Paderborn – Krauße hat in nur gut zwei Jahren drei verschiedene Ligen mit drei Vereinen hinter sich. Mit dem Zickzackkurs sollte eigentlich Schluss sein. Doch der defensive Mittelfeldspieler zieht das Auf und Ab eines Profis scheinbar magisch an. Denn auch in der laufenden Serie hat der gebürtige Rudolstädter schon beide Seiten kennengelernt: »Natürlich wurmt mich die Situation. Ich bin sehr ehrgeizig, aber das Rauf und Runter gehört zum Leben eines Profis.« Kraußes Problem heißt diesmal Marcus Piossek. Die Nachverpflichtung spielte sich im September in die Stammelf und schob den Jungprofi, den sich der SCP im Januar 200 000 Euro kosten ließ, auf die Ersatzbank.

Krauße und Müller haben die Situation analysiert, das Ergebnis bleibt intern. Woran Krauße arbeiten muss, ist dennoch kein Geheimnis: Paderborns zweikampfstarker Mittelfeldmann hat fußballerisch Schwächen. »Da sind seine Leistungen ausbaufähig«, sagt Müller. Krauße selbst weiß das und glaubt, mit Müller die Defizite schnell beheben zu können: »Er hat einen sehr variablen Plan, den er immer und unbedingt durchsetzen will. Das hilft uns als Mannschaft und mir persönlich auch.« Was fehlt, ist eine Paderborner Erfolgsserie. »Trotzdem liegen wir nur drei Punkte hinter dem Dritten. Damit gehören wir eigentlich zur Spitzengruppe«, kontert Krauße. Die umfasst nach elf Spieltagen stolze 16 Klubs. So gesehen ist auch die 3. Liga eine Achterbahnfahrt mit völlig ungewissem Ausgang.

So könnte der SCP spielen

Kruse - Zolinski, Sebastian, Strohdiek, Bertels - Krauße, Kruska - Bickel, Piossek, Michel - Dedic

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