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Fr., 04.11.2016

SCP-Trainer Müller fordert mehr Gier – erst 2400 Karten verkauft Bertels soll gegen Aalen spielen

Thomas Bertels trainiert wieder mit.

Thomas Bertels trainiert wieder mit. Foto: Besim Mazhiqi

Paderborn (WB/MR). Leidenschaft, Kampfgeist und Gier – das fordert Paderborns Trainer René Müller am Samstag (14 Uhr) im Heimspiel gegen VfR Aalen. Der 42-Jährige nahm am Donnerstag noch einmal nachdrücklich seine Mannschaft in die Pflicht und sagte: »Jedem sollte spätestens jetzt klar sein, welche Grundelemente erforderlich sind, um erfolgreich sein.«

Merklich angefressen legte Müller noch diesen Satz nach: »Es ist nicht zuviel verlangt, wenn man als Trainer in entscheidenden Spielsituationen eine gewisse Zielstrebigkeit einfordert.«

Diese Aussagen nach 13 Spieltagen und insgesamt 16 Pflichtspielen stimmen bedenklich. Sie machen aber deutlich, dass Müller nicht mehr wie eine schützende Wand vor seiner Mannschaft steht. Das mag daran liegen, dass es am Samstag auch um seinen Posten geht. Wobei Präsident Martin Hornberger einen Trainer-Tausch eigentlich ausschließt. Entsprechende Fragen beantwortete er so: »Egal wie das Spiel ausgeht, ich gehe fest davon aus, dass René Müller unser Trainer bleibt.«

Aalen-Spiel: erst 2400 Karten verkauft

Das wird den Coach des Liga-16. freuen, Müller weiß aber: »Für uns gibt es keine Ausreden mehr. Dass der Start holprig und stolprig werden könnte, war mir klar. Aber jetzt müssen wir uns in allen Elementen deutlich steigern. Jeder einzelne Zuschauer muss sehen, dass hier eine leidenschaftliche Truppe um den Sieg kämpft.« Abgesehen vom angekündigten Fan-Boykott wird die Zahl der Anhänger aber sehr überschaubar sein. Bis Donnerstag waren erst 2400 Karten verkauft. Der Saison-Minusrekord liegt bei 4203 Zuschauern.

Sportlich sieht die Situation so aus: Den gesperrten Rechtsverteidiger Ben Zolinski (5. Gelbe Karte) dürfte Marc Vucinovic ersetzen. Er ist die etwas offensivere Variante, die Alternative heißt Pascal Itter. Auf der linken Seite hofft Müller auf Stammkraft Thomas Bertels. Der Geseker, der sich beim 0:3 in Frankfurt einen Nasenbeinbruch zugezogen hatte und am Montag operiert wurde, wird am Freitag mit einer Spezialmaske am Abschlusstraining teilnehmen. »Danach werden wir gemeinsam entscheiden, ob ein Einsatz sinnvoll ist«, sagt Müller. Er hofft auf ein positives Signal, denn Felix Herzenbruch (Virusinfektion) fällt noch länger aus.

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